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Thema: Willy Wimmer

  1. #1
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    Willy Wimmer

    KenFM im Gespräch mit: Willy Wimmer Juni 2014:




    Sehr sehr interessant!!!

    Quelle: Youtube "KenFM"
    Veröffentlicht am 09.06.2014
    Nie war die deutsche Aussenpolitik so wenig souverän wie in unseren Tagen. Deutschland wird von seinem grossen Bruder konsequent abgehört und parallel dazu gezwungen, auf dem eigenen Kontinent gegen ureigene Interessen zu verstoßen. In etwa gegen ein entspanntes Verhältnis zum Nachbarn Russland.
    Welche Folgen hat diese Politik für die BRD, aber eben auch für Europa?

    „Europa soll wieder fit gemacht werden für den Krieg".

    Zu diesem niederschmetternden Urteil kommt aktuell der langjährige CDU-Bundestagsabgeordnete Willy Wimmer.
    Der Mann war unter anderem als Staatssekretär des Verteidigungsministeriums während der Kanzlerschaft Helmut Kohls tätig. Er begleitete als Diplomat die 2+4-Gespräche zur deutschen Wiedervereinigung. Von 1994 bis 2000 war Willy Wimmer Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE.

    Die OSZE Konferenzen waren die erfolgreichsten Staatentreffen in der Geschichte Europas, denn hier begegneten sich alle Teilnehmer auf Augenhöhe. Leben und leben lassen, war das gemeinsame Credo bei allen unterschiedlichen Interessen.

    Seit dem Balkankrieg unter Rot/Grün 1990, geht es nicht nur diplomatisch in Europa bergab. Die aktuelle Europawahl trägt dem Rechnung. Es hat ein massiver Rechtsruck stattgefunden, dem die Bankenkrise vorausging, ausgelöst in den USA.

    Seither befindet sich Europa in einer massiven sozialen Schieflage. Eine Spaltung in Arm und Reich ist die Folge und macht so Gräben auf, die seit Kriegsende 45 mühsam geschlossen wurden.

    Geschichte ist kein Zufall. Hinter ihr stecken Kräfte mit persönlichen Interessen. Diese Interessen decken sich in der Regel nicht mit den Wünschen der Mehrheit.

    Wer Geschichte verstehen will, muss jede, Abschnitt, auch den der Gegenwart, als Teil eines großen Puzzles begreifen. Im Gespräch mit Willy Wimmer versuchen wir dieses Gesamtbild zu skizzieren.

    Wir streifen dabei die Themengebiete Status quo Ukraine, EU-Wahl und die Folgen und die aktuelle US-Aussenpolitik nach der Rede Barack Obamas in Westpoint.

    Ebenfalls zur Sprache kommt der geplante Abschied vom Parlamentsvorbehalt, sodass die Bundeswehr schon bald über Brüssel in alle Welt geschickt werden kann, ohne dass Berlin sich noch wehren könnte.

    Willy Wimmer zitiert den ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter der der amerikanischen Demokratie ein ersthaftes Problem attestiert hat. Was ist los in Amerika und wie soll Deutschland und Europa damit umgehen?

    Final sprechen wir mit Wimmer über die Mahnwachen/Montagsdemonstrationen, die in der BRD inzwischen in über 70 Städten stattfinden. Muss sich ein Bürger für sein ureignes Recht auf die Strasse zu gehen entschuldigen?

    Willy Wimmer hat viele unserer Fragen beantwortet, aber uns haben sich nach dem Gespräch noch mehr aufgetan. Wir werden das politische Urgestein Wimmer wohl erneut besuchen müssen, denn Politik ist ein Zug, der sich ständig bewegt und Schienen folgt, die ihn jederzeit in eine Richtung führen können, von der wir nicht wissen, wie der Endbahnhof heißt. Hier schlummert ein Risiko das Krieg beinhaltet.

    Nie war politischer Sachverstand und jahrzehntelange Erfahrung auch während des Kalten Krieges mehr gefragt als dieser Tage.

    http://www.kenfm.de
    http://kenfm.de/blog/2014/03/23/krim-...
    http://kenfm.de/unterstutze-kenfm/
    http://www.facebook.com/KenFM.de

    VG.
    Geändert von zwirni (12.06.2014 um 08:17 Uhr)

  2. #2
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    Willy Wimmer: USA zerstören laufend das Völkerrecht! Nuklearkrieg, es würde nichts übrig bleiben

    Am 3. November 2014 diskutierte die Montagsgesellschaft in Frankfurt mit hochrangigen Experten wie Willy Wimmer (ehemaliger verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung), Professor Boris Saritsky (ehemaliger russischer Senior Konsul in Frankfurt und Botschaftsrat in Berlin) Dr. John C. Hulsman (US-amerikanischer Politikwissenschaftler und Politik-Experte) und Dirk Müller über den Ukraine-Konflikt und seine globale und geostrategische Bedeutung. Passend zum aktuellen Taschenbuch-Nachwort von Dirk Müller wird die geopolitische Vormachtstellung, eventuelle wirtschaftliche Interessen sowie der Einfluss des Konfliktes auf die derzeitige Lage der Finanzwelt und auf Gesamteuropa diskutiert.

    Ausschnitt Willy Wimmer:




    Das Ganze Video dazu:



    Unbedingt ansehen!


    Dirk Müller: Sie sollten uns mehr Intelligenz zugestehen! USA hat Interessen in der Ukraine! Die Bösen Broker Europas sehen auch schon alles den Bach herunterschwimmen!

    Unsere Politiker sind alle nur US-Marionetten!

    LG

  3. #3
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    Willy Wimmer: Von Deutschland bleibt nichts übrig im Falle eines NATO-Krieges mit Russland

    Willy Wimmer: Von Deutschland bleibt nichts übrig im Falle eines NATO-Krieges mit Russland

    Quelle Youtube

    Veröffentlicht am 18.12.2014
    Der ehem. Bundestag-Abgeordnete Willy Wimmer - "Krieg in Europa - Droht eine Eskalation der Ukraine-Krise?" Vortrag und Diskussion mit Willy Wimmer Dezember 2014. Quelle:




    VG.

  4. #4
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    AW: Willy Wimmer

    Willy Wimmer auf Lesetour am Bodensee - begleitet von KenFM

    Quo vadis Europa? Mit der Krim-Krise ist der Krieg als Mittel der Politik zurück auf dem europäischen Kontinent - und Deutschland mittendrin.
    von: wwwKenFMde




    Als Bündnispartner der Amerikaner haben wir uns zu entscheiden. Putin-Versteher oder Amerika-hörig? Das Verhältnis zu den Vereinigten Staaten ist mehr als angeschlagen. Die NSA-Affäre, der Folter-Skandal, Stratfor, TTIP, der Versuch, den Parlamentsvorbehalt zu kippen, das aus Washington diktierte Wirtschaftsembargo gegenüber Russland - all dies sind Themen, die Willy Wimmer, früherer Staatssekretär im Verteidigungsministerium, auf einer Lesetour zu seinem Buch "Wiederkehr der Hasardeure" in der Bodensee-Region erörterte.

    Bei seinen Vorträgen Anfang April in Rielasingen, Immenstaad und Salem gestattete er dem KenFM-Team, ihn mit der Kamera zu begleiten. Alle Veranstaltungen waren bis auf den letzten Stehplatz besucht. Dabei traf Wimmer auf ein sehr gebildetes, gut situiertes Publikum - der klassische deutsche Mittelstand. Im Dialog mit dem Publikum bestätigte sich, dass das Volk nicht so dumm ist, wie immer wieder gerne behauptet wird. Die Zeit des Durchregierens ist vorbei.
    LG

  5. #5
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    AW: Willy Wimmer

    Yankee, stay home.

    Quelle: http://info.kopp-verlag.de/hintergru...tay-home-.html

    Willy Wimmer

    Man kann nicht glauben, was man aus Washington seit Tagen hört. Zunächst lässt man eine weltweit unbekannte zivile Führungskraft aus der amerikanischen Luftwaffe plärren. Etwas später kann man den designierten Generalstabschef der amerikanischen Streitkräfte mit seiner Aussage vor dem US-Kongress hören. Danach ist die Russische Föderation der größte anzunehmende Gegner für die Vereinigten Staaten. Man muss sich schon die Augen reiben, aber da kommen wilde Zeiten auf uns zu oder wir stecken tiefer im Bündnis-Schlamassel, als wir ahnen.



    Washington ist auf Krawall gebürstet und es ist mehr als das. Wir haben in Europa eine inzwischen einschlägige Erfahrung mit der Führungsmacht des Bündnisses, dem wir nun einmal angehören. Wir, die wir einmal zur gemeinsamen Verteidigung angetreten waren, führen nur noch Krieg, bringen Elend über weite Teile der Welt und wundern uns, wenn die verzweifelten Menschen aus den von uns bewerkstelligten Kriegsgebieten in ihrer Not zu uns fliehen. Sie kommen zu uns und müssen sehen, dass ihnen dort, wo diese unselige Politik angezettelt worden ist, die Tore hermetisch verschlossen bleiben: den USA.


    Russland kann für sich selbst sprechen, wenn im amerikanischen Kongress derartige Tiraden abgefeuert werden. Aber auch wir haben seit mehr als 20 Jahren eine Erfahrung mit unserem großen östlichen Nachbarn machen können. Diese Erfahrung ist keinesfalls von dem bestimmt, was heutzutage in Washington in aller Öffentlichkeit gesagt wird.
    Hohe amerikanische Beamte fordern bei Gesprächen in unserem Land dem Vernehmen nach »Gefolgschaftstreue« ein, wenn es um unsere Beziehungen zur Russischen Föderation geht. Hier werden die Dinge auf die Spitze getrieben. Der Papst hat bei seiner Reise auf den Balkan vor wenigen Wochen vor dem nächsten Weltkrieg gewarnt. Etwa gleichzeitig wurde unser Herr Bundespräsident auf einer großen Kundgebung gefeiert, obwohl er in einer Weise für militärische Einsätze wirbt, wie keiner seiner Amtsvorgänger. Die Methoden zeigen Wirkung.
    Diese Aussagen in Amerika werden uns wie mit einer Flut mitreißen, denn diejenigen, die in unserem Land zu einer eigenständigen Meinungs-und Willensbildung, zu einer Bestimmung nationaler Interessen in einem eigentlichen Sinne beitragen müssten, kommen dieser zentralen staatlichen Aufgabe seit Langem nicht mehr nach. Regierung und Parlament sind auf diesem Feld ausgesprochen zahnlos geworden und stattdessen regieren die offenen und verdeckten Gremien, die keine Legitimation durch den Wähler haben, in die staatliche Politik hinein.

    In weiten Teilen erweckt die deutsche Politik den Eindruck, dass unter den Augen aller das Epizentrum der deutschen Politik von Berlin in eine ostwestfälische Großstadt abgewandert ist. Bei den Medien, die sich in der Bonner Zeit heftige Schlachten um den besten Weg geliefert hatten, geht es nur noch darum, wer für den »Mainstream« den »Cheerleader« abgeben kann. Was in Washington von ziemlich hoher staatlicher Stelle gesagt wird, entfaltet über die Bündnis-und Vertragsmechanismen eine unglaubliche Bindungswirkung, die nur noch als Sog bezeichnet werden kann. Auch und gerade das, was dieser General öffentlich sagt, denn er wird von seinem Präsidenten als Sprachrohr benutzt.
    Wer will sich dem in Berlin mit einer eigenen Beurteilung der Situation in den Weg stellen? Es war doch zum Ende des ersten Kalten Krieges zu bestaunen, wie sehr in Washington die Beurteilung einer damaligen sowjetischen Bedrohung der Opportunität unterworfen werden konnte. Während ganz Westeuropa sich vor dem Angriff aus dem Osten fürchtete, bekamen deutsche Besucher in Washington eine neue Weltsicht präsentiert.
    In totaler Abkehr zu dem, was jahrzehntelang gepredigt worden war, war die Rote Armee mit ihren Stoßkeilen in Mitteleuropa plötzlich eine rein defensive Veranstaltung, die nur darauf ausgereichtet gewesen sei, die logischen militärischen Konsequenzen aus Napoleon und Hitler zu ziehen: Verteidigung von Mütterchen Russland gegen das stets aus dem Westen drohende Unheil und die endlose Verwüstung.
    Wenn das in Washington lediglich Taktik gewesen sein sollte in Anbetracht der tatsächlichen ökonomischen Lage des Riesenreiches, dann müssten wir uns im 25. Jubeljahr der Wiedervereinigung mit dem Gedanken beschäftigen, dass die Vereinigten Staaten mit ihren engsten Verbündeten sich seit dem Ersten Weltkrieg aus welchen Gründen auch immer in Russland verbissen haben, es erledigen wollen und Moskau mit der Zustimmung zur Wiedervereinigung Ballast abgeworfen hatte, an den in Washington und vor allem London und zunächst auch Paris so recht niemand glauben wollte, von Tel Aviv ganz zu schweigen.

    Einer der engsten Mitarbeiter des letzten bedeutenden deutschen Außenministers, Herrn Genscher, Herr Dr. Frank Elbe, hat vor wenigen Wochen in einem umfangreichen Interview mit dem russischen Medienhaus Sputnik darauf aufmerksam gemacht, dass die Betreiber der gegen Russland aus Washington gerichteten Politik im Wesentlichen einen bis in die damalige Weltkriegszeit zurückreichenden familiäre Hintergrund in Russland selbst haben. Welche Rechnungen werden dabei bis heute beglichen und was soll sich auf unserem Rücken abspielen?


    Zu welchen Dimensionen sich der gesamte Westen dabei versteigt, haben wir alle in Zusammenhang mit dem Putsch im Frühjahr 2014 in Kiew gesehen. Selten hat der Westen, dem man sich durchaus und vor allem anderen verbunden fühlt, seine Werte so sehr verraten, wie bei dem Massaker auf dem Maidan-Platz oder den Brandopfern in Odessa sowie der schäbigen Instrumentalisierung der Opfer des Flugzeugabsturzes über der Ukraine. Zweck heiligt wieder die Mittel und es empört auch deshalb, weil wir durch eine dadurch losgetretene Leidenszeit schon einmal gegangen sind.

    Welches Risiko wir dabei in tödlicher Hinsicht eingehen, erleben wir bei den Manövern nicht nur durch NATO-Seestreitkräfte vor der Haustüre der russischen Schwarzmeerflotte im Schwarzen Meer, sondern auch durch US- Atombomber im Luftraum der Ukraine oder bei »Speerspitzen«-Operationen mit deutscher Beteiligung unmittelbar an der russischen Grenze.
    Die Veränderung der europäischen Großwetterlage, die sich Moskau mit der Förderung der deutschen staatlichen Einheit und damit die Abwesenheit von Krieg an der Westgrenze erhofft hatte, wurde gezielt und durch den gesamten Westen ins Gegenteil verkehrt.
    Warum sollen in Moskau nicht jene Kräfte nach oben gespült werden, die von ähnlicher Geistesgabe sind wie der designierte amerikanische Generalstabschef? Wenn einer der Bomberpiloten, die sich heutzutage in westlichen und russischen Flugzeugen unter Kriegsgesichtspunkten begegnen, einen Fehler machten sollte, gibt es uns anschließend alle nicht mehr. Eine Diskussion darüber, wer den entscheidenden Fehler begangen hat, wird alleine schon aus diesem Grund nicht stattfinden können.

    Wollen wir in Europa eigentlich zulassen, dass Washington mit den in Europa kriegsgeneigten Kräften Verhältnisse schafft wie bei den penetranten amerikanisch-südkoreanischen Manövern auf der koreanischen Halbinsel, die jederzeit in einen unbegrenzbaren Krieg umschlagen können? Das tatsächliche Verhalten der USA auf unserem und auch dem Territorium anderer europäischer Staaten hat seit Jahren die Grundlagen für den NATO-Vertrag und damit die Stationierung amerikanischer Truppen in europäischen Ländern weggespült.

    Die Grundlage für diese Truppen besteht in der gemeinsamen Verteidigung. Dem haben auch die Völker zugestimmt. Zu keinem Zeitpunkt haben die Parlamente dem gemeinsamen Angriff über ein Bündnis zugestimmt. Erst recht nicht der kollektiven Vernichtung, aber dieser Vernichtung wird in Washington das Wort geredet. Auch und gerade im amerikanischen Kongress und jetzt auch durch einen General der Marineinfanterie.
    LG

  6. #6
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    AW: Willy Wimmer

    Afghanistan/Syrien - Interview mit Willy Wimmer (CDU) - Iranischer Rundfunk 3.10.15





    Putin ante portas
    von
    Willy Wimmer

    Quelle: http://info.kopp-verlag.de/hintergru...E10E3565E7AFB5

    Eigentlich ist der Super-Gipfel in New York bei den Vereinten Nationen zu schnell verflogen. Kein Wunder, wenn die »willkommenskulturellen Exzesse« jeden Abend über die Bildschirme ausgestrahlt werden. Da kann es schon mal geschehen, dass sich bestimmte Bilder nicht so einprägen, wie sie es verdient hätten. Denn solche Bilder hat es in New York gegeben und sie müssen festgehalten werden. Sie betrafen den russischen Präsidenten Putin und sie wurden umso deutlicher, je mehr der amerikanische Präsident ebenfalls auf den Bildschirmen präsent war.






    Der Unterschied hätte nicht deutlicher ausfallen können und selbst bei einer mehr und mehr gelenkten deutschen Presse war nicht zu verbergen, wie zerknirscht Präsident Obama auftrat. Sein russischer Kollege war das genaue Gegenteil.

    Putin scheint es gut bekommen zu sein, dass die G8 gleichsam in einem Anfall von Selbstisolation den russischen Präsidenten vor die Türe gesetzt hatten. Bilder sagen auch in der heutigen Medienlandschaft immer noch mehr als tausend Worte.


    Putin scheint diese Freizeit von amerikanischer Gängelei genutzt zu haben. Er war entspannt und hatte nichts dagegen, es weltweit zu vermitteln.

    Russland ist wieder auf der Bühne


    Der Kontrast zum westlichen Verhalten gegenüber Russland nach dem westlichen Putsch in der Ukraine hätte nicht deutlicher ausfallen können. Vor allem, wenn man die Rolle des russischen Präsidenten anlässlich der Ukraine-Konferenz in Paris, wenige Tage nach dem Super-Gipfel in New York, in Rechnung stellt.

    Die Dinge sind seit dem G7-Treffen in Bayern offenbar neu sortiert worden. Die G7/8 waren neben der NATO der sichtbarste Ausdruck für die Schlepptau-Funktion dieser Runden im amerikanischen Interesse als der »einzig verbliebenen Supermacht« und der »unverzichtbaren Nation«. Durch den Rauswurf der Russischen Föderation hat der Westen diesen widernatürlichen Spuk selbst beendet. Die Welt wurde seither sichtbar eine andere.

    Der Gegenentwurf für Mord und Totschlag nimmt Konturen an: Russland wird die Vormacht des Völkerrechts

    So traurig es ist, aber es bedurfte schon nicht mehr des mörderischen Angriffs amerikanischer Bomber auf ein international geschütztes Krankenhaus in der nordafghanischen Stadt Kundus. Es ist hinlänglich bekannt und weltpolitische Wirklichkeit seit fast zwei Jahrzehnten, dass die USA in unserem Umfeld für Mord und Totschlag stehen. Eine Garantiemacht des globalen Elends eben.


    Es war geradezu empörend, den amerikanischen Präsidenten über die Untaten von Assad vor den Vereinten Nationen reden zu hören. Die von ihm dort angelegten Maßstäbe müsste er als Verantwortlicher für die Drohnenmorde bei sich selbst anlegen. Es würde auch nicht schaden, wenn er sich seine Amtsvorgänger vorknöpfen würde, um den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag mit Zukunftsaufgaben zu befassen.

    Die ständigen Anrufe aus Washington bei der deutschen Bundeskanzlerin wegen der Migrationsentwicklung erwecken zudem den Eindruck, dass in Berlin die Weisungen aus Washington eher vernommen werden als die Sorgen im eigenen Land darüber, dass hier regierungsamtlich ein rechtloser Zustand hervorgerufen worden ist.

    Dagegen steht seit geraumer Zeit die erklärte Politik der Russischen Föderation.

    Man kann es wenden und drehen, wie man will: von der mangelhaften Aufklärung der unter niederländischer Führung durchgeführten Untersuchungen wegen der Ermordung von Flugzeugpassagieren im Luftraum der Ukraine bis zum Vorgehen der russischen Streitkräfte in Syrien.


    Man hält sich in Moskau an die Regeln, die zuletzt nach einem mörderischen Weltkrieg in Europa und der Welt aufgelegt worden waren, um einen erneuten Weltkrieg zu verhindern. Wenn man als europäischer Betrachter das dagegenstellt, was aus Washington zu vernehmen ist, kann einen schon das Grauen überfallen.

    In einem Land, das nur noch auf die schreckliche Potenz seiner bewaffneten Kräfte starrt und davon abhängig ist, machen sich die republikanischen Präsidentschaftsbewerber daran, uns den Dritten Weltkrieg zu avisieren. Wenn man deren Wortwahl in Rechnung stellt, muss das einst so stolze und verantwortlich handelnde Amerika am Ende sein. Mord und Totschlag heißt die aus Washington stammende Perspektive, wenn die Zöglinge der Bushs, Cheneys und McCains dran kommen sollten.

    Jetzt ist es kein Trost, an demokratische Rivalen denken zu wollen. Mit Bill und Madeleine fing es vor 16 Jahren an. Davor stand allerdings durch Henry Kissinger der global unternommene Versuch, das Völkerrecht in seiner akzeptierten Form nicht nur zu beseitigen, sondern durch ein neues Völkerrecht im amerikanischen Interesse zu ersetzen.

    Der klägliche Rest der ehemals stolzen Völkerrechtsabteilung des deutschen Auswärtigen Amtes spricht Bände für Deutschland

    Wenige Tage nach den Jubiläumsfeiern zur deutschen Einheit ist es nicht nur zweckmäßig, an die Rolle des Völkerrechts als den zentralen Pfeiler für die Wiederherstellung der Wiedervereinigung zu erinnern. Von der Helsinki-Konferenz des Jahres 1975 bis hin zur Charta von Paris aus dem November 1990: Es war der völkerrechtliche Rahmen, der das alles möglich gemacht hatte. Wir konnten auf vieles stolz sein. Dazu zählten aber auch die »Kronjuwelen« des deutschen Auswärtigen Amtes: die Völkerrechtsabteilung. Zusammen mit berühmten österreichischen Völkerrechtlern hat man in Bonn gezeigt, was man drauf hatte, und wurde erfolgreich.


    Heute weiß vermutlich kaum jemand, dass es diese Abteilung noch gibt. Die politische »Fehlanzeige«, die sich da einstellt, steht aber synonym für das ganze Land. Hier herrscht inzwischen ein fast zarenhaftes Rechtsverständnis. Wie eine biblische Plage wird davon derzeit unser Land mittels einer Migrationsbewegung getroffen, die dem Grundsatz frönt: keine Grenzen, kein Staat.

    Es muss der Zusammenbruch Bayerns ins Haus stehen, um staatliches Handeln hervorzurufen, das diesen Begriff überhaupt rechtfertigt. Es gab Zeiten, in denen wir auf den »Rechtsstaat« stolz gewesen sind. Vermutlich haben wir es alle verschlafen, dass unsere Rechtsordnung von »willkommens-kulturellen Anwandlungen« abgelöst worden ist. Das bringt uns innenpolitisch noch um, außenpolitisch wird es uns den staatlichen Verstand rauben.

    Wie mit Moskau unter diesen Umständen mithalten?

    Moskau steht mit seiner Politik auf einer weltpolitischen Bühne, die sich wieder nach berechenbaren Entwicklungen sehnt. Washington steht für die Zerstörung der uns bekannten Welt und bedeutet »Elend für alle«. Moskau gibt Hoffnung, die wir aus Washington so nicht mehr erwarten können.


    Auf diesen neuen Antagonismus in einer sensationellen Ausprägung müssen wir uns einrichten, wollen wir nicht unter die Räder geraten. Wir müssen innerstaatlich wieder wissen, was ein demokratischer Rechtsstaat ist, und uns von dem Wesen persönlicher Notverordnungen einer noch im Amt befindlichen Bundeskanzlerin lösen.

    Außenpolitisch führt kein Weg daran vorbei, uns wieder völkerrechtlich satisfaktionsfähig zu machen und unsere Politik neu zu justieren. Derzeit regiert bei uns innen- und außenpolitisch das Chaos. Damit werden wir der russischen Politik nichts entgegensetzen können. Wir waren es in der Vergangenheit, die sich auf unsere Rechtskultur etwas zugutehalten konnten. Moskau hat – anders als wir – die Zeit nicht verschlafen.
    LG

  7. #7
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    AW: Willy Wimmer

    Vortrag von Willy Wimmer beim Friedensforum Düsseldorf im Saal 1 der VHS Düsseldorf, am 27.10.2015




    LG

  8. #8
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    AW: Willy Wimmer

    Ab nach St. Helena: Merkels verhängnisvolle Politik muss enden
    Willy Wimmer

    Quelle: http://info.kopp-verlag.de/hintergru...804C0C7254544A
    Seit dem Korsen und den von ihm in Europa verursachten Verwüstungen wissen die Europäer, dass es dafür nur eine Strafe geben kann: ab nach St. Helena, um eine Wiederholung unter allen Umständen auszuschließen. Noch keinem deutschen Bundeskanzler ist es gelungen, einen einstmals blühenden Verfassungsstaat so zu ruinieren, wie dies der noch amtierenden Bundeskanzlerin, Frau Dr. Merkel, gelungen ist.



    Bislang war es nur bildlich mit der ausgehenden Weimarer Republik verbunden, an ein Regieren mittels Notverordnungen zu denken. Genau das macht die Bundeskanzlerin, indem sie wegen der Migrationsentwicklung geltendes deutsches und europäisches Recht nicht nur aussetzt. Sie unternimmt nichts, um diesem Recht wieder Geltung zu verschaffen.

    Der Flüchtlingsbeauftragte der Vereinten Nationen verkündet es in diesen Tagen: Frau Dr. Merkel ist Haupt-Triebfeder der Migrationsentwicklung.

    Es gibt immer Zeitgenossen, die wollen etwas nicht wahrhaben. Frau Dr. Merkel scheint dabei Spitzenqualitäten zu haben. Das deutsche und europäische Recht galt auch für diejenigen, die hier Schutz suchten. Bis zu dem Tag, als Frau Dr. Merkel die Welt verändert hat.

    Die Dimension ihres verhängnisvollen Vorgehens hat ein ehemaliger Bundesverfassungsrichter deutlich gemacht. Nach übereinstimmenden Presseberichten hat sich Herr Di Fabio derart öffentlich eingelassen, dass die wenigsten, die derzeit in unser Land gelangen wollen, ein verbrieftes Recht auf Aufnahme haben würden.

    Nur Frau Dr. Merkel sieht das anders und verhält sich durchaus »adventlich«: »Macht hoch die Tür, die Tor macht weit«, das ist zum Regierungsmotto verkommen. Das deutsche Volk und die Menschen, denen man regierungsseitig etwas vorgaukelt, werden dauerhaften Schaden erleiden.

    Fluchtursachen bekämpfen: sofortigen Rücktritt der Bundeskanzlerin verkünden

    Angeblich wollen die Beauftragten der Vereinten Nationen diejenigen, die sich der Migrationsentwicklung angeschlossen haben, nach ihrer jeweiligen Begründung gefragt haben. Wofür man nicht alles Zeit hat, während uns hier die Bilder aus dem Schlamm gezeigt werden.

    Danach ist die weltweit erklärte Politik der Bundeskanzlerin die Hauptursache für die Menschen, sich auf den Weg nach Europa aufzumachen. Das lässt nur eine Konsequenz zu: Wenn man wirklich den Strom der Migration nach Deutschland wirksam eindämmen will, dann muss die Bundeskanzlerin sofort zurücktreten.

    Das Signal wird über die angelsächsischen Twitter-Kanäle sofort bis in die hintersten Winkel Afghanistans oder nach Soros-Land ausgestrahlt und verstanden werden. Wer diesen Rücktritt verhindern will, der will ein weiteres Anschwellen der Migrationsentwicklung und demzufolge einen irreparablen Schaden für Deutschland und Europa.

    Das Europa von Adenauer bis Kohl liegt in Scherben

    Wir konnten alle stolz auf das sein, was deutsche Kanzler von Adenauer bis Kohl in Europa bewirkt haben. Da kann man auch Gerhard Schröder einbeziehen, der in Europa ein Signal gegen den IRAK-Krieg gesetzt hatte.

    Man stand zusammen, auch wenn zuletzt seitens der USA alles unternommen worden ist, über die Lehman-Finanzkrise Europa auseinander zu jagen. Man verstand sich und handelte als Gemeinschaft. Damit ist jetzt Schluss. Und wer sich heute in Europa umsieht, der blickt auf die »kalten Schultern«, die den Deutschen allenthalben gezeigt werden.

    Nicht nur Erinnerungen an die furchtbare Flüchtlingskonferenz von Evian vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges werden wach. EU-Europa ist am Ende und darüber können die berufsmäßigen Dampfplauderer aus Brüssel nicht hinwegtäuschen.

    Stattdessen werden tatkräftige Ministerpräsidenten, die ihre Staaten und Völker schützen, bei jeder sich bietenden Gelegenheit von der amtierenden Bundeskanzlerin in die Ecke gestellt und so in ein schiefes Licht getaucht, wie dies die Bundeskanzlerin schon beim Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI versucht hatte.

    Deutschland wird östlicher und protestantischer

    Je länger das »duo infernale«, bestehend aus der Bundeskanzlerin und dem Bundespräsidenten, an der Spitze des untergehenden Verfassungsstaates Deutschland stehen, umso heller wird die Erinnerung an die »Bonner Republik«. Man erinnert sich daran, wie gesäßgeographisch die Auswirkungen der Wiedervereinigung durch Parteiverantwortliche der CDU beschrieben worden sind.

    Ja, das »katholische« Westdeutschland war ebenso wehrhaft wie friedensbezogen. Es leistete sich im Grundgesetz das Verbot des Angriffskrieges und hielt sich niemanden an der Staatsspitze, der auf Konferenzen auch noch mehr Kriegen das Wort geredet hat.

    »Bonn« hat Deutschland gut getan. Diejenigen, die sich »Berlin« bemächtigt haben, gehen mit der Abrissbirne an unseren Staat heran: Ab nach St. Helena. Die Mehrzahl unserer Bürger will nicht, dass »unser Deutschland« durch ein erneutes »Ermächtigungsgesetz« ruiniert wird.
    Nur Frau Merkel ist zu wenig!
    ... dafür ist die Queen Elizabeth2 noch zu klein für alle die noch nach St. Helena deportiert gehören!

    LG
    Geändert von green energy (04.11.2015 um 22:50 Uhr)

  9. #9
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    AW: Willy Wimmer

    Kehrtwende in der Syrien-Politik der USA? - Interview mit Willy Wimmer (CDU) - iranisches Radio


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    AW: Willy Wimmer

    Syrien und das Völkerrecht - Interview mit Willy Wimmer (CDU) - iranisches Radio 12.12.2015

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