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Thema: EZB - Europäische Zentralbank

  1. #1
    Redakteur Avatar von Angeni
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    EZB - Europäische Zentralbank

    Pulver verschossen: Die von der EZB geöffneten Geldschleusen werden immer gefährlicher

    Der Leitzins wurde wenig überraschend auf 0,25% gesenkt, womit sogar die Europäische Zentralbank deutlich macht, was sie vom angeblichen Ende der Krise hält: Nichts!

    Von der FAZ bis zum Spiegel sprechen fast alle davon, dass die EZB "überraschend" den Leitzins auf ein neues Rekordtief von 0,25% gesenkt hat. Und EZB-Präsident Mario Draghi sieht sogar noch Spielraum nach unten und macht klar, dass die Geldschleusen noch lange geöffnet bleiben sollen. Überraschend ist daran nichts, denn für diese umstrittene Politik stand Draghi stets. Letztlich räumt die Frankfurter Zentralbank ein, wie schwach die angebliche wirtschaftliche Erholung real ist. Damit die Eurozone nicht erneut in die Rezession zurückfällt, sollen Exporte durch Euro-Schwächung gestärkt werden, womit der Währungskrieg angeheizt wird. Weil auch ein angeblich "erfolgreicher" Ausstieg von Krisenstaaten wie Irland aus dem Rettungsprogramm zelebriert werden muss, war dieser Schritt absehbar.

    Neues Gebäude der EZB in Frankfurt. Bild: EZB
    Nun ist es soweit. Wie in den USA können sich auch die Banken in Europa nun praktisch zum Nulltarif Geld bei der EZB leihen. Denn die Europäische Zentralbank hat am Donnerstag den Leitzins auf ein neues historisches Rekordtief von 0,25% gesenkt. Und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Draghi meint, man habe noch nicht alles Pulver verschossen. "Wir haben die Untergrenze noch nicht erreicht und könnten den Zins grundsätzlich weiter senken", meinte er. Er sei bereit, alle "zur Verfügung stehenden Instrumente einzusetzen", drohte er mit noch schwereren Geschützen.
    Draghi wiederholte damit praktisch die Ankündigung, auch wieder Staatsanleihen im großen Stil zu kaufen und die Notenpresse "unbegrenzt" in Gang zu setzen. Das Ziel der umstrittenen Ankündigung vor einem Jahr war, die Zinsen für große Krisenländer wie Spanien und Italien wieder zu senken (Notenbank will unbegrenzt Staatsanleihen kaufen). Da das zunächst gelungen ist, fragt man sich, warum er diese Ankündigung wiederholt und sie zudem von einer Leitzinssenkung begleitet wird. Damit wird real fast das letzte Pulver gegen eine mögliche Deflation verschossen.
    Dass sich vor allem eine eine Deflationsbekämpfung hinter dem Schritt verbirgt, kann nahezu ausgeschlossen werden, auch wenn es deflationäre Tendenzen gibt. Seit mit Draghi ein ehemaliger Banker von Goldman und Sachs die EZB führt, der in seiner Zeit bei der US-Investmentbank ausgerechnet Griechenland dabei geholfen haben soll, einen Teil seiner Staatsschulden zu verschleiern (Zirkus um Ernennung von Mario Draghi zum EZB-Chef), ist die Politisierung der Zentralbank vorangeschritten. Die EZB macht eher Konjunkturpolitik und überschreitet auch Grenzen zur verbotenen Staatsfinanzierung.
    Die EZB kümmert sich real wenig um ihre eigentliche Aufgabe, für Geldwertstabilität zu sorgen, auch wenn Draghi vor allem damit argumentiert hat. Er erwartet bei der Preisentwicklung "eine längere Periode niedriger Inflation". Er hoffe auf eine langsame Aufwärtsbewegung in Richtung von 2%, die als Zielmarke für die EZB gilt. Es sei "weiterhin fest verankert", die Inflation "unter, aber nahe 2 Prozent zu halten". Dass muss man nicht glauben. Denn als er EZB-Präsident wurde, sorgte er tatsächlich für einen Paukenschlag. Obwohl die Inflation im Bereich von 3% deutlich zu hoch lag, senkte er den Leitzins überraschend, den sein Vorgänger Jean-Claude Trichet wegen des steigenden Inflationsdrucks wieder angehoben hatte.

    Einstieg in den Währungskrieg

    Draghi will mit der Zinssenkung gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ein zentrales Ziel ist die Schwächung des Euro, der sofort nach der Entscheidung abstürzte. Damit soll vor allem die Exportwirtschaft gestärkt werden. Nach Draghis Meinung sollen offenbar alle EU-Länder dem deutschen Modell nacheifern, auch wenn das unmöglich ist. Er tut so, als seien deutsche Rekorde bei Exportüberschüssen kein Problem, wegen derer sogar die EU-Kommission ein Verfahren gegen Deutschland eröffnen will. Experten wie Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman kritisieren sie heftig und machen gerade die Berliner Politik für Deflationstendenzen verantwortlich ("Deutschland ruiniert seine Nachbarn").

    "Wir sollten dort, wo wir Wettbewerbsfähigkeit vorfinden, sie nicht kritisieren", sagte Draghi auf dem Wirtschaftsforum der Zeit am Donnerstagabend. Andere Länder sollten vielmehr so wettbewerbsfähig werden wie Deutschland. Es ist durchsichtig, dass er damit vor allem die scharfen Kritiker seiner Politik in Deutschland besänftigen wollte. Denn auch er räumte ein, dass der Zins für Deutschland nicht optimal sei. Denn dort wird kritisiert, dass Sparen noch stärker zum Minusgeschäft wird, weil die Inflation mickrige Zinsen auffrisst.
    Der Versicherungsverband GDV spricht von einem "weiteren Schritt in die falsche Richtung" und von einem "fatalen Signal" für all jene deutschen Sparer, die eine Vorsorge fürs Alter treffen. Es fällt Versicherern nun noch schwerer, die Erträge zu erwirtschaften um ihre Rendite-Versprechen für Lebensversicherungen zu halten. Zudem ist klar, dass Spekulation und Blasenbildungen weiter verschärft werden, wovor der Bundesverband deutscher Banken (BdB) warnt.
    Letztlich steigt nun die EZB noch stärker in einen Währungskrieg ein, den andere Notenbanken zur Schwächung der eigenen Währung längst betreiben, allen voran das von langer Deflation geplagte Japan. Tatsächlich fiel der Euro gegenüber dem US-Dollar nach der Leitzinssenkung auf ein Sieben-Wochen-Tief und sank zeitweise auf unter 1,33 US-Dollar. Damit ist klar, dass die EZB nicht nur mit so billigem Geld wie nie zuvor versucht, die Wirtschaft anzukurbeln. Das deutsche EZB-Direktoriumsmitglieds Jörg Asmussen sprach davon, dass wirtschaftliche Erholung in der Eurozone "schwach, fragil und ungleichmäßig" sei. Neue Zahlen deuteten auf einen schwachen Start ins Schlussquartal an, fügte er an. Und damit ist endgültig klar, dass die Erholung wie erwartet nicht nachhaltig ist, obwohl die Eurozone die Rezession im zweiten Quartal wieder verlassen hat. Seither wird allseits in der Politik das Ende der Krise beschworen.
    Ob über die Leitzinssenkung die Kreditvergabe verstärkt wird, bezweifelt auch die FAZ. Denn bisherige Zinssenkungen haben in den Krisenländern nicht dazu geführt, dass das billige Geld in der Realwirtschaft ankommt. "Die Kreditvergabe ist schwach, weil es vielen Banken in Südeuropa an Kapital fehlt. Und sie ist schwach, weil hochverschuldete Haushalte etwa in Spanien sparen müssen und keine neuen Kredite aufnehmen können." Die FAZ weist aber darauf hin, woher der Wind deutlicher weht. "Banken können sich praktisch zum Nulltarif Geld leihen und Staatsanleihen kaufen. So trägt Draghis Politik zu einer günstigeren Staatsfinanzierung der Krisenländer bei."

    Unterstützung der "Erfolgshow"

    Ein zentrales Ziel der EZB-Politik ist, die große "Erfolgsshow" zu unterstützen, die gerade auf dem Brüsseler Parkett gespielt wird. Schließlich soll Irland am 15. Dezember den Rettungsschirm verlassen und Portugal 2014 folgen. Auch die EZB ist bemüht, koste es was es wolle, daraus einen Erfolg der Troika zu machen, der sie angehört. Obwohl diese Art der Rettung nur dazu geführt hat, dass die Staatsschulden beider Länder längst in sehr gefährliche Regionen vorgestoßen sind. Sie bekommen zudem das Haushaltsdefizit nicht in den Griff, das auch im nächsten Jahr noch weit entfernt von der Stabilitätsmarke von 3% liegen wird. Trotzdem soll das ein "Erfolg" sein (Die große Irland-Erfolgsshow).
    Neben der illegalen Staatsfinanzierung durch die EZB hat das billige Geld als Nebeneffekt nicht nur, dass die Zinsen für Krisenländer sinken, sondern es werden damit auch massiv Banken subventioniert. Da sie das Geld quasi umsonst erhalten und dafür nach einer lukrativen Anleihemöglichkeit suchen, kaufen sie Staatsanleihen von Krisenländern. Dafür erhalten sie von Italien und Spanien für zehnjährige Laufzeiten noch immer Zinsen in einer Höhe von mehr als 4% und von Portugal sogar gut 6%, wofür die Steuerzahler und die Bevölkerung mit immer neuen Einschnitten zur Kasse gebeten werden.
    Quelle

    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



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  2. #2
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    Südeuropa fordert die große EZB-Geldkanone

    Was für ein Quatsch!

    Welche Konjunktur denn? Das Geld geht an die Banken!

    Und dieses System des bedingungslosen Untergangs in den USA wollen wir jetzt hier auch machen? Na ja, eigentlich läuft das ja schon heimlich!

    85 Milliarden Dollar monatlich ist es der US-Notenbank wert, die Konjunktur in Amerika in Schwung zu halten. Diese Summe gibt die Fed für Staatsanleihen und Hypotheken aus und pumpt so Geld in den Finanzmarkt. Solche goldenen Schüsse verlangen nun auch die Krisenländer in Europa - das kann allerdings schnell mit dem EU-Recht kollidieren.

    weiter hier: http://www.t-online.de/wirtschaft/sc...eldkanone.html
    Liebe Grüße

    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  3. #3
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    Draghi räumt erstmals schleichende Enteignung der deutschen Sparer ein

    EZB-Chef Mario Draghi ist überzeugt, dass seine Rettungsmaßnahmen den Euro stabilisiert haben und ein Zerfall der Währungsunion dank seines entschiedenen Einschreitens endgültig gebannt sei. Erstmals räumt Draghi jedoch ein, dass die Deutschen durch die niedrigen Zinsen enteignet werden. Schuld daran sei jedoch nicht die EZB.

    Für EZB-Präsident Mario Draghi ist die Gefahr eines Auseinanderbrechens der Währungsunion weitgehend gebannt. Die Krise sei noch nicht überwunden, aber es gebe viele ermutigende Zeichen, sagte Draghi in einem Interview mit dem Spiegel.
    Draghis Euphorie ist auffällig. Sie ist um eine Spur zu laut geraten: Wenn nämlich alles so gut ist, warum muss Draghi dann überhaupt noch vom Euro-Crash reden?
    In der Europäischen Zentralbank gibt es offenbar einen knallharten Richtungsstreit, bei dem die Protagonisten nun zur offenen Wortschlacht übergegangen sind. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sagte der Bild nämlich das genaue Gegenteil: Der Euro sei in der „Reha“. Dort brauche es Ausdauer und einen starken Willen, andernfalls bestehe Rückfallgefahr. Die Ruhe an den Finanzmärkten könne sich als „trügerische Sicherheit“ erweisen. Weidmann: „Die Krise kann wieder auflodern. Jeder muss sich seiner Verantwortung für eine stabile Basis im eigenen Land und im gesamten Euro-Raum bewusst sein.“
    Draghi zeigt sich dagegen ausgesprochen zufrieden mit der Lage in der Euro-Zone. Die Wirtschaft erhole sich in vielen Ländern, die Ungleichgewichte im europäischen Handel nähmen ab und die Haushaltsdefizite sänken, sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank: „Das ist mehr, als vor einem Jahr zu erwarten war.“ Der erfolgversprechende Weg sei, die laufenden Staatsausgaben zurückzufahren und Strukturreformen auf dem Arbeitsmarkt einzuleiten. In Griechenland und Frankreich müsse dies noch geschehen.
    Wie immer bei Draghi ist das maximal die halbe Wahrheit: Die Arbeitslosigkeit ist in Europa im Verlauf des Jahres weiter gestiegen und hat in einigen Ländern historische Höchsstände erreicht. Alle Euro-Staaten sind heute stärker verschuldet als vor einem Jahr.
    Draghi führte die seiner Meinung nach gute Lage auf seinen umstrittenen Kurs zurück, die Banken mit zusätzlicher Liquidität auszustatten, der vor allem in Deutschland auf Widerstand gestoßen war: „Jedes Mal hieß es, um Gottes willen, dieser Italiener zerstört Deutschland. Es gab diese perverse Angst, dass sich die Dinge zum Schlechten entwickeln.“ Passiert sei aber das Gegenteil. „Die Inflation ist niedrig, und die Unsicherheit hat sich verringert.“
    Das ist Chuzpe: Die Inflation ist niedrig, weil die Banken die Gratis-Gelder der EZB nicht an die Unternehmen weiterreichen. Wie panisch die europäischen Regierungschefs immer noch sind, zeigte der jüngste EU-Gipfel, bei dem Angela Merkel vor dem Untergang von Euro-Land warnte und die Lage sogar mit dem Endstadium der UdSSR und der DDR verglich (mehr dazu hier).
    Den Vorwurf, die Niedrigzins-Politik gehe zu Lasten der europäischen Sparer, beantwortet Draghi mit einem überraschenden Geständnis: Dass die Rendite entsprechender Anlagen teilweise nicht einmal die Inflation ausgleiche, sei nicht die Schuld der EZB. „Insbesondere in den vergangenen Jahren konnten wir die langfristigen Zinsen gar nicht kontrollieren, weil die Investoren wegen der Euro-Krise hochgradig verunsichert waren“, verteidigte er sich. Stattdessen würden die langfristigen Kapitalrenditen auf den globalen Finanzmärkten bestimmt.
    Das ist eine Schutzbehauptung: Die Zinsen für die Eurozone bestimmen Signore Draghi und die Süd-Fraktion in der EZB, unter aktiver Duldung der machtlosen Deutschen.
    Doch es ist klar, warum Draghi das sagt.
    Denn erstmals räumt der EZB-Chef mit dieser Aussage ein, dass die Deutschen durch seine Zinspolitik einer schleichenden Enteignung unterworfen sind. Der ehemalige Goldman-Banker weiß, dass er in diesem Punkt auf sehr dünnem Eis tanzt – weil die Stimmung in den nordeuropäischen Staaten bereits am Kippen ist. Daher schiebt Draghi die Schuld auch weit von sich – und macht die anonymen „globalen Finanzmärkte“ für das Desaster verantwortlich.
    Weil er um die Brisanz des Themas in Deutschland weiß, versucht Draghi sein deutsches Publikum zu beruhigen und versichert, dass „im Moment“ keine Zinserhöhung geplant sei: „Im Moment sehen wir keinen unmittelbaren Handlungsbedarf.“ Derzeit könne auch von einer Deflation keine Rede sein: „Wir haben keine japanischen Verhältnisse.“
    Da hat Draghi allerdings recht: Wir haben europäische Verhältnisse.
    Und die sind deutlich gefährlicher als die japanischen, weil im Bond-Markt nicht die Bürger Europas die Staatsanleihen halten, sondern die Pleite-Regierungen, die, um an der Macht zu bleiben, keinen schmutzigen Trick auslassen werden.

    Die nun erstmals offiziell eingeräumte Enteignung der deutschen Sparer ist nur ein erster Schritt.

    Es werden weitere folgen.

    Am Ende wird keine perverse Angst mehr herrschen.

    Sondern die blanke Wut.
    Quelle

    LG Angeni
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    Angeni



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  4. #4
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    Die dunkle Seite der Macht: Das Arcanum der Tempelritter

    Eine internationale Finanz-Clique hat sich das weltweite Geldmonopol unter den Nagel gerissen. Sie wird es verteidigen bis zuletzt, weil ihre Macht vollständig auf diesem Monopol gründet. Wer dieses Monopol hält, kann das globale Wirtschafts-System dominieren. Die Idee hat eine lange Tradition: Sie beginnt mit dem Orden der Tempelritter im Mittelalter und führt über die Nationalsozialisten bis in die Logen der Gegenwart.


    Die Tempel-Ritter sind sagenumwoben. In einem Punkt wirken sie jedoch bis heute über die traditionellen Verschwörungstheorien hinaus. Sie haben der Welt eine wichtige Erkenntnis gebracht – und wirken in diesem Punkt bis heute: Wer die Macht des Geldmonopols hat, dem gehört die Welt. Die Idee ist die Geschäftsgrundlage der internationalen Finanz-Eliten.

    Die Entwicklung der Europäischen Union zu einem Superstaat schreitet schier unaufhaltsam voran. Die meisten Menschen nehmen das aktuelle Tagesgeschehen als eine schwer zu durchschauende, zufällige Aneinanderreihung politischer Ereignisse wahr. Sie halten die Entwicklung der Europäischen Union für zwangsläufig.
    Der Autor Oliver Janich glaubt nicht an den Zufall. Er vermutet dahinter einen lang gehegten Plan, hin zu einer Orwell’schen Schreckensversion wie im Buch 1984. So ist die Idee der Europäischen Union mit gemeinsamer Zentralbank, Währung und Regierung schon über 70 Jahre alt. Die Vereinigten Staaten von Europa sollen als Vorbild für eine Neue Weltordnung dienen, in der nicht mehr der Einzelne über sein Schicksal entscheidet, sondern jeder Lebensbereich von europäischen Politikern und Bürokraten bis in Kleinste geregelt ist, da ist sich Janich sicher. Der Bürger bleibt dabei außen vor. Seine Aufgabe beschränkt sich fast ausschließlich darauf, die Zeche zu bezahlen. Ein wirkliches politisches Mitbestimmungsrecht hat er nicht. Viele Europäer nehmen diese neuen Vereinigten Staaten von Europa zunehmend als Unterdrückungssystem wahr, denn die Souveränität der einzelnen Länder steht nur noch auf dem Papier. Massive Eingriffe in Privateigentum und totale Überwachung des Einzelnen drohen.
    Janich will keine Verschwörungstheorien aufwärmen. Daher trägt er auf mehr als 500 Seiten viele Details zusammen, die in einem Schluss münden: Eine internationale Finanz-Clique hat sich das weltweite Geldmonopol unter den Nagel gerissen, um aus der Welt ein einziges, in sich geschlossenes System zu machen. Sie wird es verteidigen bis zuletzt, weil auf diesem Monopol ihre Macht gründet. Die Vereinigten Staaten von Europa sind, so ist Janich überzeugt, nur ein Schritt zu einer Welt, in denen nicht mehr die Völker herrschen, sondern die Finanz-Eliten.

    Janichs Fazit finden wir unter der Überschrift:
    „Das größte Geheimnis – die dunkle Seite der Macht“
    Unser Gesellschaftssystem ist inhärent bösartig, weil es das Nicht-Aggressions-Prinzip, das Gebot der Nächstenliebe, verletzt. Das führt dazu, dass sich Psychopathen an die Spitze des Gewaltmonopols vorarbeiten. Sie wählen eine bestimmte Vorgehensweise und verfolgen eine Art geschichtlicher Kontinuität. Anhand von Primärquellen und glaubwürdigen Sekundärquellen kann man nachweisen, dass die Pläne für die Vereinigten Staaten von Europa bereits von den Nazis geschmiedet wurden.
    Ebenso ist nachweisbar, dass die Nazis nicht einfach verschwunden sind, sondern in den Untergrund gingen und entscheidende Positionen in Nachkriegsdeutschland besetzten. Nicht nachweisbar ist natürlich, inwiefern diese Untergrundorganisationen heute noch intakt sind. Diejenigen, die sie aufgesetzt haben, sind mittlerweile fast alle tot. Es spielt jedoch keine Rolle, ob speziell die Nazi-Organisationen noch in ihrer ursprünglichen Form bestehen. Entscheidend ist, dass die Strukturen, die die Nazis finanziert haben, nach wie vor intakt sind. Die Nazis finanzierten auch die Kommunisten, die ihrerseits eine Vision von den Vereinigten Staaten von Europa entwickelt haben, die praktisch identisch ist mit der der Nazis: Ein riesiges kollektives System, in der der Einzelne nichts, das Volk (Nazis) oder die Gesellschaft (Kommunisten) alles ist.

    Es gibt eine wahrlich unheilige Allianz zwischen Finanzoligarchie, Logen, Geheimdiensten und Geheimgesellschaften. Die Frage, wer hier wen am meisten beeinflusst, ist insofern zweitrangig, da letztendlich immer das Gewaltmonopol und damit der Geheimdienst das Sagen hat.
    Dabei ist es nicht so, dass alles bis ins letzte Detail planbar ist. Das Bild von Politikern, die wie Marionetten an Seilen der Machtelite hängen, ist zwar passend. Aber es handelt sich nicht um ein Theaterstück mit festem Drehbuch, eher um Improvisationstheater. Die Handlung wird grob vorgegeben, aber nicht jeder Dialog. Aufgrund der ungleichen Verteilung von Informationen und Interessen geht immer wieder etwas schief. Sonst hätten wir die Weltregierung längst. An diesem Punkt können wir durch Aufklärung ansetzen.
    Das wichtigste Rätsel aber ist: Warum sind so viele Banker in diesen Logen? Die Frage kann beantwortet werden, wenn man sich mit der Geschichte des Templerordens beschäftigt, der zu Recht als Vorgänger der heutigen Banken angesehen werden kann und in dessen Tradition sich viele heutige Logen sehen.
    Das wichtigste Geheimnis der Tempelritter war nämlich das Verständnis über das Wesen des Geldes. Einige Jahrzehnte, nachdem Jacques de Molay, Großmeister des Templerordens 1314 auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden war, schrieb der Bischof und Philosoph Nikolaus von Oresme das Geheimnis der Templer auf (ohne sich auf diese zu beziehen).
    Weicht das gesetzliche Wertverhältnis der Münzen vom Marktwert ab, verschwindet die unterbewertete Münze völlig aus dem Umlauf, während allein die überbewertete Münze im Umlauf bleibt.

    Später haben diesen Zusammenhang auch Kopernikus und Thomas Gresham, der Begründer der Londoner Börse, beschrieben, sodass er heute als das Gesetz von Kopernikus-Gresham oder das Greshamsche Gesetz bekannt ist. Ich nenne es: das Arcanum der Tempelritter.
    Denn auf der Kenntnis dieses Zusammenhangs beruhen der Reichtum und die Macht der Templer. Entscheidend ist die Umkehrung des Gesetzes: Legt der Staat kein gesetzliches Zahlungsmittel fest, setzt sich das werthaltigste durch. Die Templer gingen nun überall dorthin, wo der gesetzlich festgelegte Wert der Münze vom Marktwert oder vom gesetzlich festgelegten Wert in anderen Regionen abwich und tauschten entsprechend die zu hoch bewerteten Münzen in die zu niedrig bewerteten (entweder Gold oder Silber). Oft sicherten sie sich auch selbst das Geldmonopol, kauften die unterbewerteten Münzen anderswo ein und drehten sie der „eigenen Bevölkerung“ an.
    Heutzutage hat das Geld überhaupt keinen Wert mehr und die Nachfahren der Templer können davon so viel produzieren, wie sie wollen, auf Papier oder sogar elektronisch auf Knopfdruck. Sie tauschen es in echte Sachwerte, Unternehmensanteile oder Rohstoffe um. Die Zeche zahlt der Normalbürger, bei dem das neu geschaffene Geld als letztes ankommt und der die Sachwerte erst zu höheren Preisen kaufen kann (Cantillon-Effekt). Mit dem so erworbenen Reichtum können sich die Nachfahren der Templer beim Gewaltmonopol und den Medien einkaufen. Voilà, fertig ist der Plan zur Welteroberung! Und das mit einer Erkenntnis, die man in einem Satz zusammenfassen kann! Faszinierend, nicht wahr? Die Antwort auf die Frage, warum so viele Banker in Logen sind, lautet also:

    Die Banker sind nicht in den Logen, weil sie Banker sind. Sie sind Banker, weil sie in den Logen sind!
    Dort wurden sie in das Geheimnis eingeweiht – vermutlich aber nur auf oberster Ebene. Wer also in einer Loge ist, kann schon daran ablesen, wie weit oben er in der Hierarchie steht, ob ihm dieses Geheimnis – neben dem ganzen Hokuspokus – mitgeteilt wurde. Und von mir bekommen Sie es praktisch umsonst, weil ich darüber auch im Internet schreibe.
    Nun werden Sie einwenden, dass das längst kein Geheimnis mehr ist, Ludwig von Mises und die anderen alten und neuen Vertreter der Österreichischen Schule schreiben ja darüber. Aber erstens kennen 99 Prozent der Bevölkerung das Wesen des Geldes noch nicht und zweitens nicht den oben erklärten Zusammenhang. Das Schöne an diesem Geheimnis und der damit verbundenen Informationsineffizienz ist, dass den vielen nicht eingeweihten Helfershelfern die Brisanz dieses Themas nicht bewusst ist. Daher finden Sie immer mehr Artikel über die Österreichische Schule in den Medien, wenn auch längst nicht genug. Das liegt daran, dass auch die Chefredakteure und vermutlich die meisten Herausgeber gar nicht zum innersten Zirkel der eigentlichen Machtelite gehören. Was ich Ihnen hier mitgebe, wissen nur die ganz oben an der Spitze der Pyramide.
    Für jeden Libertären und jeden normalen, geistig gesunden Menschen muss daher die wichtigste Aufgabe sein, das Geldmonopol zu attackieren. Das kommt so schön unschuldig daher: Lasst doch die Menschen entscheiden, welches Geld sie benutzen. Klingt für jeden einleuchtend und ist es ja auch. Jeder libertäre Politiker, der die Chance ungenutzt lässt, dieses Thema in die Medien zu bringen, ist nicht auf Ihrer Seite oder schlicht dämlich.

    Wer das Geldmonopol abschafft, bricht gleichzeitig die Macht der Banken, Logen und Geheimdienste, also aller üblichen Verdächtigen. Denn ohne das Geldmonopol können sich die Staaten nicht finanzieren. Die aktuell größte Gefahr für das System ist daher die digitale und dezentrale Währung Bitcoin, wie die EZB bereits erkannt hat. Es wird zwar Versuche geben, Bitcoins zu verbieten, aber das muss scheitern, weil sie völlig anonym und dezentral gehandelt werden können. Es ist durchaus möglich, dass Bitcoins oder eine andere dezentrale Währung zum Zerstörer aller Staaten werden.
    Der Geldadel hat das Problem natürlich bereits erkannt. Daher werden jetzt unter anderem von Rockefellers Club of Rome andere Geldsysteme propagiert, die alle ein Monopol voraussetzen, also Freigeld, zinsloses Geld, Schwundgeld, fließendes Geld, Monetative und so weiter. Dieses Geld würde nach dem Arcanum der Templer natürlich nur angenommen, wenn es per Gewalt durchgesetzt wird. Gelockt werden die ahnungslosen Bürger mit der Kritik am Zins, die schon die Nationalsozialisten verbreiteten und auch eine Zeitlang die Kirchen aller Konfessionen, als sie noch die direkte Macht hatten. Der Islam verbietet noch heute den Zins in den Ländern, in denen er über das Gewaltmonopol verfügt. Die Kritik am Zins habe ich bereits an mehreren Stellen widerlegt.

    Der Versuch, uns zinsloses Geld schmackhaft zu machen, ist nichts anderes als der Versuch, die Macht der Logen zu erhalten. Es ist vermutlich auch eine der Methoden, wie man uns eine Weltwährung schmackhaft machen wird: Wollt ihr die total zinslose Währung? Jaaaaaaa!
    So stellen sich die Psychopathen das jedenfalls vor. Die Verbreitung der Idee vom zinslosen Geld ist einer der besten Belege dafür, dass wir in einer pathologischen Plutokratie leben. Denn die meisten, die diese Idee verbreiten, tun dies ja nicht aus böser Absicht, sondern aus ehrlicher Überzeugung.

    Das neue Buch von Oliver Janich.

    An der Problematik des Geldwesens können Sie auch erkennen, warum die Vereinigten Staaten von Europa nur eine Vorstufe zu den Vereinigten Staaten der Welt sein sollen. Wenn nur Europa ein schwindsüchtiges Geld einführen würde, würde alles Kapital sofort fliehen. Heute besteht nur der Vorteil, dass sich das Fed-Kartell bereits über die ganze Welt ausgebreitet hat und alle Währungen schwindsüchtig sind. Länder, die versuchen, ein anderes Geldsystem einzuführen, wie beispielsweise Libyen, das eine goldgedeckte Währung, den Gold-Dinar für den ganzen arabischen Raum wollte, werden weggebombt.
    Wenn Sie einen Blick in die Geschichte werfen, erkennen Sie, dass das Ergebnis fast jeden Krieges die Einführung eines Geldmonopols mit ungedeckter Währung war. Gleichzeitig können Sie erkennen, dass diese Kriege – in der Regel auf beiden Seiten – von den Banken finanziert wurden, die später Teil des Bankenkartells, also an die Zentralbank angeschlossen waren. Beispielsweise war die Reichsmark vor dem Ersten Weltkrieg zwar auch eine Monopolwährung, aber sie war immerhin mit Gold gedeckt. Daher lag die Abgabenquote auch deutlich unter zehn Prozent und die deutsche Wirtschaft war als Folge des geringen Staatseinflusses die stärkste der Welt. So können Sie alle Kriege durchgehen, das Resultat war immer dasselbe: Die Banker hatten das Monopol auf Geld und damit die Macht.

    Jetzt wissen Sie, woran das liegt – am schmutzigsten Geheimnis der Welt: dem Arcanum der Tempelritter.
    Den ultimativen Beweis dafür, was das eigentliche Ziel ist, liefert im Übrigen unser eigenes Grundgesetz. Artikel 24 lautet:
    Der Bund kann durch Gesetz Hoheitsrechte auf zwischenstaatliche Einrichtungen übertragen.
    (1a) Soweit die Länder für die Ausübung der staatlichen Befugnisse und die Erfüllung der staatlichen Aufgaben zuständig sind, können sie mit Zustimmung der Bundesregierung Hoheitsrechte auf grenznachbarschaftliche Einrichtungen übertragen.
    Der Bund kann sich zur Wahrung des Friedens einem System gegenseitiger kollektiver Sicherheit einordnen; er wird hierbei in die Beschränkungen seiner Hoheitsrechte einwilligen, die eine friedliche und dauerhafte Ordnung in Europa und zwischen den Völkern der Welt herbeiführen und sichern.
    Zur Regelung zwischenstaatlicher Streitigkeiten wird der Bund Vereinbarungen über eine allgemeine, umfassende, obligatorische, internationale Schiedsgerichtsbarkeit beitreten.

    Allen Beteiligten bei den Beratungen war klar, dass dieser Artikel zur Vorbereitung einer Weltregierung dient. Prof. Frank Schorkopf von Institut für Völkerrecht und Europarecht der Universität Göttingen schreibt zu den Beratungen zum Grundgesetz: „Dabei waren sich die Beteiligten einig, dass der Weg zu einer Weltregierung über ein geeintes Europa werde erfolgen müssen.
    Wir müssen uns allerdings nicht auf die Einschätzung des Professors verlassen. Inzwischen wurden auch die Protokolle des Parlamentarischen Rates, der das Grundgesetz formulierte, veröffentlicht. In der Diskussion um die Formulierungen „kollektive Sicherheit“ und „dauerhafte Ordnung in Europa“ in Absatz 2 von Artikel 24 sagt Dr. Carlo Schmid (SPD) am 10. November 1948 zum späteren Bundespräsidenten Theodor Heuss (FDP): „Die Weltstaatbemühungen in allen Ehren! Die Idee ist des Schweißes der Edlen wert. Man sollte aufhören, bei diesen Dingen immerzu von Utopien zu sprechen, wie man es gern tut, um es sich leicht zu machen. Aber ich glaube nicht, dass wir zur Weltregierung kommen werden, ohne vorher durch Europa gegangen zu sein.“

    Der Vorsitzende des Parlamentarischen Rates, Hermann von Mangoldt (CDU) antwortet: „Wenn man den Einwand hat: Ihr habt hier die Einwilligung in Beschränkungen der eigenen Hoheitsrechte nur für die europäische Ordnung vorgesehen (in Absatz 2; Anm. OJ), so lässt darüber hinaus der Absatz 1 alle Möglichkeit in weltweitem Sinn offen.
    Das heißt, 1948 wurde nicht nur die Europäische Union, sondern bereits eine Weltregierung geplant und als Möglichkeit im Grundgesetz verankert! Und jeder, der behauptet, es werde eine Weltregierung angestrebt, wird mehr als 70 Jahre später als Verschwörungstheoretiker bezeichnet!
    Ein besonders eigenwilliger Treppenwitz der Geschichte ist wohl, dass der Theodor-Heuss-Preis 2013 an Daniel Cohn-Bendit ging, der wegen seiner Äußerungen zu Sex mit Kindern in die Kritik geriet. Heuss war mit Carlo Schmid einer der Väter des Grundgesetzes.

    Oder in Abwandlung des vom kürzlich verstorbenen Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki gern verwendeten Brecht-Zitates:
    Und so sehen wir betroffen: Den Vorhang zu und keine Fragen offen.
    Quelle
    Dieser Text ist ein Auszug aus: Oliver Janich: Die Vereinigten Staaten von Europa. 512 Seiten. 19,99 € (D), 20,60 € (A). FinanzBuch Verlag München.

    Der Autor:

    Oliver Janich, freier Journalist und Buchautor, schrieb unter anderem für Focus, Süddeutsche Zeitung und Euro am Sonntag. Als einer der ersten Journalisten wies er darauf hin, dass durch den Lissabon-Vertrag die Wiedereinführung der Todesstrafe erlaubt ist. Im Januar 2010 erregte seine Titelgeschichte über Widersprüche in der offiziellen Theorie zu 9/11 großes Aufsehen.


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    Europäische Steuergelder begehrt: Russland will von der Ukraine Bares sehen

    Russland ist bereit, der Ukraine beim Gas-Preis entgegenzukommen. Zuerst müsse Kiew jedoch endlich einige der offenen Rechnungen bezahlen. Die Russen fürchten, dass Kiew das Geld von den europäischen Steuerzahlern anderweitig verwenden könnte und in einigen Wochen wieder pleite ist.

    Im Streit um russische Gaslieferungen an die Ukraine ist die Regierung in Moskau zu Gesprächen über Preissenkungen bereit. Bedingung sei aber, dass die Ukraine zuvor offene Rechnungen über rund 2,2 Milliarden Dollar zahle, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak am Freitag. Die Regierung der Ukraine hatte am Donnerstag ein umgekehrtes Vorgehen gefordert: Erst müsse Russland den Preis senken, dann werde die Ukraine Rechnungen bezahlen.


    Derzeit berechnet Moskau der Ukraine 485 Dollar für 1000 Kubikmeter Gas. Der stellvertretende ukrainische Energieminister Ihor Didenko hatte eine Preissenkung auf 268,50 Dollar gefordert. Wenn das geschehe, werde die Ukraine bis Ende Mai vier Milliarden Dollar an Russland überweisen.


    Nowak ließ am Freitag offen, wie weit er den Preis senken würde. Er sagte aber, zum 1. April habe die Ukraine einen Zahlungsrückstand von 2,23 Milliarden Dollar gehabt. Diese Summe müsse vor Gesprächen über Preissenkungen gezahlt werden. Seitdem sei der Zahlungsrückstand auf aktuell etwas mehr als 3,5 Milliarden Dollar angewachsen. Am Donnerstag hatte Nowak noch erklärt, die Ukraine werde wohl selbst einen auf 100 Dollar gesenkten Preis nicht zahlen können, weil das Land derzeit komplett zahlungsunfähig sei.
    Die europäischen Steuerzahler müssen die Ukraine durch “Hilfskredite” der EU und des IWF flüssig halten. Kiew hatte ursprünglich angeündigt, von dem Geld auch die offenen Rechnungen bei Gazprom zu bezahlen. Doch die Russen fürchten, dass die Ukraine schon so unter Druck steht, dass sie das ganze Geld für den Schuldendienst benötigt.


    Das Bailout-Programm für Kiew dient vor allem der Abwendung eines Finanzcrashs. Europäische Banken sind immer noch massiv in Russland im Risiko, genz besonders die österreichischen Banken (hier).

    Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...e-bares-sehen/

    Hier gibt es auch schon die ersten Schätzungen!

    Ukraine: Österreichs Banken müssen mit massiven Verlusten rechnen

    Österreichische Banken haben europaweit das höchste Auslands-Investment in der Ukraine. Die Folgen der Krim-Krise spüren die Institute bereits. Die Erste Bank musste einen Gewinn-Einbruch von 87 Prozent hinnehmen.
    weiterlesen: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...usten-rechnen/

    Jaaaa! Hypo Alpe Adria, Erste und RZB in der Ukraine, Unicredit (BA) haben auch noch gewaltige Leichen im Keller, BAWAG - PSK sind sowieso schon in US-Maffia Besitz!
    Jetzt kommen noch die Ausfälle wegen Sanktionen gegen Russland dazu!
    Perfekt, nur kann das keiner mehr bezahlen!

    Gestern standen wir vor dem Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter!
    Lasst aber Bankenmaffia und Politiker den Vortritt!

    LG


  6. #6
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    Stresstest bestanden? Nein, die Eurozone ist pleite

    Es ist schon bemerkenswert, wie die Medien den Stresstest der Banken in der Eurozone mehr oder weniger als bestanden erklären. Sie gehen her und verkünden, da statt den befürchteten 30 Banken die nicht bestehen würden, nur 25 der 130 untersuchten durchgefallen sind, ist alles gut. Auch das mittlerweile 12 dieser Institute ihr Eigenkapital schon während des Tests erhöhten und unter dem Strich nur 13 Banken den Test wirklich nicht bestanden haben, ist ein sehr gutes Zeichen meinen sie. Unter den 13 Durchfallern sind zwei Institute aus Griechenland, eines aus Zypern, die französisch-belgische Dexia sowie gleich vier italienische Banken. Das grösste Kapitalloch fand die EZB bei der italienischen Monte dei Paschi, der 2,1 Milliarden Euro fehlen.


    Das Problem mit den sogenannten Wirtschaftsjournalisten ist, sie können nicht lesen oder verstehen die Fachausdrücke und Zahlen nicht. Denn, wenn sie den Bericht der EZB "AGGREGATE REPORT ON THE COMPREHENSIVE ASSESSMENT" richtig studiert und verstanden hätten, würden sie über den Zustand des Bankensystem der Eurozone ganz anders berichten. Nämlich, die Situation ist katastrophal, ja sogar beängstigend!!!

    Ich kann auch die Aussage von EZB-Vizepräsident Vitor Constancio, "diese noch nie dagewesene tiefgehende Prüfung der Bilanzen wird das Vertrauen der Öffentlichkeit in den Bankensektor stärken," überhaupt nicht verstehen, denn das ist voll an der Wahrheit vorbei. Das wirkliche Problem ist doch nicht der Zustand der Banken an sich im Einzelnen gesehen, sondern wie zahlungsfähig sind alle Kreditnehmer die sich Geld bei den Banken geliehen haben?

    Das heisst, kann das geliehene Geld überhaupt noch zurückgezahlt werden oder muss man die Summe als Verlust abschreiben? Dann sieht die Situation ganz anders aus. Man hat auf die Schnelle, weil der Termin 4. November drängt, die zentrale Bankenaufsicht mit 1'000 Angestellten auf die Beine gestellt und gleichzeitig den Test durchgeführt. Ab diesem Datum soll nämlich die Bankenunion beginnen. Deshalb hat man einen Erfolg gemeldet, nur 13 Banken sind durchgefallen, aber das wirkliche Bild über die Schuldenwirtschaft in der Eurozone verschleiert.

    Statt nur die Pressmitteilung der EZB ungeprüft nachzuplappern, hätten die Profijournalisten (lach) den oben genannten Bericht komplett lesen sollen. Tief darin versteckt würden sie folgendes entdecken, Zahlen die einem nur Angst machen können. Auf Seite 67 des Bericht steht nämlich:

    "Due to the fact that on average banks' internal definitions were less conservative than the simplified EBA approach, the application of the simplified approach led to an increase in NPE stock of €54.6 billion from €743.1 billion to €797.7 billion. The CFR and the projection of findings led to an additional increase in NPE of €81.3 billion, resulting in a total increase €135.9 billion to €879.1 billion of post-CFR NPEs across the participating banks as a result of the AQR. The impact of the application of the EBA simplified approach and the credit file review on the stock of NPEs varied amongst debtor geographies, with overall increases among SSM debtor geographies ranging from 7% to 116%."

    Ich übersetze diesen Text nicht nur ins Deutsche sondern auch aus dem Fachchinesisch ins Verständliche.

    Da die Banken weniger streng den Zustand der Kredite bewertet haben als wir (EZB) es tun, haben die faulen Kredite (NPE) in den Büchern der Banken sich um €54,6 Milliarden von €743,1 Milliarden auf €797,7 Milliarden erhöht. Mit faulen Krediten ist gemeint, diese werden nicht mehr von den Schuldnern bedient, also weder Zinsen gezahlt noch Tilgung vorgenommen. Während der Prüfung des Kreditbestandes (CFR) haben wir weitere faule Kredite in Höhe von €81,8 Milliarden entdeckt, was eine Gesamterhöhung von 135,9 Milliarden ausmacht und die Summe der faulen Kredite auf €879,1 Milliarden bringt. Die Auswirkung unserer strengeren Prüfung der faulen Kredite war unterschiedlich je nach Standtort des Schuldners, mit einem Anstieg von 7 bis 116 Prozent.

    Das heisst, der Stresstest hat zusätzlich Kredite die nie mehr zurückgezahlt werden in Höhe von 135,9 Milliarden Euro in den Büchern der Banken gefunden, mehr als sie selber angegeben haben. Die Summe aller Kredite die bei den Banken der Eurozone faul sind und womöglich verloren gehen beläuft sich somit auf sagenhafte 879,1 Milliarden Euro!!!

    Hallo, das ist eine unvorstellbare Summe die sich sehr wahrscheinlich in Luft auflöst. Damit ihr euch vorstellen könnt was diese Zahl bedeutet, das Brutto Inlandsprodukt der Eurozone (BIP), also die Gesamtleitung der Wirtschaft mit allem Drum und Dran, summiert sich auf 9,6 Billionen Euro. Dann sind 879 Milliarden Euro an Kreditverlust ca. 9 Prozent des BIP der Eurozone. Das bedeutet für mich, die Eurozone mit seinen Banken ist pleite, egal wie sie das Ergebnis des Stresstest schönreden!!!

    Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Stresstest bestanden? Nein, die Eurozone ist pleite http://alles-schallundrauch.blogspot...#ixzz3HOdYJdrM

    LG

  7. #7
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    Stresstest bestanden? Nein, die Eurozone ist pleite

    Es ist schon bemerkenswert, wie die Medien den Stresstest der Banken in der Eurozone mehr oder weniger als bestanden erklären. Sie gehen her und verkünden, da statt den befürchteten 30 Banken die nicht bestehen würden, nur 25 der 130 untersuchten durchgefallen sind, ist alles gut. Auch das mittlerweile 12 dieser Institute ihr Eigenkapital schon während des Tests erhöhten und unter dem Strich nur 13 Banken den Test wirklich nicht bestanden haben, ist ein sehr gutes Zeichen meinen sie.
    Zitat Zitat von Poli
    Der Mensch neigt von Natur aus zur Leugnung oder Lügen oder gegenseitiger Beruhigung... ein Schutzmechanismus, nicht sehr viel mehr als ein Instinkt (oder "frisch" vom Baum)...
    ... Es ist ja nicht nur so, dass in der Politik und den Medien nahezu alles "schön-geredet" und verdreht wird... und das Volk immerzu belogen, betrogen und getäuscht wird... und beunruhigendes zur Weltwirtschaft und auch zu den Erdveränderungen (besonders in den deutschen Medien) "unter den Teppich gekehrt", verdreht oder verschleiert wird... es ist oder kommt noch schlimmer... das Volk WILL sogar getäuscht und beruhigt werden... und wehe dem, der dazu negatives verkündet oder (berechtigt) warnt, denn alles ist und hat gefälligst gut zu bleiben!
    Alle lügen sich selbst und anderen (zur Beruhigung) am liebsten die Hucke voll (alles ist und wird gut oder schlimmstenfalls nur halb so schlimm), die Politiker UND auch das Volk selbst... ganz besonders uns verwöhnten und selbstgefälligen Deutschen sehe ich noch besonders tief fallen, "vom hohen Ross"...

    Geändert von Polspringer (28.10.2014 um 19:05 Uhr)

  8. #8
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    Citi-Vorschlag gegen drohende Deflation: EZB soll Bürger beschenken

    Hunderte Euro für jeden Bürger - geschenkt. So soll die EZB die drohende Deflation bekämpfen, fordert der Citi-Chefökonom Willem Buiter im SPIEGEL. Das Verbot der direkten Staatsfinanzierung hält der Banker für ein Desaster.



    Hamburg - Willem Buiter, Chefökonom des US-Finanzkonzerns Citigroup, fordert eine Änderung der Europäischen Verträge zur Verhinderung einer Deflation in der Eurozone. Der Artikel 123, der der Europäischen Zentralbank (EZB) die direkte monetäre Staatsfinanzierung verbietet, sei ein "Desaster", sagte Buiter dem SPIEGEL. Buiter sieht nur einen Weg, wie die EZB eine drohende Deflation bekämpfen könne: über das Konzept des sogenannten Helikopter-Geldes, bei dem die Zentralbank Geld direkt an die Bürger verschenkt, zur Förderung des Konsums. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)




    Buiter fordert dabei ein abgestimmtes Vorgehen von Politik und Notenbanken. Der Staat müsse die Volkswirtschaft mit Reformen wettbewerbsfähig machen, gleichzeitig aber Geld etwa in Infrastruktur investieren oder an die Bürger vergeben, um den Konsum zu fördern. Finanzieren soll das die Notenbank - über den Kauf von Staatsanleihen. Diese direkte Form der Staatsfinanzierung widerspricht nicht nur dem Artikel 123, sondern auch dem Selbstverständnis europäischer Notenbanker.


    "Unabhängigkeit bedeutet nicht, das Telefon nicht mehr abzunehmen, wenn der Finanzminister anruft", findet jedoch Buiter. "Unabhängigkeit bedeutet, das Recht zu haben, Nein zu sagen." Kooperation und Koordination von Geld- und Fiskalpolitik seien damit "perfekt vereinbar".


    Deutsche Ökonomen jedoch warnen vor Helikopter-Geld für die Bürger. "Womöglich schlagen sich die Menschen nur um die gleiche Menge an Gütern - dann steigen die Preise zwar, aber die Wirtschaft springt nicht an", warnt etwa der Kölner Ökonom Thomas Mayer, früher Chefvolkswirt der Deutschen Bank.
    Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...a-1011127.html

    ...klingt nach einer "Spiegel Ente" um an Abos zu kommen.

    LG

  9. #9
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    Deflation

    Also ich hätt nix dagegen .... gegen eine Deflation ; )
    Was auch immer du tust, handle klug und bedenke das Ende


  10. #10
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    Der sichere Tod des Euro

    Peter Boehringer im Gespräch mit Oliver Janich
    Peter Boehringer spricht mit Oliver Janich über die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten und über die Entscheidung der Schweizer Nationalbank, den Franken vom Euro zu lösen.


    Seit ganz genau der Einführung des EUR-Franken-Pegs am 6.9.2011 prangert Peter Boehringer den damaligen absurden Schritt der Schweizer Nationalbank (SNB) an.

    Dieser hatte die SNB nach einer Bilanzverlängerung mit (großteils) Euro-Papieren inzwischen an den Rand des Ruins durch seit 2011 aufgestaute Abschreibungen auf diese toxischen Weichwährungs-Papiere geführt.

    Schon nur der nun sehr sichere Sturz des Euros auf oder (seiner Einschätzung nach) mittelfristig sogar unter die Parität zum Franken wird die SNB und damit die Schweizer Kantone und Bürger bereits geschätzte 50 Mrd Franken kosten (!). U.U. mehr, falls der Franken weiter gegen den EUR aufwertet oder falls man für mehr als die von ihm unterstellten ca. 250 Mrd Franken EUR-Papiere auf der Bilanz hat!



    Planwirtschaft führt immer in den Ruin!

    Der Markt ist auf lange Sicht stärker. Der jetzige Schritt der Schweiz ist gerade noch rechtzeitig erfolgt. Vergleichbar mit diesem Wahnsinn sind übrigens auch die Target2-Forderungen der Bundesbank, die am Tag x des EUR-Zusammenbruchs aber dann nicht nur um 20% (wie heute die EUR-Bonds auf der SNB-Bilanz), sondern um 100% abwerten werden!

    Die Bundesbank ist dann über Nacht 100-fach überschuldet! Und an dem Tag kommen über die EZB dann nochmals ein paar Hundert Milliarden an Totalabschreibungen hinzu! Der Kreditkaskadenwahnsinn wird dann brechen!

    Aber die Lügenpresse leugnet das ja alles seit vielen Jahren und berichtet stattdessen von Schäubles absurder “Null-Neuverschuldung”… Hätte man auf die Euroskeptiker gehört, wäre Deutschland und seine Infrastruktur heute keine Investitionswüste, sondern ein Hochglanz-Powerhouse.
    Quelle: http://krisenfrei.de/der-sichere-tod...ro/#more-18469


    LG

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