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Thema: Die FED - Federal Reserve US-Notenbank

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    Die FED - Federal Reserve US-Notenbank

    Die US-Notenbank Federal Reserve kauft in immer schwindelerregenderer Höhe amerikanische Staatsschulden auf

    Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) schöpft Hunderte von Milliarden Dollar praktisch aus dem Nichts und kauft mit diesem Geld amerikanische Staatsanleihen und hypothekenbesicherte Wertpapiere und zieht sie so aus dem Verkehr. Seit Mitte 2008 haben diese Käufe dazu geführt, die Bilanz der Fed von einer Gesamthöhe von unter einer Billion Dollar auf fast vier Billionen Dollar aufzublähen. Dies ist mit Abstand die umfassendste geldpolitische Intervention einer Zentralbank in der bisherigen Geschichte.



    Die designierte neue Fed-Chefin Janet Yellen erklärte bereits, sie gehe nicht davon aus, das die anhaltende Lockerung der Geldpolitik bald enden werde, da »der wirtschaftliche Aufschwung immer noch sehr fragil« sei. Aber, wie bereits an anderer Stelle dargelegt, steht auch fest, dass diese Politik des »Quantitative Easing« (QE, »Quantitative Lockerung« der Geldpolitik) dem Durchschnittsbürger auf der Straße keinerlei Vorteile gebracht hat. Allerdings hat diese lockere Geldpolitik dafür gesorgt, dass die Aktienkurse in ungeahnte Höhen schossen. Unglücklicherweise hat sich diese Aktienmarktblase in jeder Hinsicht von der Realwirtschaft abgekoppelt. Und sollte dieser »billige Geldfluss« einmal versiegen, wird die Blase einfach platzen.

    Erinnern Sie sich nur daran, was geschah, als der jetzige Fed-Chef Ben Bernanke andeutete, die Fed könnte die zusätzlichen Liquiditätsströme etwas eindämmen und die Politik des »Quantitative Easing« etwas zurückfahren. Allein dies reichte schon aus, auf den Märkten für massive Turbulenzen zu sorgen. Aus diesem Grunde kann die Fed überhaupt nicht damit aufhören, immer weitere Schulden aufzukaufen. Sobald die Fed damit aufhörte, stürzten unsere Finanzmärkte in eine Krise, die weitaus schlimmer als die Erschütterungen von 2008 ausfiele. Dies liegt zum überwiegenden Teil daran, dass die Probleme, die 2008 unser Finanzsystem abstürzen ließen, niemals wirklich gelöst wurden. Sie wurden lediglich vorübergehend mit den Billionen »billigen Geldes« von der Fed überdeckt. Die ständige Ausweitung der Geldmenge hielt die Aktienkurse künstlich hoch und die Zinsen ebenso künstlich auf einem extrem niedrigen Niveau.

    Gegenwärtig kauft die Fed allmonatlich amerikanische Staatsschulden und hypothekenbesicherte Wertpapiere in einem Umfang von annähernd 85 Mrd. Dollar. Der Umfang der Käufe amerikanischer Staatsanleihen soll, so sagt man uns, bei etwa 45 Mrd. Dollar monatlich liegen; aber wer weiß schon, was die Fed tatsächlich hinter den Kulissen so alles macht. Wie auch immer, indem die US-Notenbank Geld aus dem Nichts schöpft und damit dann amerikanische Staatsanleihen aus dem Verkehr zieht, monetarisiert sie faktisch in immer schwindelerregenderer Höhe amerikanische Staatsschulden. Aber genau dies bestreiten Vertreter der Fed immer wieder. So wies der Direktor der Federal Reserve Bank of Atlanta, Dennis Lockhart, bereits im April diesen Vorwurf scharf zurück. »Ich lehne die Sichtweise ab, dass die Fed die Schulden monetarisiert«, sagte er.

    Wie kann die Fed offiziell glaubwürdig bestreiten, dass sie die Staatsschulden monetarisiert? Indem sie verspricht, die ganzen Schuldpapiere, die sie derzeit kauft, eines Tages wieder zu verkaufen. Und da die Fed nun einmal alle diese Staatschulden nicht auf ewig in ihrer Bilanz mitschleppen will, kann man, zumindest nach ihrer verqueren Logik, eben nicht davon sprechen, dass sie die Schulden monetarisiere. – Versuchen Sie bitte, Ihr Lachen zu unterdrücken. Aber zu einem Verkauf dieser Papiere wird es natürlich niemals kommen. Weil es einfach unmöglich ist, dass die Fed jemals in der Lage sein könnte, ihre rücksichtslose Geldschöpfung so mir nichts, dir nichts einzustellen und dann in einer grandiosen Kehrtwende die drei Billionen Dollar an Staatsschulden und hypothekenbesicherten Wertpapieren, die sie seit 2008 angehäuft hat, wieder auf den Markt zu werfen. Ein Blick auf die Grafik zeigt dies. Gibt es in dieser Kurve irgendein Anzeichen dafür, dass die Fed jemals ihre Politik des »billigen Geldes« beenden könnte?...

    Vergessen Sie nicht: Allein schon die zarte Andeutung, die Fed könnte das Ausmaß ihrer Aufkäufe geringfügig zurückschrauben, reichte vor wenigen Wochen aus, um auf den Märkten Panikstimmung zu verbreiten. Sollte sich die Fed eines Tages tatsächlich entscheiden, ihre lockere Geldpolitik zu beenden, würden die Aktienkurse abstürzen und die Zinsen in die Höhe schnellen, da die Nachfrage nach amerikanischen Staatsanleihen massiv einbrechen würde. In den vergangenen Monaten war bereits schon ein deutlicher Zinsanstieg zu verzeichnen, obwohl die Fed immer noch an ihrer lockeren Geldpolitik festhält.

    Bereits jetzt ist die Fed einer der größten Abnehmer amerikanischer Staatsschuldenpapiere auf dem Markt. Laut der Internetplattform Zero Hedge erklärte Drew Brick von der schottischen RBS vor Kurzem zu der gigantischen Höhe der Staatsschulden, die von der Fed aufgekauft werden:
    »Legt man den Sechs-Monats-Durchschnittswert zugrunde, kauft die Fed gemessen an Zehn-Jahres-Äquivalenten gegenwärtig den Rekordwert von 70 Prozent aller Nettoangebote. Dies erzeugt die bisher größte Abhängigkeit von der Fed in der Geschichte!«
    Bereits jetzt hält die Fed insgesamt 37,5 Prozent aller Zehn-Jahres-Äquivalente, und dieser Anteil steigt Woche für Woche um 0,3 Prozent an. Wenn die Fed an dieser Vorgehensweise nicht festhielte, würden die Finanzmärkte in sich zusammenbrechen, weil sie nur durch die Liquiditätsspritzen der Fed am Leben erhalten werden.

    Aber wenn die Fed an diesem Kurs festhält, wird der Rest der Welt immer deutlicher erkennen, dass die amerikanische Notenbank nichts anderes tut als Staatsschulden aufzukaufen, und damit verhält sie sich genauso wie die Weimarer Republik. Der Rest der Welt verfolgt die Vorgehensweise und die Maßnahmen der Federal Reserve genau, und langsam beginnen diese Länder, einige unbequeme Fragen zu stellen. Warum sollten sie den Dollar weiterhin als Weltreservewährung im gegenseitigen Handel akzeptieren, wenn die Fed Geld praktisch aus dem Nichts schöpft und damit die Dollarreserven dieser Länder immer weiter abwertet? Und warum sollten sie damit fortfahren, den USA weiterhin Billionen von Dollar zu extrem niedrigen Zinsen, die weit unterhalb der Inflationsrate liegen, zu leihen, wenn die amerikanische Regierung bereits in ihren Schulden zu ertrinken droht und das Geld, mit dem diese Schulden beglichen werden sollen, jeden Tag weiter an Wert verliert?

    Die Federal Reserve ist in ein hochgefährliches Minenfeld geraten. Will sie das gegenwärtige Weltwährungssystem erhalten, muss sie ihre rücksichtslose Politik des Gelddruckens irgendwann in der kommenden Zeit einstellen, denn sonst wird sich einfach der Rest der Welt aus diesem System verabschieden. Will sie aber so weitermachen wie bisher und ihre lockere Geldpolitik zu einem permanenten Bestandteil des amerikanischen Finanzsystems machen, wird sie diesen Weg bis zum bitteren Ende gehen müssen, d.h. sie wird gezwungen sein, die gesamten amerikanischen Staatsschulden aufzukaufen.

    Schon jetzt steckt die Fed in der Mitte dieses »Niemandslandes« fest und ist dazu übergegangen, einen bedeutenden Anteil der amerikanischen Staatsverschuldung zu monetarisieren, während sie zugleich nach außen hin versucht, den Eindruck zu erwecken, dass sie genau das nicht tut. Diesen Spagat wird sie nicht unendlich lange durchhalten können. Irgendwann wird die Fed eine Entscheidung treffen müssen. Gegenwärtig scheint sie darauf zu hoffen, dass sich die Lage bald »normalisiert« und sie dann den Aufkauf der Staatsschulden beenden werde. Selbst Janet Yellen räumt ein, dass die »Quantitative Lockerung « nicht endlos fortgesetzt werden kann. Andererseits schränkte sie diese Einsicht am vergangenen Donnerstag gleich wieder ein und erklärte, man müsse vermeiden, die Politik des QE abrupt zu beenden, insbesondere dann, wenn »der Aufschwung noch ein zartes Pflänzchen« sei. Die lockere Geldpolitik hält in der einen und anderen Form heute bereits seit fünf Jahren an. Wird sie jemals enden? – Und wenn, wie massiv wird der dann unvermeidlich folgende Finanzcrash ausfallen?

    Mit jedem verstreichenden Tag sinkt das Vertrauen der restlichen Welt in den US-Dollar und in unser Finanzsystem weiter und weiter. Hält die Fed an ihrem rücksichtslosen Vorgehen fest, wird sich der Rest der Welt unvermeidlich immer weiter vom Dollar lösen, und auch die Bereitschaft, den USA Geld zu leihen, wird rapide abnehmen. Letztlich kann sich die Fed nur zwischen zwei schlechten Alternativen entscheiden. Der Status quo ist unhaltbar: Ein Ende der lockeren Geldpolitik würde die Finanzmärkte zusammenbrechen lassen, und ein »Weiter so« wird zu Weimarer Zuständen führen.

    Jeder, der noch alle seine Sinne beisammen hat, sollte erkennen können, dass dieses auf Schulden gründende Finanzsystem, in dessen Zentrum die Federal Reserve steht, unausweichlich ein schlimmes Ende nehmen muss. Der 100. Jahrestag der Gründung der Fed rückt immer näher, und die traurige Wahrheit lautet, dass diese Notenbank schon längst hätte abgeschafft werden müssen. Die Konsequenzen von Jahrzehnten unsinniger Entscheidungen holen uns nun ein, und es wird sehr, sehr böse enden. Ich hoffe, Sie sind darauf vorbereitet.
    Quelle

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    Fed gibt offziell Versagen zu

    Entschuldigungen scheinen in letzter Zeit immer normaler zu werden - angefangen bei den allgegenwärtigen “Twitter-Entschuldigungen” von Berühmtheiten und Stars bis hin zu den Mea Culpae skandalumwitterter Politiker. Die Öffentlichkeit hat sich daran gewöhnt, sie tagtäglich zu hören. Dass sich ein ehemaliger Mitarbeiter der Federal Reserve offiziell für seine Rolle in der ultra-lockeren Geldpolitik der Fed entschuldigte (auch QE genannt), war schon eine Überraschung.

    “Geständnisse eines Quantitativen Lockerers”, so machte das Wall Street Journal die öffentliche Entschuldigung des ehemaligen Fed-Mitarbeiters Andrew Huszar auf. Die Kernaussage des Artikels lässt sich mit folgenden Worten Huzars zusammenfassen: “Wir gingen auf große Anleihekauftour, die angeblich der Main Street [Realwirtschaft] helfen sollte. Sie wurde stattdessen zu einem fetten Braten für die Wall Street."

    Huszar gesteht öffentlich ein, für die Durchführung des Anleiheankaufexperiments, auch bekannt als quantitative Lockerungen, mitverantwortlich gewesen zu sein. Auch mit dem Vorwissen, dass die Unabhängigkeit der Fed von der Wall Street immer geringer wurde, was auch ein Grund war, warum er seinen früheren Posten bei der Fed aufgegeben hatte, entschied sich Huszar auf Anfrage der Fed zur Rückkehr, um die Hypothekenkäufe der Fed zu leiten. Er beschrieb diese Stelle als “Traumjob”.

    Huszar beschreibt das Endergebnis der ersten QE-Runde, die Anfang 2010 auslief, mit folgenden Worten. “Für die Mainstreet brachten die Anleiheankäufe der US-Zentralbank nur geringfügige Erleichterungen, für die Wall Street waren sie aber der absolute Coup. Die Banken hatten nicht nur von den niedrigeren Zinsen für Kreditaufnahmen profitiert. Durch den steigenden Wert ihrer Wertpapierbestände kamen sie zudem noch in den Genuss gewaltiger Kapitalgewinne. Hinzu kamen die dicken Provisionen, die sie mit der Vermittlung der meisten QE-Transaktionen der Fed einstrichen. 2009 hatte die Wall Street das profitabelste Jahr ÜBERHAUPT, und 2010 schien es ganz ähnlich zu laufen.”

    Er gibt offen zu, dass die Fed das QE-Programm schon nach der ersten Runde hätte stoppen sollen; er merkt zudem an, dass der “Flash Crash" von Mai 2010 der Grund gewesen sei, warum die Fed das QE-Programm weiterführte. Die Beziehung zwischen Wall Street und Zentralbank festigte sich immer mehr, so dass es für eine Rückkehr, so Haszar, einfach zu spät gewesen sei. An diesem Punkt entschied er sich auch, in den Privatsektor zurückzukehren - er behauptet, er sei “demoralisiert“ gewesen, weil QE bei der Ankurbelung der Wirtschaft gescheitert war.

    Knapp vier Jahre später hat die größte Finanzmarktintervention der Weltgeschichte inzwischen schon 4 Billionen $ gekostet und der Main Street immer noch nicht den vorhergesagten Schub gebracht. Die Wall Street hingegen genießt immer noch die Liquiditätsfüllen, was auch an den Monat für Monat steigenden Kursen und Hochs zu sehen ist. Pimco-Chef Mohammed El Erian gibt zu bedenken, dass die Fed für ihre Anstrengungen und für die eingesetzten 4 Billionen $ vielleicht einen Gewinn von nur 0,25% beim BIP bekommen hat. Dazu Stellung nehmend, räumt Huszar ein: “QE funktioniert nicht wirklich.“.

    Huszars abschließende Aussage ist freimütig und offen: “Was den Rest Amerikas angeht, viel Glück. Da durch QE in den letzten fünf Jahren unablässig Geld in die Finanzmärkte gepumpt wurde, starb auch die Dringlichkeit in Washington, die wahren Krise anzugehen – d.h. die strukturell schlecht fundierte US-Wirtschaft.

    Jetzt vergleichen Sie Huszars offenes Eingeständnis mit den jüngsten Aussagen Janet Yellens, die Thronfolgerin für das oberste Amt der Federal Reserve im nächsten Jahr. Am Mittwoch meinte sie, die Fed hätte bei der Stimulierung der Wirtschaft immer noch "einiges zu tun". Mehr brauchte die Wall Street natürlich gar nicht zu hören, um die Moral der Marktteilnehmer zu heben und die Aktienkurse weiter in die Höhe zu treiben. Der S&P 500 Index (SPX) ging mit einem neuen Allzeithoch aus dem Handel.



    “Wenn wir die wirtschaftliche Erholung heute fördern, dann ist das meiner Auffassung nach der sicherste Weg für die Rückkehr zu einem normaleren geldpolitischen Ansatz.“, Zitat Yellen. Diese Anmerkung gab den Händlern Grund zur Annahme, dass die Fed ihre ultra-lockere Geldpolitik auch noch bis ins Jahr 2014 hinein fortsetzen werde, was auch für die Wall Street extrem wünschenswert ist. Das untermauert den Eindruck, dass die Fed entschlossen ist, den Weg der aggressiv lockeren Geldpolitik auf unbestimmte Zeit weiter zu beschreiten. Im kommenden Monat oder in den kommenden Monaten müssen Trader keine “QE-Tapering-Versuche” befürchten. Es wird deutlich mehr “Indizien” brauchen, bevor die Fed bereit ist, ihre Aufkäufe von Vermögensanlagen dann im nächsten Jahr herunterzufahren.
    Quelle

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  3. #3
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    Die Fed hatte mit dem JFK-Mord nichts zu tun

    Hier muss mit einer Falschinformation endlich aufgeräumt werden, die angeblich auch ein Grund für den Mord an JFK sein soll, nämlich die Executive Order 11110, die Kennedy am 4. Juni 1963 unterschrieb. Die Behauptung ist FALSCH, damit wurde die Fed entmachtet und die Geldschöpfung dem Schatzamt übertragen. Das stimmt nicht! Es ging dabei nur um Silber-Zertifikate, die das Schatzamt während der Übergangszeit der Amtseinführung ausgeben durfte. LBJ hat auch die EO 11110 nicht aufgehoben, nach dem er durch den Mord an JFK Präsident wurde, sondern das machte erst Ronald Reagan 1987.


    Deshalb hört mit diesem Quatsch auf, die Fed und wer dahinter steht hätten auch ein Motiv gehabt, Kennedy zu ermorden. Ich bin gegen die Fed, aber man muss schon bei der Wahrheit bleiben. Es ging bei dieser Order nur um die Regelung einer Formsache während der Übergangszeit zur Amtseinführung. Ausserdem war genau das Gegenteil der Fall, denn Kennedy hatte 1961 gesagt, Silber ist ungeeignet als Geld zu dienen und wies das Schatzamt an, kein physisches Silber gegen Silber-Zertifikate mehr einzutauschen. Der Silberpreis war nämlich über einen Dollar gestiegen und das Schatzamt legte drauf durch die Einlösung.

    Ausserdem gibt es nirgends in der EO einen Hinweis auf 4 Milliarden Dollar, welche das Schatzamt als eigene Noten herausgeben darf, um die Fed zu schwächen. Es war sogar so, Kennedy hat der Fed mehr Rechte gegeben, in dem sie die Silber-Zertifikate mit 1 und 2 Dollar Banknoten ersetzen konnte. EO 11110 hatte mit einer Einschränkung der Befugnisse der Fed überhaupt nichts zu tun.

    Die Executive Order 11110 war eine Änderung der Executive Order 10289 von Präsident Harry S. Truman von 1951, in dem folgender Paragraf hinzugefügt wurde:

    SECTION 1. Executive Order No. 10289 of September 9, 1951, as amended, is hereby further amended (a) By adding at the end of paragraph 1 thereof the following subparagraph (j):

    '(j) The authority vested in the President by paragraph (b) of section 43 of the Act of May 12, 1933, as amended (31 U.S.C. 821(b)), to issue silver certificates against any silver bullion, silver, or standard silver dollars in the Treasury not then held for redemption of an outstanding silver certificates, to prescribe the denominations of such silver certificates, and to coin standard silver dollars and subsidiary silver currency for their redemption,' and (b) By revoking subparagraphs (b) and (c) of paragraph 2 thereof.

    SECTION 2. The amendments made by this Order shall not affect any act done, or any right accruing or accrued or any suit or proceeding had or commenced in any civil or criminal cause prior to the date of this Order but all such liabilities shall continue and may be enforced as if said amendments had not been made.

    John F. Kennedy,
    THE WHITE HOUSE,
    June 4, 1963.

    Auch G. Edward Griffin, der Autor des bekannten Buches über die Fed "Creature from Jekyll Island", beschrieb darin, die EO 11110 wäre unwichtig und hatte mit dem Mord an JFK nichts zu tun:

    Wenn man sich die EO 11110 anschaut wird man feststellen, es befiehlt nicht die Ausgabe von Silber-Zertifikate. Es befiehlt eine Änderung der EO 10289. Diese Funktionen schlossen nicht die Macht ein, Silber-Zertifikate herauszugeben. Die Vertreter des JFK-Mythos, Kennedy wurde ermordet weil er Silber-Zertifikate herausgeben wollte, wobei er den Bankern die gewohnte Zinszahlung auf die Landeswährung verweigerte, ist falsch. Tatsächlich war genau das Gegenteil der Fall. Bisher konnte der Präsident Silber-Zertifikate auf eigenen Befehl herausgeben. Aber mit EO 11110 delegierte er diese Befugnis auf den Finanzminister. Zu der Zeit war Douglas Dillon Finanzminister, ein Mitglied einer bekannten und mächtigen Bankiers-Familie. Das bedeutet, Kennedy übergab die Macht Silber-Zertifikate herauszugeben an ein Mitglied des Banken-Clans. Dillion hatte kein Interesse dies zu tun. Für die Behauptung, Kennedy wollte Silber-Zertifikate herausgeben und wurde deshalb von den Bankern ermordet, gibt es keine Beweise und es ist ausserdem unlogisch.

    Auch die Behauptung, die Banknoten welche das US-Schatzamt direkt herausgegeben hat, die "United States Notes" im Gegensatz zu den "Federal Reserve Notes" von der Fed, wären kurz nach dem Mord an JFK aus dem Verkehr gezogen worden, ist falsch. Die Banknoten auf denen "United States Notes" steht wurden von 1862 bis 1971 gedruckt. Die "greenbacks" wie sie auch genannt werden sind heute noch im Umlauf und ein legales Zahlungsmittel. Sie wurden hauptsächlich in den Jahren 1928, 1953, und 1963 als 1 und 2 Dollar Noten und 1966 als 100 Dollar Noten herausgegeben. Das US-Schatzamt hat per Dezember 2012 ausgerechnet, dass 239 Millionen Dollar noch in "United States Notes" zirkulieren.

    Beide Arten von Banknoten sind seit dem Goldverbot von 1933 ein legales Zahlungsmittel. Der Unterschied zwischen einer "United States Note" und einer "Federal Reserve Note" ist, die "United States Note" wird vom US-Schatzamt direkt herausgegeben und repräsentiert einen "Kreditbrief" frei von Zinsen. Die "Federal Reserve Note" wird durch Schulden gedeckt, also die Federal Reserve kauft US-Staatsanleihen oder US-Schatzanweisungen (Schuldscheine) die Zinsen kosten, um dem US-Schatzamt damit Finanzmittel für die Staatsausgaben zur Verfügung zu stellen. Ein Grossteil der Zinsen fliessen aber von der Fed wieder zurück an das US-Schatzamt als Zinserträge.

    Hier geht es überhaupt nicht um eine Verteidigung der Fed. Unbestritten sind Zentralbanken kriminelle Institutionen, welche nicht ihre Aufgabe erfüllen, die Geldwertstabilität zu sichern, sondern das Volksvermögen von unten nach oben umschichten. Aber man muss schon bei den Fakten bleiben.

    Die falschen Behauptungen zeigen mir, die meisten Leute die meinen sie wissen etwas sind nur Papageie, die was irgendwer erfunden hat nachplappern und selber nichts nachprüfen. Die Lüge über EO 11110 in die Welt gesetzt hat Jim Marrs mit seinem Buch "Crossfire". Er verdrehte die Bedeutung genau ins Gegenteil, denn JFK gab der Fed mehr Macht und nicht weniger. Solche Falschinformation lenken nur von den wahren Tätern ab und schaden der Aufklärung.

    Quelle: Alles Schall und Rauch: Die Fed hatte mit dem JFK-Mord nichts zu tun http://alles-schallundrauch.blogspot...#ixzz2ldjTOpiG
    Wenn das stimmt, was man hier http://en.wikipedia.org/wiki/Executive_Order_11110 nachlesen kann, dann muss/sollte man sich nicht unbedingt diese Bücher http://www.kopp-verlag.de/s_shop/jim-marrs.html kaufen!

    Liebe Grüße
    Bill Gates ist 100% Eugeniker!
    Leute! Denkt immer an: "Teile und herrsche", und fragt Euch wer der "Dritte" ist! Cui bono?
    1 + 1 = 2 (universell und ewig)
    Love, peace and freedom!

  4. #4
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    AW: Die FED - Federal Reserve US-Notenbank

    Federal Reserve Bank: 100 Jahre Lügen

    Das Machtkartell der internationalen Hochfinanz!

    „ In diesem Dossier erfahren Sie, wie eine Gruppe von privaten Bankiers einen Präsidenten ’macht‘, wie sie den Kongress überlistet und wie sie die Kontrolle über Regierungen und über das Geld ausübt. Als Instrument für die Erreichung ihrer Ziele dient dabei die mächtigste Bank der Welt, die Federal Reserve Bank (FED).“ Vor 100 Jahren in einer Nacht-und-Nebel-Aktion gegründet.
    Die FED gibt der Obama-Regierung für deren Staatsobligationen Dollarkredite in Billionen Höhe.
    Die dafür fälligen Zinsen gehen als Gewinn an die drei Gründerbanken der FED.
    Seit 1913 haben Letztere ihr System weltweit einführen können, außer im Einflussbereich von Russland und China. Die Macht der FED beruht auf der Macht des Dollars als Weltleitwährung. Verliert der Dollar seine Dominanz, dann verlieren auch diese Bankiers ihre Macht in der Welt.

    Kann eine verschworene Bankerclique einen Präsidenten »machen?« – Ja!
    Kann diese konspirative Gruppe den US-Kongress überlisten? – Ja!
    Kann dieses Kapitalkartell Regierungen und den gesamten Geldverkehr kontrollieren? – Ja!
    Als Instrument für die Erreichung dieser Ziele dient die mächtigste Bank der Welt, die US-Notenbank Federal Reserve – und zwar bis heute!
    Das klingt so ungeheuerlich, dass Sie es vielleicht nicht glauben können, aber es ist wahr. Seit ihrer Gründung vor 100 Jahren ranken sich viele Mythen und Verschwörungstheorien um die Fed. Zwar mag Ihnen manches, was Sie in diesem Dossier erfahren, wie eine »Verschwörungstheorie« erscheinen, aber alle Fakten sind bewiesen: Die Fed allein hält die Lizenz zum Gelddrucken.
    Die Fed allein entscheidet über die Höhe der Zinssätze. Durch ihre Geldpolitik hat die Fed Inflationen und Wirtschaftskrisen erzeugt und kann jeden Politiker aus dem Amt fegen. Erfahren Sie hier die geheime Geschichte der Gründung der US-Notenbank und ihren Einfluss auf Regierungen und Präsidenten. Autor Michael Grandt deckt die Machenschaften der mächtigsten Bank der Welt auf und belegt seine Erkenntnisse mit seriösen Quellen.
    Lesen Sie außerdem wer die wirklichen Herrscher in Washington sind, wer für den größten Börsencrash der Geschichte verantwortlich ist, was die Fed verschweigt, warum ausgerechnet der US-Kongress von der Dollarentwertung profitiert, sieben Dinge, die Sie unbedingt über das US-Finanzsystem wissen müssen.
    Die Geschichte der Fed wird auch Sie interessieren, denn ihr Handeln hat Auswirkungen auf alle Märkte weltweit und somit auch auf Ihre Ersparnisse und Kapitalanlagen. Lesen Sie hier, wer wirklich hinter der US-Notenbank steckt und wie diese »Macht« agiert.

    Inhaltsverzeichnis
    1. Unglaublich, aber wahr
    2. Der Notenbank-Putsch
    2.1 Vorgeschichte: Die manipulierte Bankenpanik von 1907
    2.2 Das Geheimtreffen auf Jekyll-Island
    2.3 Ein Präsident wird »gemacht«
    2.4 Mehr Schein als Sein
    2.5 Mahnende Stimmen
    2.6 Eine Verschwörungstheorie, die keine ist
    3. Tanz auf dem Vulkan
    3.1 Politisch korrekte Erklärungsversuche
    3.2 Politisch unkorrekte Erklärungsversuche
    4. Das Federal-Reserve-Banksystem im Überblick
    4.1 Aufbau
    4.2 Hauptaufgaben
    4.3 Geldpolitische Ziele
    4.4 Die Präsidenten der Fed
    5. Federal Reserve Bank – drei Lügen in einem Namen
    6. Wer kontrolliert die Fed?
    6.1 Nichts Bestimmtes weiß man nicht
    6.2 Der US-Kongress profitiert von der Dollar-Entwertung
    6.3 Was die Fed verschweigt
    7. Alan Greenspan, der »Finanzzauberer«
    8. Die »16-Billionen-Dollar-Frau«
    9. Was ist »Fiat Money«?
    10. Sieben Dinge, die Sie unbedingt über das
    US-Finanzsystem wissen sollten
    11. Wahr, aber unglaublich

    Wem gehört die Federal Reserve? Die Fed ist im Privatbesitz. Aktionäre sind Privatbanken
    »Viele halten die Federal-Reserve-Banken für Institutionen der Regierung der Vereinigten Staaten. Es sind aber private Monopole, die das Volk der Vereinigten Staaten ausbeuten, in ihrem eigenen Interesse und im Interesse ihrer ausländischen Kunden, im Interesse von Spekulanten im In- und Ausland und im Interesse von reichen räuberischen Geldverleihern.«
    Der Kongressabgeordnete Louis McFadden, in den 1930er Jahren Vorsitzender des Banken- und Währungsausschusses.
    Auf ihrer Website betont die Fed, sie sei kein Privatunternehmen, nicht gewinnorientiert und nicht vom Kongress finanziert. Aber stimmt das auch? Die Federal Reserve wurde 1913 als »Kreditgeber der letzten Instanz« gegründet, als Schutz vor einem Sturm auf die Banken, nachdem es 1907 zu einer besonders schweren Bankenpanik gekommen war. Aufgabe der Fed war und ist es, das private Bankensystem intakt zu halten. Das heißt, das kostbarste Gut des privaten Bankwesens zu erhalten, nämlich das Monopol auf die Schaffung der Geldmenge des Landes. Mit Ausnahme der Münzen wird heute jeder umlaufende Dollar privat als Schuld an die Federal Reserve oder das Bankensystem ausgegeben, dem die Fed vorsteht. Die Fed-Website versucht, die Rolle als Verteidiger und Beschützer dieses privaten Bank-Vereins zu beschönigen, aber schauen wir uns die Sache ein wenig genauer an. Auf der Website heißt es:
    »Die zwölf regionalen Federal-Reserve-Banken, die vom Kongress als operative Abteilungen des nationalen Zentralbanksystems errichtet wurden, sind weitgehend wie Privatunternehmen organisiert – was zu einer gewissen Verwirrung über die ›Eigentümerschaft‹ führen könnte. Beispielsweise vergeben die Reserve-Banken Aktienanteile an Mitgliedsbanken. Doch der Besitz einer Zentralbank-Aktie ist etwas anderes als der Besitz einer Aktie eines Privatunternehmens. Die Reserve-Banken arbeiten nicht gewinnorientiert, nach dem Gesetz ist der Besitz einer bestimmten Menge an Aktien die Bedingung für die Mitgliedschaft im System. Die Aktie darf weder verkauft, gehandelt noch als Sicherheit für einen Kredit hinterlegt werden, die Dividende ist gesetzlich auf sechs Prozent jährlich festgelegt. Im Internet kursiert eine Liste der wichtigsten Eigentümer, darunter Bankiersfamilien wie Rothschild, Lazard Frères, Kuhn Loeb, Warburg, Goldman Sachs, Rockefellers Chase Manhattan, JP Morgan.«
    »Die Federal Reserve wird als unabhängige Zentralbank betrachtet, denn ihre Entscheidungen müssen weder vom Präsidenten noch von einem anderen Vertreter der Exekutive oder Legislative ratifiziert werden, sie erhält keine Mittelzuweisungen vom Kongress und die Amtszeit der Mitglieder des Vorstands (Board of Governors) erstreckt sich über mehrere Amtszeiten eines Präsidenten oder Legislaturperioden des Kongresses.«
    »Die Gewinne der Federal Reserve stammen vornehmlich aus den Zinsen auf US-Staatsanleihen, die durch Offenmarktgeschäfte erwirtschaftet werden. … Nach Deckung ihrer eigenen Ausgaben überweist die Federal Reserve die restlichen Gewinne an das US-Finanzministerium.«


    Federal Reserve – 100 Jahre Lügen, Autor und Finanzexperte Michael Grandt zu Gast bei Herbert H. Jungwirth.


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    Geld regiert die Welt:
    Von Babylon, der City of London bis zur Federal Reserve


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    AW: Die FED - Federal Reserve US-Notenbank

    Federal Reserve erhöht die Zinsen, bleibt aber vorsichtig

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten

    Die US-Notenbank Federal Reserve hat zum ersten Mal seit zehn Jahren den Leitzins erhöht, will jedoch nur maßvoll weitermachen. Immerhin: Die monatelang antizipierte Zinswende ist vollzogen.

    Janet Yellen nach der ersten Zinserhöhung seit sieben Jahren in Washington. (Foto: dpa)

    Der Leitzins in den USA steigt erstmals seit fast zehn Jahren. Die Notenbank Fed erhöhte ihn am Mittwoch auf 0,25 bis 0,5 Prozent.

    Zurückhaltende Äußerungen von Notenbankchefin Janet Yellen zur Konjunktur haben Spekulationen auf baldige weitere US-Zinserhöhungen gedämpft. Dies setzte dem Dollar am Mittwoch zu. Der Euro verteuerte sich im Gegenzug auf 1,0983 Dollar, nachdem er unmittelbar nach der ersten US-Zinserhöhung seit fast zehn Jahren zeitweise auf 1,0890 Dollar gefallen war.

    Auch die Aktienbörsen erhielten von Yellen Auftrieb. Die wichtigen US-Indizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 bauten ihre Gewinne aus und notierten jeweils etwa ein Prozent im Plus. Gleiches galt für den vom Brokerhaus Lang & Schwarz aus dem nachbörslichen Handel errechneten Dax-Kurs.

    „Einige Aussagen waren eindeutig“, sagte Jason Leinwand, Geschäftsführer des Anlageberaters Riverside Risk Advisors. „Sie werden die Zinsen nicht in regelmäßigen Abständen anheben.“ Yellen hatte bekräftigt, dass die Geldpolitik von der wirtschaftlichen Erholung abhänge. Am Arbeitsmarkt gebe es trotz der jüngsten Fortschritte noch Raum für Verbesserungen.
    Zinswende: Ökonomen erleichtert über Rückkehr zur Normalität

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten

    Die Ökonomen halten die die Zinswende für richtig. Auch wenn keiner einen großen Umschwung in der Geldpolitik erwartet, so zeigen sich doch die meisten erleichtert, dass das Experiment des geschenkten Geldes zumindest in den USA beendet ist.

    Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins erstmals seit fast zehn Jahren wieder erhöht. Er wird auf eine Spanne von 0,25 bis 0,5 Prozent angehoben, wie die Fed am Mittwoch verkündete. Seit Dezember 2008 lag der Schlüsselsatz für die Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld zwischen null und 0,25 Prozent. Experten sagten in ersten Reaktionen:

    DAVID FOLKERTS-LANDAU, CHEFVOLKSWIRT DEUTSCHE BANK:
    „Die heutige Entscheidung der Fed, die Zinsen zum ersten Mal seit fast zehn Jahren zu erhöhen, ist ein historischer Moment. Die Zinsanhebung markiert das offizielle Ende der globalen Finanzkrise für die USA und bildet den Auftakt zu einer Normalisierung der amerikanischen Geldpolitik.
    Dieser Schritt wurde allgemein erwartet. Vor dem Hintergrund, dass auf dem US-Arbeitsmarkt nahezu Vollbeschäftigung herrscht und im kommenden Jahr ein Anstieg der Inflation erwartet wird, war eine Anhebung der Zinsen längst überfällig. Diejenigen, die die Zinsanpassung kritisch sehen, lassen außer Acht, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durchaus Zinssätze zwischen zwei und drei Prozent und eine Fed-Bilanz ohne Überschussreserven rechtfertigen – eine Zinspolitik, die weit entfernt vom Krisenmodus ist, der selbst heute noch dominiert.“

    JÖRG KRÄMER, CHEFVOLKSWIRT DER COMMERZBANK:
    „Der Lohnanstieg sollte sich wegen der niedrigen Arbeitslosenquote allmählich beschleunigen, so dass die Fed ihren Leitzins im kommenden Jahr weiter anheben wird. Wir erwarten bis Ende 2016 drei Zinserhöhungen auf dann 1,25 Prozent. Spätestens nach der zweiten Erhöhung wird der Markt seine Erwartung von nur sporadischen Zinserhöhungen aufgeben. Dann dürfte der Dollar deutlich aufwerten, worauf die Fed mit einer kurzen Zinserhöhungspause reagieren dürfte.“

    MARTIN WANSLEBEN, DIHK-HAUPTGESCHÄFTSFÜHRER:
    „Diese Entscheidung der Fed war fällig. Angesichts der guten wirtschaftlichen Situation können die USA einen langsamen Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes gut verkraften. Die Auswirkungen auf die Schwellenmärkte dürften begrenzt bleiben, solange die Notenbank nur moderat an der Zinsschraube dreht. Insgesamt wird die Erhöhung zwar nicht ganz ohne kurzfristige Folgen bleiben. Allerdings sind diese leichter verkraftbar als die Risiken neuer Finanzmarktblasen.
    Die Entscheidung der Amerikaner dürfte es zudem der EZB erleichtern, ihren übertriebenen Aktionismus der letzten Monate zu überdenken. Denn Geld zum Nulltarif allein lässt die Unternehmen hierzulande nicht investieren, dazu brauchen sie vielmehr bessere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen.“

    STEFAN KOOTHS, INSTITUT FÜR WELTWIRTSCHAFT:
    „Klar ist, dass sich im Zuge der Normalisierung des Zinsniveaus die Preisblasen an Anleihe-, Aktien- und Immobilienmärkten zurückbilden werden. Bei diesem Prozess lauern erhebliche Gefahren eines sprunghaften Verlaufs, nicht zuletzt auch für die Devisenmärkte und die in US-Dollar verschuldeten Schwellenländer. Es nützt aber nichts, aus Furcht davor den Ausstieg aus der ultra-expansiven Zentralbankgeldversorgung immer weiter hinauszuzögern. Je länger die künstlich niedrigen Zinsen bestehen bleiben, umso mehr Verzerrungen entstehen und desto schmerzhafter würde eine noch spätere Korrektur. Von einer Normalisierung ist die US-Geldpolitik immer noch meilenweit entfernt. Entscheidend wird jetzt sein, wann die Marktteilnehmer den nächsten Schritt erwarten.“

    JÖRG ZEUNER, KFW-CHEFVOLKSWIRT:
    „Wir sind auf dem Weg in die Normalität. Die US-Konjunktur läuft solide, der Arbeitsmarkt hat Vollbeschäftigung erreicht und die Kerninflation ist jetzt schon hoch genug, um mit dem Zinserhöhungszyklus zu starten. Mit dem Zinsschritt beginnt die Fed, Handlungsspielraum für neue Herausforderungen zurückzugewinnen. Denn ein langfristig starker Dollar und ein dauerhaft niedriger Ölpreis bringen durchaus Schwierigkeiten für die US-Wirtschaft.“

    ULRICH KATER, CHEFVOLKSWIRT DER DEKABANK:
    „Ein kleiner Schritt für die Fed, aber ein großer für das Finanzsystem. Zwei Botschaften verbinden sich mit der Zinswende. Zum ersten begräbt damit die Fed symbolisch die Finanz- und Bankenkrise von 2008. Und zum zweiten schürt diese Zinswende die Hoffnung, dass auch in Euro-Land eine Umkehr bei den Zinsen irgendwann möglich ist, selbst wenn dies noch zwei oder drei Jahre hin sein sollte.“

    MICHAEL MENHART, CHEFÖKONOM MÜNCHENER RÜCK:
    „Mit der Zinsentscheidung der Fed ist der lange erwartete Einstieg in eine restriktivere Geldpolitik da. Für nächstes Jahr ist mit weiteren Zinsschritten zu rechnen. Gleichwohl wird die US-Zentralbank unter den Notenbanken der großen Volkswirtschaften wohl erst mal alleine bleiben – die EZB hat ja jüngst sogar ihre expansive Politik noch zeitlich ausgeweitet. Angesichts der Risiken für die Finanzstabilität wäre eine Abkehr von der Politik des billigen Geldes wünschenswert.“

    KLAUS WIENER, CHEFVOLKSWIRT DES GESAMTVERBANDES DER DEUTSCHEN VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT:
    „Für die EZB hat der Zinsentscheid der Fed keine Signalwirkung – dazu sind auch die konjunkturellen Rahmenbedingungen zu unterschiedlich. Die Kapitalmarktzinsen im Euroraum werden wohl noch für sehr lange Zeit auf ihrem extrem niedrigen Niveau verharren.“

    HOLGER SANDTE, EUROPA-CHEFVOLKSWIRT NORDEA BANK:
    „Ich finde die Zinserhöhung angemessen, im Grunde überfällig. Der Pfad der Zinserhöhungen im kommenden Jahr dürfte relativ flach bleiben. Gegenwind von den Finanzmärkten, etwa auch ein stärkerer Dollar, dürften das Tempo der Zinserhöhungen drosseln. Für die EZB heißt der Schritt der Fed erst einmal nicht viel.“

    FRANCK DIXMIER, ANLEIHENCHEF ALLIANZ GLOBAL INVESTORS:
    „Die Zinserhöhung spiegelt ein begründetes Vertrauen der Mehrheit der US-Notenbanker in die Beschäftigungslage und die Aussichten auf eine mittelfristige Rückkehr der Inflation zur Zielmarke von zwei Prozent wider. Die Fed dürfte jedoch mit einem zweiten Zinsschritt warten, bis sich die Inflation erhöht hat.“

    THOMAS GITZEL, CHEFVOLKSWIRT DER VP BANK GROUP:
    „Letztlich möchten die US-Währungshüter die Nullmarke bei den Zinsen hinter sich lassen, um beim nächsten Abschwung über die nötige Zinsmunition zu verfügen. Janet Yellen wird im kommenden Jahr sehr behutsam mit weiteren Zinserhöhungen vorgehen. In Anbetracht der fragilen Lage im verarbeitenden US-Gewerbe bleiben weitere Zinsschritte aber eine Gratwanderung.“

    OTMAR LANG, CHEFVOLKSWIRT DER TARGOBANK:
    „Man könnte sich jetzt darüber streiten, ob die sehr kleine Zinsveränderung tatsächlich die große Wende ist – oder nur ein kleines geldpolitisches Trostpflaster für die angespannte Weltwirtschaft. Wie geht es jetzt weiter? Drei Faktoren stehen im Fokus: die US-Inflation, die US-Konjunktur und die Weltwirtschaft.“

    FRANK HÜBNER, STELLVERTRETENDER LEITER VOLKSWIRTSCHAFT VON SAL. OPPENHEIM:
    „Unstrittig ist (…), dass der Startschuss für die Leitzinserhöhungen das Ende eines historisch einmaligen geldpolitischen Experiments darstellt. Da es keine Blaupausen für die Rückabwicklung einer solch ultraexpansiven Kurssetzung gibt, ist diese per se mit Unsicherheit verbunden und dürfte für Schwankungen an Kapital- und Devisenmärkten sorgen. Anfällig sind dabei traditionell die Volkswirtschaften und Währungen der Schwellenländer.“
    Zinswende: Ökonomen erleichtert über Rückkehr zur Normalität (Abzocken!)
    ...jetzt werden die Staatsschulden noch einen Zahn zulegen!


    Der Jubel scheint nur bei den Bangstern ausgebrochen zu sein, die erhoffen sich dadurch wieder mehr Gewinne! Die Hypothekar-, Firmen- und Verbraucherkredite werden verteuert, so mancher der jetzt schon unter der Wirtschaftsflaute stöhnt wird seinen Kredit dann nicht mehr bedienen können.

    LG

  7. #7
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    Schwache US-Zahlen: Fed zögert mit Zins-Erhöhung

    Diese allmonatliche schwachsinnige Pseudo-Diskussion kann ein für alle mal beendet werden!

    Es gibt keine Zinserhöhung, weil die USA sich das bei ihrem aktuellen/zukünftigen Schuldenstand nicht leisten kann!

    Aus, Ende, fertig!!!

    Die Chefin der US-Notenbank Yellen hält eine Zinserhöhung zwar für wahrscheinlicher als noch vor einigen Wochen. Allerdings sind die neuesten US-Zahlen nicht besonders erquicklich.

    weiter hier: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...ins-erhoehung/
    LG
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  8. #8
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    AW: Schwache US-Zahlen: Fed zögert mit Zins-Erhöhung

    Zitat Zitat von AreWe? Beitrag anzeigen
    Diese allmonatliche schwachsinnige Pseudo-Diskussion kann ein für alle mal beendet werden!

    Es gibt keine Zinserhöhung, weil die USA sich das bei ihrem aktuellen/zukünftigen Schuldenstand nicht leisten kann!

    Aus, Ende, fertig!!!
    Ich bin anderer Meinung. Warum ich mir trotz allem eine Zinserhöhung vorstellen könnte,
    das wäre kurz gesagt aus dem Grunde: Weil nichts mehr investiert wird unter den momentanen Bedingungen.

    Ich zitiere zwei Absätze aus einem Artikel aus finanzen100:

    24.08.2016
    Carl Icahn warnt
    „Ich bin bei Aktien mehr gehedged denn je, denn der Tag der Abrechnung wird kommen“

    ...„Stellen Sie sich vor: eine reiche Familie entscheidet „Wir wollen eine Menge Spaß haben, wir werden um den Pool herumsitzen und einfach Anleihen drucken, wir haben einen guten Namen.“ Das macht man solange, bis man pleite ist. Genau das passiert derzeit mit unserer Volkswirtschaft. Nullzinsen verursachen riesige Blasen… Ich denke, dass der Aktienmarkt wegen der Nullzinsen auf einem so hohen Niveau notiert. Der Dollar ist aber ziemlich stark. Das drückt die Auslandsgewinne der US-Firmen. Das wird wehtun. Es wird ein Tag der Abrechnung kommen...

    ...Wir sagen wir sind eine Dienstleistungsgesellschaft – das ist toll, wir sind eine Dienstleistungsgesellschaft. Was bedeutet das? Dass wir gegenseitig mehr Textnachrichten senden. Früher oder später wird jeder jedem eine Nachricht senden und sagen das ist toll. Warum sollte also irgendjemand arbeiten. Wir sitzen einfach da, senden uns Textnachrichten, oder schauen Fernseh. Genauso ist es derzeit aber. Die Investitionen sind in den vergangen 24 Monaten aber kräftig gesunken. Allein im vergangenen Quartal sind sie um vier Prozent gesunken. Das hat es außerhalb von Rezessionen noch nie gegeben. Die Produktivität wächst nicht… Das sind aber sehr wichtige Dinge...
    http://www.finanzen100.de/finanznach...266953_313903/

    Zum Lachen ist der Ausdruck: "Das hat es außerhalb von Rezessionen noch nie gegeben".
    Bestimmt habt ihr es schon gemerkt: Auch bei uns ist es völlig tabu, das Wort "Rezession" wird nicht verwendet.
    Und sollte es vielleicht in ferner Zukunft vielleicht einmal möglich sein, dann müsste man die Leute vielleicht einmal dazu bringen,
    wieder mehr zu investieren.
    Und dass die Aktien schon bei der Ankündigung einer Zinserhöhung hochspringen, das hat sich bereits gezeigt.

    freundliche Grüße

  9. #9
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    US-Notenbanker Rosengren schockt Wall Street mit Zins-Gedanken

    Und nochmal: Es gibt keine Zinserhöhung!

    Ausserdem, wer solche Aussagen macht, sollte seinen Verstand überprüfen oder Drogen weg lassen!

    "Die amerikanische Wirtschaft könne sogar überhitzen"
    und
    "Wenn wir sicherstellen wollen, dass es bei Vollbeschäftigung bleibt"

    Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrich...zins-gedanken/
    LG
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  10. #10
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    US-Notenbank rudert zurück: Zins-Erhöhung vor US-Wahl fraglich

    Sag ich doch!

    Für die dumme Bevölkerung muss natürlich über die Lügenpresse ein plausibler "Quatsch" erfunden werden!

    http://deutsche-wirtschafts-nachrich...wahl-fraglich/

    LG
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