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Thema: Katastrophenforschung

  1. #1
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Katastrophenforschung

    Hier können wir alles sammeln und diskutieren, was mit Katastrophen
    und Vernetzendem zutun hat. Vorallem interessant in der heutigen
    globalen Phase, Daten die Vermehrung zu dem Thema (Erdbeben,
    Fluten, Vulkanaktivität, Hurrikan etc.) aufzeigen.

    Fatale Erdbeben

    Wie hoch ist das Risiko, im 21. Jahrhundert das Opfer eines Erdbebens zu werden? Zwei amerikanische Geologen haben die Zahl der möglichen Opfer berechnet.

    Fast jedem werden noch die erschütternden Bilder des verheerenden Erdbebens in Haiti im Jahre 2010 in Erinnerung sein, bei dem mehr als 220 000 Menschen ums Leben kamen. Ähnlich hoch war die Zahl der Todesopfer infolge des Erdbebens vor der Küste von Sumatra am Zweiten Weihnachtstag 2004, wobei der auf das Beben folgende Tsunami die meisten Menschenleben forderte. Bei zwei Beben im pakistanischen Teil von Kaschmir 2005 und in der chinesischen Provinz Seschuan drei Jahre später kamen jeweils mehr als 87 000 Menschen ums Leben. Insgesamt starben im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts fast 700 000 Menschen als Folge von Erdbeben. Damit gehört diese Dekade zu den tödlichsten Zeiträumen, seit es weltweite seismische Überwachung gibt.

    Zwei Forscher des Geologischen Dienstes der Vereinigten Staaten im kalifornischen Menlo Park haben nun diesen traurigen Rekord zum Anlass genommen, das Risiko zu analysieren, Opfer bei einem Erdbeben zu werden. Thomas Holzer und James Savage haben dazu mehrere Erdbebenkataloge statistisch ausgewertet, in denen jeweils für jedes Beben die Zahl der Todesopfer angegeben ist. Wie die beiden Forscher in der Zeitschrift „Earthquake Spectra“ (Bd. 29. S. 155) berichten, gab es im zwanzigsten Jahrhundert lediglich vier Erdbeben mit jeweils mehr als 100 000 Todesopfern. Bei sieben seismischen Ereignissen kamen jeweils mehr als 50 000 Menschen ums Leben.

    Ungebrochene Stadtflucht
    Um die mögliche Zahl der Todesopfer bei Erdbebenkatastrophen für das 21. Jahrhundert abschätzen zu können, verglichen die beiden Forscher ihre Statistik mit der wachsenden Zahl der Erdbevölkerung. Außerdem berücksichtigten sie den Trend, dass immer mehr Menschen in Groß- und Megastädten wohnen, die entweder in Erdbebenzonen oder an Küsten liegen, die von Tsunamis heimgesucht werden können.

    Düstere Aussichten
    Die Hochrechnung für das laufende Jahrhundert hat ergeben, dass sich im Vergleich zum zwanzigsten Jahrhundert die Zahl der Erdbeben mit mehr als 50 000 Todesopfern auf zwanzig verdreifachen und die Zahl der Beben mit mehr als 100 000 Opfern auf sieben verdoppeln wird. Insgesamt rechnen Holzer und Savage damit, dass in diesem Jahrhundert weltweit zwischen 2,5 und 3,5 Millionen Menschen das Opfer von Erdbeben werden könnten.
    Quelle

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    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
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  2. #2
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    Mehr als 370.000 Tote in zehn JahrenWetterkatastrophen werden häufiger

    Das letzte Jahrzehnt hält einen erschreckenden Rekord: Seitdem Meteorologen Daten festhalten, gab es nie mehr Klimaextreme als zwischen 2001 und 2010. Zigtausend Menschen fielen Stürmen und Hitze zum Opfer. Ein Ende des Trends ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Er beschleunigt sich.

    Wirbelstürme, Überschwemmungen und Hitzewellen: Zwischen den Jahren 2001 und 2010 hat die Welt mehr extreme Klimaerscheinungen erlebt als früher. Zugleich war die erste Dekade des 21. Jahrhunderts nach Erkenntnissen von UN-Experten die wärmste seit etwa 1850, als die regelmäßige Aufzeichnung von Wetterdaten begann. Dabei seien mehr nationale Temperaturrekorde gebrochen worden als in jeder anderen erfassten Dekade, erklärten Wissenschaftler der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in Genf. Der seit Langem zu beobachtende Trend zur Erderwärmung setze sich fort, mahnten sie. "Steigende Konzentrationen von Treibhausgasen verändern unser Klima mit weitreichenden Folgen", warnte WMO-Generalsekretär Michel Jarraud bei der Vorlage der umfangreichen Studie "Das globale Klima 2001-2010 - Eine Dekade der Extreme". Dafür hatten meteorologische Dienste in 139 Ländern Daten zusammengetragen.

    Immer wärmer auf der Erde
    Demnach stieg die weltweite jährliche Durchschnittstemperatur auf 14,47 Grad Celsius - das sind 0,47 Grad mehr als im Zeitraum von 1961 bis 1990. Zudem beschleunige sich der Trend: Zwischen dem letzten Jahrzehnt und dem Zeitraum von 1991 bis 2000 wurde es weltweit um 0,21 Grad wärmer - auch das ist Rekord für zwei aufeinanderfolgende Dekaden seit Beginn der Aufzeichnungen. Eine Folge der Erwärmung ist laut WMO eine stärkere Eisschmelze. So sei die Eisdecke in der Arktis in der zurückliegenden Dekade im Vergleich zu den 60er Jahren rapide geschrumpft. Im Jahr 2007 habe sie um 39 Prozent unter dem langjährigen Mittel gelegen. Dieser Rekord sei 2012 gebrochen worden, heißt es in dem Bericht weiter.

    Frühwarnsysteme verhindern Schlimmeres
    Zugleich nahm die Zahl tropischer Wirbelstürme im Nordatlantik zu: Sie stieg von 12 im langfristigen jährlichen Mittel (1981 bis 2010) auf durchschnittlich 15 zwischen 2001 und 2010. Weltweit wurden in der zurückliegenden Dekade fast 170.000 Menschen durch Stürme getötet. Dennoch sank im vorigen Jahrzehnt die Zahl der Toten durch Stürme im Vergleich zum Zeitraum 1991 bis 2000 um 16 Prozent. Dies sei vor allem den Frühwarnsystemen und der besseren Vorbereitung auf Unwetter zu verdanken.
    Insgesamt kamen laut WMO mehr als 370.000 Menschen infolge extremer Wetter- und Klimabedingungen ums Leben. Das seien 20 Prozent mehr als in der Dekade von 1991 bis 2000. Die Steigerung basiert vor allem darauf, dass deutlich mehr Menschen durch Hitzewellen starben.

    Auch natürliche Schwankungen

    WMO-Chef Jarraud wies aber auch darauf hin, dass Wetterkatastrophen nicht zwangsläufig Folge der Erderwärmung seien. Parallel dazu vollzögen sich "natürliche Schwankungen des klimatischen Systems". Es sei allerdings längst klar, dass die zunehmende Konzentration von Treibhausgasen in der Erdatmosphäre das Klima negativ beeinflusse. Welche Rolle natürliche Schwankungen spielten, müssten weitere langfristige Studien genauer klären.
    Quelle

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    Wie groß ist die Gefahr durch Untersee-Erdrutsche?
    Submarine Rutschungen könnten auch an Europas Küsten Tsunamis auslösen
    Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass durch Erdrutsche unter Wasser schwere Tsunamis ausgelöst werden? Wie werden sie ausgelöst? Diese Fragen sind für die europäischen Küsten entscheidend, denn auch sie sind durch solche submarinen Rutschungen gefährdet. In Kiel haben sich daher in den letzten Tagen 130 Forscher aus aller Welt über diese Naturgefahr ausgetauscht. Dabei ging es unter anderem um die wichtige Frage, welche Hänge gefährdet sind und wie sich das erkennen lässt.
    Blick von Norden in die Storegga-Rutschung rund 50 Meilen vor der Küste Norwegens
    © Christian Berndt/ GEOMAR
    Das Tohoku-Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami vor Japan im März 2011 gehören mit zu den größten Naturkatastrophen der vergangenen Jahre. Aber auch weniger starke Beben im Meer oder Erdrutsche unter Wasser – so genannte submarine Hangrutschungen – können zur Überflutung von Küsten oder Zerstörung von Infrastrukturen wie Bohrplattformen, Unterseekabeln oder Pipelines führen. Wie schwerwiegend die Folgen eines solchen Untersee-Erdrutsches sein können, zeigt die Storegga-Rutschung vor rund 7.000 Jahren: Damals sackten mehr als 5.600 Kubikkilometer Sediment an der Kante eines submarinen Plateaus vor Norwegen ab. Die Folge war eine Flutwelle von bis 20 Metern Höhe.

    Schwache Lagen als Auslöser
    Submarine Hangrutschungen sind auch heute noch eine nicht zu unterschätzende Naturgefahr und können – je nach Größe der Rutschung – mehrere Meter hohe Tsunamis auslösen – mit zerstörerischen Auswirkungen für die dicht besiedelten Küsten und küstennahen Industrieanlagen. Die Ursachen für Rutschungen im Meer sind vielfältig und werden in der Wissenschaft kontrovers diskutiert. Ausgelöst werden submarine Erdrutsche zumeist entlang so genannter „schwacher Lagen“. Das sind Sedimentschichten, die im Vergleich zum umgebenden Meeresboden eine geringe Festigkeit haben. So wie sich ein Schneebrett vom Berg löst, können ganze Hänge im Meer ins Rutschen geraten.

    Über die Auslöser solcher submariner Rutschungen haben in den letzten Tagen mehr als 130 Wissenschaftler diskutiert. Dabei ging es vor allem um die Frage, wann und warum die Hänge abgleiten und welche Rolle Erschütterungen durch Erdbeben spielen. „Während Erdbeben die häufigsten Auslöser für Hangrutschungen sind, bestimmen schwache Lagen vermutlich die Form der Hangrutschungen“, fasst Sebastian Krastel-Gudegast von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Organisator der Konferenz einen Teil der wissenschaftlichen Debatte zusammen. "Noch ist unklar, wie sich die schwachen Lagen genau zusammensetzen und ob sie nur dann schwach sind, wenn sie durch ein Erdbeben zusätzlich belastet werden."

    Lotteriespiel und Bauernregeln
    Ein wichtiger Baustein in der Erforschung von Hangrutschungen ist die Entschlüsselung von vergangenen Erdbeben. Die Aufzeichnungen von Messdaten reichen aber nur rund 100 Jahre zurück. Zu kurz, um darauf schließen zu können, in welcher Häufigkeit sich größere Beben in besonders gefährdeten Gebieten wiederholen können. „Vorhersagen, ob und wann ein Erdbeben einen Hang zum Rutschen bringt, gleichen derzeit noch einem Lotteriespiel“, sagt Michael Strasser vom Geologischen Institut an der ETH Zürich. „Mit der nach wie vor geringen Datengrundlage befinden wir uns sozusagen noch im Zeitalter der Bauernregeln.“

    Untermeerische Ostflanke des Vulkans Mount Etna auf Sizilien. Erdbeben gehören im Mittelmeer zu den häufigsten Auslösern von Hangrutschungen
    © Felix Gross/ GEOMAR
    Strasser leitete in den vergangenen Jahren die erste Kampagne, die gezielt durch Erdbeben ausgelöste Rutschungen erbohrt hat. Mit neuen Messverfahren und technisch weiterentwickelten Bohrsystemen haben sich der Forscher und seine Kollegen vor allem an die Kontinentalhänge vor Japan gewagt, wo Kontinentalplatten aneinander stoßen und immer wieder Erdbeben ausgelöst werden. „Schon bald erhoffen wir uns wichtige Erkenntnisse darüber, mit welcher Wiederkehrrate Erdbeben Hangrutschungen ausgelöst haben“, sagt Strasser. Der Geologe nimmt wie viele andere Forscher von Bohrschiffen aus Bodenproben, um das Alter und die Schichtung abgerutschter Hänge genauer zu untersuchen.

    Doch nicht nur die Gefahren, die von den Hängen ausgehen, wurden in Kiel diskutiert. Hänge sind noch in anderer Hinsicht für die Wissenschaft interessant, denn hier lagern große Mengen an Rohstoffen wie Erdöl, Erdgas oder Erze voller Metalle. Darüber hinaus lesen Forscher aus den Sedimentschichten die Klimaentwicklungen der Vergangenheit ab. Und auch über die Kreisläufe von Nährstoffen im Ozean geben die Hänge Auskunft.

    Die weltweit wichtigste Tagung dieser Art wurde organisiert vom Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ und dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und fand zum ersten Mal in Deutschland statt. Anlässlich der Konferenz erscheint eine Fachpublikation, die den aktuellen Stand der Forschung zusammenfasst.

    Storegga Landslide & Tsunami.mov

    http://www.youtube.com/watch?v=Nomlo8X58PY
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  4. #4
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    Rätsel-Eruption des Jahres 1258 aufgeklärt
    Eruption des Samalas auf Lombok könnte die stärkste des gesamten Holozäns gewesen sein
    Im Jahr 1257 hinterließ ein gewaltiger Vulkanausbruch weltweite Spuren. Welcher Vulkan aber dafür verantwortlich war, blieb ein Rätsel. Jetzt haben Forscher den Schuldigen gefunden: auf der indonesischen Insel Lombok. Ihre Untersuchung enthüllt nicht nur, dass der Vulkan Samalas damals tatsächlich ausbrach. Seine Eruption könnte sogar eine der heftigsten des gesamten Holozäns gewesen sein. Möglicherweise liegt noch heute unter seinen Aschenablagerungen eine ganze Stadt verborgen - ein Pompeji des Fernen Ostens.
    Caldera des Samalas-Vulkans heute und Rekonstruktion des Aussehens vor der Eruption.
    © Lavigne et al. /National Academy of Sciences
    Das Jahr 1258 war ein Jahr ohne Sommer: Es war ungewöhnlich nasskalt und in vielen Gegenden gab es Missernten, wie mittelalterliche Chronisten berichten. Geoforscher schließen daraus, dass es in diesem oder dem vorhergehenden Jahr einen Vulkanausbruch gegeben haben muss, dessen Asche und Aerosole sich wie ein Schleier in der Atmosphäre sammelten und so zur Klimaabkühlung führten. Tatsächlich entdeckte man in der entsprechenden Schicht von Eisbohrkernen Aschespuren, die auf eine gewaltige Eruption zu dieser Zeit hindeuten.

    Aus den Spuren ging hervor, dass es sich sogar um einen der stärksten Vulkanausbrüche der letzten 7.000 Jahre gehandelt haben musste. Die Eruption setzte zehn Mal mehr Schwefel in die Atmosphäre frei als beim Ausbruch des Krakatau im Jahre 1883. Aber welcher Vulkan war schuld an dieser Eruption? Als mögliche Kandidaten wurden drei Vulkane gehandelt: der Okataina in Neuseeland, der El Chichón in Mexiko und der Quilotoa in Ecuador. Doch keiner der Ausbrüche dieser Feuerberge passte zu dem Ausmaß, der Zeit und den geochemischen Eigenschaften der Eruptionsspuren in den Eisbohrkernen.

    Bericht auf Palmblättern
    Wer aber war es dann? Ein internationales Forscherteam um Franck Lavigne von der Universität Paris hat nun einen neuen Verdächtigen für den mysteriösen Ausbruch ausfindig gemacht: den Feuerberg Samalas auf der indonesischen Insel Lombok. Eine 8,5 Kilometer breite und 800 Meter tiefe Caldera kündet heute noch von der explosiven Vergangenheit dieses Vulkans. Den ersten Hinweis erhielten die Forscher aus einem historischen Text, geschrieben in Alt-Javanisch auf Palmblättern. In diesem sogenannten Babad Lombok ist die Rede von einem katastrophalen Vulkanausbruch, der einen gewaltigen Krater aufriss.

    "Die Quelle beschreibt auch eine Reihe von vulkanischen Phänomenen wie Aschenfall und pyroklastische Ströme, die das Land und die Dörfer um den Vulkan zerstörten", berichten Lavigne und seine Kollegen. Auch die Hauptstadt des damaligen Königreichs, Pamatan, soll dabei verschüttet worden sein und tausende Menschen starben. Dem Text nach ereignet sich diese Eruption vor dem Ende des 13. Jahrhunderts - zeitlich würde dies daher gut zu einem Ausbruch 1257 passen.

    Ausdehnung des Aschen- und Tephrafalls bei der Eruption
    © Lavigne et al. / National Academy of Sciences
    Mehr Lava und Asche als der Tambora
    Aber stimmten auch die anderen Merkmale mit dem Rätsel-Ausbruch überein? Um das zu prüfen, analysierten die Forscher 130 Proben der Sedimente und Lavaablagerungen rund um die heute von einem See gefüllte Caldera des Vulkans und auch von den umgebenden Inseln. "Unsere Feldarbeit enthüllt ausgedehnte Ascheablagerungen auf Lombok, aber auch auf Bali, Sumbawa und Ostjava", berichten die Forscher. Sie erreichten Dicken von 35 Metern noch in 25 Kilometern Entfernung von der Caldera - und das, obwohl die Erosion schon einen Großteil dieser Schichten abgetragen haben muss.

    "Wir kalkulieren, dass der Mount Samalas ursprünglich 4.200 Meter über den Meeresspiegel hinausragte", berichten die Forscher. Ein Großteil dieses Berges wurde bei der Eruption abgesprengt und fiel ein. Der Ausbruch muss ihren Berechnungen nach damals mindestens 40 Kubikkilometer an Magma und Gesteinsbrocken ausgeworfen haben. Das ist deutlich mehr als beim Ausbruch des Tambora auf der Nachbarinsel Sumbawa im Jahr 1815, die bisher als die stärkste historische belegte Eruption galt. Auch sie zog ein Jahr ohne Sommer nach sich, das weite Teile der Nordhalbkugel traf.

    Übereinstimmung mit Eisbohrkernen
    Die bei der Eruption des Samalas ausgeschleuderte Asche wurde damals bis in Höhen von 43 Kilometer geschleudert, wie die Forscher mit Hilfe eines Modells errechneten. Der Aschenfall erstreckte sich über 49.000 Quadratkilometer. Geochemische Analysen zeigten, dass die Asche des Samalas geochemisch weitgehend mit den Aschenspuren der Eisbohrkernen übereinstimmt. Diese Ergebnisse sprechen daher dafür, dass die anhand der Analysen auf Mitte des 13. Jahrhunderts datierte Eruption schuld am Jahr ohne Sommer 1258 gewesen sein könnte.

    "Mit einer Magnitude von 7.0 und einer Intensität von 12 ist die Samalas-Eruption eindeutig eine der stärksten des gesamten Holozäns", konstatieren die Forscher. Die Identifizierung des Samalas als Auslöser des Jahrs ohne Sommer rücke nun nach Toba, Tambora und Krakatau einen weiteren indonesischen Vulkan in die Riege derjenigen, die durch ihre Ausbrüche abrupte Veränderungen von Umwelt und Gesellschaften verursachten. Selbst im weit entfernten London sorgte der vulkanische Winter für massenhafte Todesfälle.

    Pompeji des Fernen Ostens
    Noch schlimmer waren die Folgen im unmittelbaren Umfeld: "Weite Teile von Lombok, Bali und Sumbawa waren vermutlich über Generationen hinweg steril und unbewohnbar", erklären Lavigne und seine Kollegen. Dies könnte auch erklären, warum der Javanische König Kertanegara Bali im Jahr 1284 ohne viel Gegenwehr durch die lokale Bevölkerung erobern könnte.

    Und auf Lombok selbst könnte sogar noch ein "Pompeji des Fernen Ostens" auf seine Entdeckung warten, spekulieren die Forscher. Denn den historischen Berichten des Babad Lombok nach wurde die Hauptstadt des damaligen Königreichs komplett von Asche verschüttet. "Ihre Entdeckung könnte daher wichtige Einblicke nicht nur in die Geschichte Indonesiens bieten, sondern auch verraten, wie diese Gesellschaften mit den Gefahren des Vulkanismus umgingen", sagen Lavigne und seine Kollegen.
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  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Hexe
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    Hallo,

    KP Index von 9 vorhergesagt???!!!

    http://www.swpc.noaa.gov/wingkp/wingkp_15m_12h.gif

    LG

    Hexe

  6. #6
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    Flutszenario nach Erdbeben: Kaliforniens Albtraum


    Eine Riesenwelle, Überflutungen von acht Metern Höhe, zehn Milliarden US-Dollar Schaden: Kommt es vor Alaska zu einem Erdbeben, dann droht Kalifornien ein Horrorszenario. Wissenschaftler und Behörden arbeiten an Evakuierungsplänen.
    Wer an der kalifornischen Küste spazieren geht, der sieht bisweilen am Straßenrand ein blaues Schild, auf dem ein weißes Männchen vor einer Flutwelle auf einen Berg flüchtet. Darunter ist der Hinweis vermerkt, sich bei einem Erdbeben auf einen Hügel oder ins Landesinnere zu begeben.
    Der Spaziergänger mag sich wundern, warum diese Warnung mehr als 600 Meter entfernt vom Strand angebracht ist, an dem sich gerade die Wellen des Pazifischen Ozeans brechen. Dabei könnte es sein, dass diese Hinweise bald noch weiter ins Hinterland versetzt werden müssen.
    Der United States Geological Survey (USGS) hat eine Studie veröffentlicht (untere Grafik stammt aus der Studie), wonach ein Erdbeben vor der Küste Alaskas eine Flutwelle auslösen könnte, die einen Schaden von mehr als zehn Milliarden US-Dollar anrichtet und bei der etwa eine Million Menschen in Sicherheit gebracht werden müssten. Dieses Szenario würde sich bei Erdstößen der Stärke 9,1 entwickeln – ähnlich dem Seebeben vor zwei Jahren vor der Küste Japans, das zur Atom-Katastrophe von Fukushima geführt hatte. In Kalifornien richtete damals der sich nach Osten bewegende Tsunami bereits einen Schaden von 100 Millionen Dollar an.


    Eine Überflutung von acht Metern Höhe bis tief ins Land


    “Die amerikanische Regierung muss sich die Frage stellen, ob es eines Tages schlimme Konsequenzen für Kalifornien geben könnte durch einen Tsunami, den ein weit entferntes Erdbeben auslöst. Die Antwort darauf lautet leider: Ja”, sagt Lucile Jones. Sie ist Wissenschaftlerin beim USGS und Leiterin der Studie, an der mehr als 150 Wissen-schaftler beteiligt waren.
    Die Menschen in der Mitte und dem Süden Kaliforniens leben ohnehin in ständiger Angst davor, dass die Erde zu wackeln beginnt. Nun kommt noch die Furcht vor einer Welle hinzu, wenn es etwa 5000 Kilometer nördlich ein Erdbeben gibt. “Und das wird nicht nur eine Welle sein, es wird nicht einmal wie eine Welle aussehen – es werden eher Schwalle sein”, sagt Jones: Eine Überflutung von acht Metern Höhe bis tief ins Land. Gefahr bestehe auch durch die Strömung, die Erde an der Küste verschiebt und teilweise wegreißt.
    Es ist ein Horrorszenario, das die Wissenschaftler da zeichnen. “Es ist hypothetisch, aber nicht ausgeschlossen”, sagt Jones über die Studie, bei der Wissenschaftler ein Erdbeben im März 2014 – dem 50. Jahrestag des Karfreitagsbebens von 1964 – simuliert und die Folgen berechnet haben. Am schlimmsten würde es im Norden die Anrainer der San Francisco Bay treffen und weiter südlich die Metropole Los Angeles.
    Der Flughafen Oakland wäre ebenso komplett unter Wasser wie die Inseln Alameda (Oakland) und Balboa (Newport Beach). Verheerend wäre die Flutwelle vor allem für die Häfen in Long Beach und Los Angeles – durch die Zerstörungen könnten Rohöl und Abwasser in den Pazifik gespült werden. Die entstehenden Brände dürften sich aufgrund der Hitze und Trockenheit in Kalifornien schnell ausbreiten.
    Den Menschen bliebe nicht viel Zeit, auf diese Flutwelle zu reagieren – weshalb der USGS nun mit den Behörden in Kalifornien zusammenarbeitet, um sich auf dieses Szenario einzustellen. “Wenn wir feststellen, dass da wirklich ein großer Tsunami auf uns zu-kommt, haben wir noch dreieinhalb Stunden Zeit, bis der erste Schwall hier in Kalifornien ist”, sagt Jones.
    Vor allem das Frühwarnsystem – in den USA werden die Einwohner derzeit vor allem über das Fernsehen vor Unwettern und Naturkatastrophen gewarnt – soll verändert werden. Es wird gerade eine Applikation für Mobiltelefone entwickelt, durch die Bewohner bedrohter Gebiete schneller und direkter informiert werden können. Zudem soll die Gefahrenzone erweitert werden, über die Handy-App sollen die Menschen dann erfahren, wie weit sie mindestens fliehen müssen, um sicher zu sein. Fernsehen kann diese Information nicht liefern.
    “Wer sich in einer Gefahrenzone befindet, wird nicht riskieren zuzusehen – er wird fliehen”, sagt Jones. Also genau das tun, was die Schilder am Straßenrand raten.
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    Super-Taifune bald keine Ausnahme mehr
    Klimawandel macht Wirbelstürme wie den Philippinen-Sturm Haiyan häufiger und heftiger
    Mehr als 10.000 Tote und verwüstete Landstriche - das ist die bisherige Bilanz des Taifuns Haiyan auf den Philippinen. Kein Wunder: Nach Angaben von Klimaforschern war der Wirbelsturm der stärkste Tropensturm, der seit Beginn der Beobachtungen auf Land traf. Aber er wird künftig kein Ausnahmefall mehr bleiben: Modelle zeigen, dass sich solche Superstürme in Zukunft häufen und sogar noch verstärken werden.
    Taifun Haiyan über der Insel Leyte am 8. November 2013
    © NASA/SSAI, Hal Pierce
    Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 270 Kilometern pro Stunde raste der Taifun Haiyan am 8. November über die Philippinen hinweg. Einzelne Windböen erreichten dabei Geschwindigkeiten von bis zu 379 Kilometern pro Stunde. Entsprechen verheerend waren die Folgen: Der Super-Taifun hat Schätzungen zufolge mindestens 10.000 Todesopfer gefordert. Doch die Zahl der Toten könnte noch beträchtlich steigen: Viele Dörfer im betroffenen Gebiet sind bislang von der Außenwelt abgeschnitten, außerdem werden weiterhin Verletzte und Tote geborgen. In den am stärksten betroffenen Regionen sind bis zu 80 Prozent der Behausungen zerstört, über 600.000 Menschen sind obdachlos und versuchen, die Krisenregion zu verlassen.

    Künftig kein Ausnahmefall mehr
    "Der Taifun Haiyan, der über die Philippinen fegte, war wahrscheinlich der stärkste Tropensturm, der seit Beginn der Beobachtungen auf Land traf", erklärt Stefan Rahmstorf, Forschungsbereichsleiter "Erdsystemanalyse" am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Wie der Forscher erklärt, sind solche Stürme in den letzten drei Jahrzehnten zunehmend häufiger geworden. Auch der aktuelle Weltklimabericht des IPCC konstatiert, dass Hurrikans und Taifune der stärksten Kategorien 4 und 5 seit Beginn der Satellitenmessungen in den 1970er Jahren deutlich zunehmen, vor allem im Nordatlantik, in geringerem Maße auch im Nordpazifik.

    Wolkenformation des Taifuns Haiyan über den Philippinen
    © NASA/ GSFC, MODIS Rapid Response Team
    Wie Rahmstorf in seinem Blog erklärt, lassen Klimamodelle für die Zukunft eine weitere Verstärkung dieses Trends erwarten. Den Modellrechnungen nach sind es dabei vor allem zwei Faktoren, die dies begünstigen: Zum einen nimmt die Temperatur der Meeresoberfläche immer weiter zu. Das aber bedeutet, dass die kritische Schwelle von 27 Grad Celsius, die ein Wirbelsturm für seine Entstehung benötigt, häufiger und in mehr Meeresgebieten erreicht wird.

    Zum anderen sorgt der Klimawandel dafür, dass die Temperaturdifferenz zwischen der warmen unteren Atmosphäre und der kalten oberen Atmosphäre immer größer wird. Denn die Erdoberfläche erwärmt sich und die darüberliegenden Luftschichte immer mehr, gleichzeitig sorgt der Ozonschwund dafür, dass sich die Stratosphäre weiter abkühlt. "Es ist das Temperaturgefälle, aus dem der Sturm seine Energie zieht", erklärt Rahmstorf.

    Auch der mit Wirbelstürmen verbundene Starkregen nimmt zu, die stürmischstten, regenreichsten Gebiete von Haiyan erscheinen hier lila.
    © NASA JPL, Ed Olsen
    Mehr Regen und Sturmfluten verschärfen die Folgen
    Beide Faktoren zusammen sorgen nach neuesten Modellrechnungen dafür, dass künftig sowohl die Intensität als auch die Häufigkeit der starken Wirbelstürme zunehmen werden. Nach Angaben von Aslak Grinsted vom Zentrum für Eis und Klima der Universität Kopenhagen und seinen Kollegen könnte ein Hurrikan der Kategorie 5 jedes zweite Jahr auftreten, wenn sich das Klima um zwei Grad erwärmt.

    Aber nicht nur das: Wie Rahmstorf erklärt, werden nicht nur die Stürme selbst heftiger, auch ihre Begleiterscheinungen verstärken sich durch den Klimawandel: "Etwa extreme Regenfälle, die ein Tropensturm mit sich bringt und die zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen. Denn die Verdunstungsraten und der Wassergehalt der Luft steigen in einem wärmeren Klima an", so der Forscher. "Hinzu kommen Sturmfluten an den Küsten, denn der Meeresspiegel steigt infolge der globalen Erwärmung."

    Noch sind zwar nicht alle offenen Fragen in der Prognose solcher Extremereignisse erklärt. Doch wie Rahmstorf in seinem Blog konstatiert: "Selbst wenn die Chancen nur 50:50 stünden, dass wir durch unsere Treibhausgasemissionen solche Katastrophen verschlimmern– wie ruhig können diejenigen, die sich mit aller Macht gegen Klimaschutzmaßnahmen stemmen, im Angesicht der Bilder aus den Philippinen noch schlafen?"
    Quelle

    Meine Bekannten auf Bohol (Philippinen) haben nach dem Erdbeben alles verloren,
    aber zum Glück leben noch alle! Das Haus ist eingestürzt (war ein guter Bau den
    ein Schweizer organisierte, überwachte und bezahlte) und voll von Rissen. Die Familie
    ist nun seit drei Wochen in den Bergen, wegen Nachbeben und Tsunami Gefahr.
    Nun kam noch der Taifun durch...es sieht in Bohol aus wie nach einem Bombenangriff!

    Bohol 7.2M Earthquake October 15






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    Großes Tokio-Erdbeben könnte 23.000 Menschen töten


    Erdbeben der Stärke 5,3 im Norden Tokyos.
    Um 01:10 JST 21 Dec 2013 (Ortszeit)
    und am 00.21 JST 22 Ausgabe Dezember 2013 der Stärke 3,3 direkt Fukushima

    Ein Ausschuss zum Katastrophenmanagement kommt in Einschätzungen für die Präfekturen Tokyo, Chiba und Kanagawa zu dem Schluss, dass im Fall eines schweren Erdbebens, dessen Epizentrum sich unmittelbar unter dem Gebiet der Hauptstadt befinde, bis zu 23.000 Menschen sterben könnten.
    Weitere 123.000 Personen würden verletzt und 58.000 müssten gerettet werden. Es ist das erste Mal seit acht Jahren, dass diese Katastrophenschätzungen überarbeitet wurden. Grundlage der Schätzungen ist ein hypothetisches Erdbeben der Stärke 7,3, das sich an einem windigen Winterabend ereignen und sein Zentrum im Südend der Hauptstadt hätte.
    Die aktuellen Schätzungen der Totenzahlen entspricht mehr als dem Doppelten der 11.000 Opfer, die bei der letzten Kalkulation aus dem Jahr 2005 ermittelt wurden. Die Steigerung wird durch die Anhebung der Schadensschätzungen aufgrund der Häuserbrände der alten Holzhäuser erklärt.
    Dieses Szenario ist jedoch keine ferne Zukunftsvision, denn tatsächlich besteht nach einer Einschätzung der Regierung eine Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent, dass sich im Zeitraum von 30 Jahren ein derartiges Beben im südlichen Bereich der Region Kanto und dem Großraum Tokyo ereignen wird.
    Das Erdbeben und die dadurch ausgelösten Brände könnten 61.000 Gebäude zerstören und einen finanziellen Schaden von bis zu 95 Milliarden Yen verursachen.
    Aufgrund der aktuellen Berechnungen fordert der Ausschuss von der Regierung nun Taten. So könnte bereits die Zahl der Toten auf ein Zehntel – 2.300 Personen – verringert werden, wenn mehr Gebäude erdbebensicher und brandgeschützt wären. Zudem müsse insbesondere das Verkehrssystem vor einem Kollaps geschützt werden.
    Neben dem Ausfall von Elektrizität und Wasser müsse in Folge des Bebens mit wochenlangen Staus und einem Ausfall des Zugverkehrs für die Dauer eines Monats gerechnet werden. Über die aktuellen Zahlen berichteten unter anderem Kyodo, jiji und NHK.



    In Japan treffen gleich vier Platten aufeinander: die pazifische, eurasische, philippinische und nordamerikanische Platte. Das Beben im März 2011 (fast 19.000 Menschen kamen ums Leben) wurde vor allem von der Konfrontation zweier Platten ausgelöst: Die pazifische Platte schiebt sich unter die eurasische, dadurch wird diese gewölbt und gestaucht. Sh. Breaking News – Das Rätsel um die Ursache des Tsunamis vor Fukushima konnte gelöst werden!
    Quelle


    LG Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von green energy
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    Riesiger Vulkan unter dem Yellowstone-Nationalpark könnte das menschliche Leben in ganz Nordamerika auslöschen

    Bei all seinen Schönheiten und Wundern birgt der Yellowstone-Nationalpark ein ungeheures Geheimnis, das das Schicksal der Menschheit, zumindest aber des menschlichen Lebens in Nordamerika, besiegeln könnte. Unter all den herrlichen Wäldern, Felsen, Geysiren und warmen Quellen schlummert ein riesiger »Supervulkan«, der nach Ansicht von Experten jederzeit ausbrechen könnte. Er würde dabei eine immense Menge an Magma ausspeien, die das ganze Land meterhoch unter sich begraben würde.


    Bei einer Konferenz der American Geophysical Union vertraten Wissenschaftler der University of Utah kürzlich die Ansicht, die Magmakammer unter dem Yellowstone sei mindestens zweieinhalb Mal größer als bisher angenommen. Laut einem Bericht der New York Post erstreckt sie sich über eine Fläche von ungefähr 55 mal 20 Meilen (88,5 mal 32 Kilometer), sie enthält Milliarden von Kubikmetern geschmolzenen Gesteins.

    weiterlesen: http://info.kopp-verlag.de/neue-welt...rdamerika.html

    in Englisch: http://lasvegas.cbslocal.com/2013/12...unt-st-helens/

    aber auf usgs steht er noch auf "grün" http://volcanoes.usgs.gov/about/volc...ellowstone.php

    Mir persönich machen unsere Europäischen Großvulkane wie

    Campi Flegrei der mit dem Vesuv verbunden scheint:

    http://hisz.rsoe.hu/alertmap/site/in..._index&svid=12

    und die Insel Santorin:

    http://hisz.rsoe.hu/alertmap/site/in..._index&svid=18
    mehr Kopfzerbrechen, denn da häufen sich die Erdbeben in 5 - 10 km Tiefer rassant.


    LG

  10. #10
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    Ja derzeit kommen von allen Seiten solche Meldungen, ka was da abgeht aber es ist ein Fakt, daß derzeit viele Vulkansysteme massiv an Grösse zulegen. Die Kammern werden grösser, weil ständig mehr Magma in Ihnen aufsteigt, daher werden künftige Eruptionen unter Umständen weit schlimmer ablaufen wie bisher. Wo ist die Ursache für dieses Phenomen zu suchen, derzeit gibt es 2 Haupttheorien wobei die eine extrem Spekulativ erscheint. Aber ich Denke mir viele Augen sehen mehr wie ein paar wenige, im MDR Radio gibt es eine Sendung wo es um Forschung und Wissenschaft geht, dort wurde diese Theorie vorgestellt: "Derzeit steigt im Erdinnerem die Durchschnittstemperatur an (lt. den Daten der Sendung um ca. 2-5°C), dieser Anstieg mag klein sein aber für das gesammt Model Erde könnte Er fatale Folgen haben". So wird daraus der Vulkanismus masiv ansteigen (im Feuering sind ja schon deutliche Veränderungen vorhanden), im allerschlimmsten Fall könnte der Temperaturanstieg weiter gehen bis ein Magmafluss stattfindet, dieser Vorgang ist auf der Erde zum Glück extrem selten aber dennoch möglich. Was ist ein Fluss, einfach ausgedrückt ist dies eine Eruption von 100 mal Yellow Stone. Ein fluss war der sogenannte Sibische Trapp dabei riss die Erde auf über 1000km länge auf und produzierte ein Lavafeld welches einmalig auf der Erde ist, die Folgen waren für das Leben mehr als dramatisch deutlich über 95% allen Lebens wurde vernichtet (im Meer sogar 100% wenn die Ergebnisse der forschungen stimmen). So dies war die extrem Theorie, die andere allerdings ist sehr real durch die Temperhöhung in den Ozeanen ist der Meeresspiegel leicht gestiegen, dies bedeutet ein höhere Masse welche auf die Ränder der Erdplatten wirkt. Dadurch kommt es zu einem Anstieg der Erdbeben und Vulkanaktivität (Bsp. für diese Vorgänge sind diese Wintervulkane in Kamschadka, die brechen immer im Winter aus, weil durch die Eisbildung in den Polarmeeren Masse von den Plattenrändern genommen wird).

    Nunja was auch immer die Gründe sind, es wird langsam brenzlig auf Unserer Erde aber warten Wir mal ab was die Forscher Uns noch vermelden? Also ich für meinen Teil werde dies nicht machen, ich werde meine Augen und Ohren aufmachen und selber suchen.

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