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Thema: CERN

  1. #1
    Gast

    CERN

    CERN

    Auf diesen Tag haben Tausende Physiker weltweit gewartet, ja im Grunde ihrer Seelen sogar die gesamte Menschheit:. Am Dienstagmorgen werden im neuen Teilchenbeschleuniger des europäischen Forschungszentrums Cern bei Genf zwei gegensinnig umlaufende Protonenstrahlen erstmals mit einer Energie kollidieren, die kein Teilchenbeschleuniger jemals vorher annähernd erreicht hat. Dabei sollen Bedingungen entstehen, wie sie Billonstel Sekunden nach dem Urknall vor 13,7 Milliarden Jahren geherrscht haben. Die beiden energiereichen Teilchenstrahlen zusammenzuführen ist für die Betreiber des 27 Kilometer langen „Large Hadron Collider“ (LHC), der hundert Meter tief unter der Erde in einem Tunnel zwischen dem Genfer See und dem französischen Jura verläuft, offenkundig eine Herausforderung. „Es ist so, als wenn sich zwei Stecknadeln auf halbem Weg durch den Atlantik exakt an einem Punkt treffen sollen“, sagt Steve Myers, Leiter der Beschleunigergruppe am Cern. Verläuft alles nach Plan, sollen mit diesem Tag auch offiziell die umfangreichen Experimente mit dem LHC beginnen. Die Forscher hoffen in den kommenden Jahren, eine Reihe bislang unbekannter Teilchen zu entdecken und neue Einblicke in die Entstehung des Universums zu erhalten.

    Start um neun Uhr
    Ende des vergangenen Jahres hat man schon einmal testweise Wasserstoffkerne im LHC aufeinandergeschossen – allerdings war das vergleichsweise „sanft“ bei einer moderaten Energie erfolgt. Nach wochenlanger Vorbereitungsarbeiten ist man nun für den nächsten Schritt bereit. Von neun Uhr an sollen die Teilchenstrahlen auf eine Energie von 3500 Milliarden Elektronenvolt (Gigaelektronenvolt, GeV) beschleunigt werdem, bevor man sie zunächst an einer Stelle – später dann an vier Stellen – zusammenführt. Wenn die zwei Protonen kollidieren, wird eine Energie von 7000 GeV freigesetzt, das ist die Hälfte der maximalen Kollisionsenergie, für die der LHC ausgelegt ist. Zum Vergleich: Eine Elektronenröhre eines althergebrachten Fernsehers bringt es auf gerade mal 20.000 Elektronenvolt. Bis zum Herbst 2011 soll der LHC diese Kollisionsenergie nicht überschreiten. Danach soll er aufgerüstet werden, sodass von Frühjahr 2012 an zwei Protonenstrahlen mit der doppelten Energie umlaufen werden.

    Energie wird zu Materie
    Umgerechnet besitzen die am Dienstag im LHC kreisenden Partikeln zwar nur das Siebenfache der Bewegungsenergie von fliegenden Mücken, weil diese aber bei der Kollision praktisch an einem Punkt konzentriert wird, hat sie extreme Auswirkungen. So entstehen gemäß der berühmten Energie-Masse-Beziehung von Albert Einstein Myriaden von Sekundärteilchen, deren Eigenschaften die Forscher des Cern in der nun anstehenden Messphase detailliert vermessen werden. Denn nur so können die Forscher herausfinden, was sich bei den Teilchenkollisionen tatsächlich abgspielt hat. Die Fragmente werden von vier gewaltigen Detektoren registriert, die in unterirdischen Hallen stehen und jeweils einen Kollisionspunkt umgeben.

    Was geschah beim Urknall?
    Die Forscher hoffen, bei der nun erreichten Energie zahlreiche unbekannte Teilchen zu erzeugen, die bisher in keinem existierenden Teilchenbeschleuniger gesichtet worden sind. Ganz oben auf der Fahndungsliste steht das sogenannte Higgs-Teilchen, dessen Existenz erklären könnte, warum die bekannten Elementarteilchen eine eigene für sie typische Masse besitzen und warum etwa das Proton 1836 Mal so schwer ist wie das Elektron. Peter Higgs von der University Edinburgh hat dieses Teilchen vor mehr als vierzig Jahren vorausgesagt. Bislang war die Energie der bestehenden Teilchenbeschleuniger offenkundig zu niedrig, um das Higgs-Teilchen erzeugen zu können – vorausgesetzt, es existiert tatsächlich. Für die meisten Physiker wäre es aber eine Enttäuschung, wenn es nur bei dieser Entdeckung bliebe. Denn es sind noch viele Fragen offen, auf die die Teilchenphysiker bislang keine zufriedenstellende Antworten haben. So ist noch immer unklar, warum es im Universum Materie gibt, aber keine Antimaterie, obwohl doch beides ursprünglich zu gleichen Teilen aus dem Urknall hervorgegangen ist. Warum gibt es vier Naturkräfte? Und woraus besteht die dunkle Materie, die den überwiegenden Teil der Materie des Kosmos ausmacht, aber selbst mit den leistungsfähigsten Teleskopen nicht gesichtet werden kann?

    Keine Angst vor Schwarzen Löchern

    Eine Sensation wäre es für die Forscher, wenn sich bei den Teilchenkollisionen auch Hinweise auf sogenannte Extradimensionen zeigen würden – also zusätzliche Raumdimensionen, die sich normalerweise nicht wahrnehmen lassen, aber einigen ernstzunehmenden physikalischen Theorien zufolge durchaus denkbar sind. Dann ließen sich die Quanten- und die Gravitationstheorie endlich unter einen physikalischen Hut bringen. Für einen kurzen Moment könnten sich bei der Kollision zweier Protonen sogar winzige Schwarze Löcher bilden, die nach den Berechnungen der Physiker allerdings sofort wieder zerstrahlen würden und daher ungefährlich wären. Was für die Physiker ein Meilenstein wäre, ist für einige Zeitgenossen eine Gefahr für die Erde, da sich nach ihrer Ansicht die Minilöcher zu alles verschlingenden Ungeheuern entwickeln können. Für Experten auf dem Gebiet der Quantengravitation beruhen die Befürchtungen aber auf einer falschen Interpretation der Relativitätstheorie und sind daher unberechtigt.

    Live im Internet
    Die Physiker des Cern rechnen damit, dass schon dieses Jahr einige der Fragen beantwortet werden können. Die wichtigste Voraussetzung dafür wird voraussichtlich an diesem Dienstag geschaffen werden. Was nun zu tun bleibt ist, die Intensität, genauer die Luminosität der Teilchenstrahlen zu erhöhen, damit die Rate der Kollisionen möglichst groß ist.

    Die Verantwortlichen des Cern werden das heutige Ereignis auch medial gut in Szene setzen. Wer nicht vor Ort im Kontrollzentrum des Large Hadron Colliders sein kann, hat die Möglichkeit, die Inbetriebnahme live im Internet zu verfolgen. Neun Stunden lang werden alle Aktivitäten übertragen; Liveschaltungen zu den verschiedenen Forschungsinstituten in aller Welt sind geplant. Weil es an manchen Orten noch tiefste Nacht ist, wenn die Protonen kollidieren, wird der eine oder andere Forscher noch im Schlafanzug die Ereignisse in Europa verfolgen.


    Quelle : http://www.faz.net/s/Rub163D8A690801495 ... ntent.html


    Kann man nur hoffen das es nicht so kommt :


  2. #2
    Administrator Avatar von zwirni
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    Re: CERN

    Sehr guter Bericht....bin echt mal gespannt was für ein Ergebnis dabei herraus kommt....
    Wird auf jedenfall spannent....

  3. #3
    Gast

    Re: CERN

    Und schon ist das EXPERIMENT wieder unterbrochen

    Da scheint es wohl jemanden zu geben der etwas gegen das EXPERIMENT hat

    Mal sehen, wie und ob es weitergeht

  4. #4
    Benutzer
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    Re: CERN

    Soweit ich weiss,haben die es doch erfolgreich abgeschlossen.
    Wollen sich demnächst an die dunkle Materie begeben.
    Mal sehen wie das dann ausgeht.

    mfG,Anoubis X

  5. #5
    Moderator Avatar von Joe
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    Re: CERN

    Grüße Euch,
    Habe gerade eine Mail bekommen:


    Betreff: Interview mit Gabriela Schröter über die Gefahren am CERN LHC
    Von: activ8me 11.04.10 14:50

    Betreff: Interview mit Gabriela Schröter über die Gefahren am CERN LHC
    Von: activ8me
    An:
    Datum: 11.04.10 14:50:44



    11. APRIL 2010 15:00 CET



    DRINGLICH
    ZUR SOFORTIGEN PUBLIKATION

    PRESS RELEASE von notepad publishing



    'Interview mit Gabriela Schröter über die Gefahren am CERN LHC'

    Am 7. April 2010 führte notepad publishing ein Interview mit Gabriela
    Schröter in Zürich. Frau Schröter hat ihre Klage gegen den CERN LHC
    über 4 Instanzen bis zum höchsten Gericht Deutschlands weitergezogen.
    Die Urteilsbegründung des Bundesverfassungsgericht ist 13 Seiten lang.
    Frau Schröter ist Deutsche Staatsbürgerin mit Wohnsitz in der Schweiz.
    Frau Schröter hat zuerst am Bezirksgericht Zürich geklagt, welches am
    19. Juni 2008 urteilte. Anschliessend am Oberverwaltungsgericht für
    das Land Nordrhein-Westfalen, welches Ende 2008 urteilte. Dieses
    Urteil wurde weitergezogen an das Verwaltungsgerichtgericht Köln und
    schliesslich an das Bundesverfassungsgericht, welches vor wenigen
    Wochen als höchstes Gericht Deutschlands sein abschliessendes Urteil
    zu den Gefahren am CERN LHC publizierte. notepad publishing führte mit
    Frau Schröter ein Interview in Deutsch über die Gefahren am CERN LHC.
    Dauer: 55 Minuten.




    notepad publishing
    Montreux, Schweiz

    http://www.stopcern.com
    http://www.notepad.ch
    http://www.notepad.TV



    BREAKING NEWS: Interview mit Gabriela Schröter über die Gefahren am
    CERN LHC (Text):
    http://www.stopcern.com/blog1.php/2010/04/11/am-7-april-2010-fuehrte-notepad-publishi-13

    BREAKING NEWS: Interview mit Gabriela Schröter über die Gefahren am
    CERN LHC (Video):
    http://www.stopcern.com/blog1.php/2010/04/11/breaking-news-interview-mit-gabriela-sch

    Artikel:
    http://www.stopcern.com

    Youtube:
    http://www.youtube.com/notepadpublishing




    Auszüge:

    'Und zu meiner grossen Überraschung, muss ich sagen, das hat mich also
    fast vom Hocker gehauen, war die Antwort, dass ich in Zürich gar nicht
    klagen kann oder in der ganzen Schweiz nicht klagen kann oder weltweit
    wahrscheinlich - weil CERN als wissenschaftliches Institut unter
    absoluter Immunität steht und damit rechtlich überhaupt nicht zu
    belangen ist.'

    'Ich war geschockt, dass es möglich ist, einen wissenschaftlichen
    Apparat, auch wenn sie noch so gross sind und international mit 20
    Mitgliedsstaaten - was ja immer ein bisschen wechselt im Laufe der
    Jahre - so gross ist, dass man da als Bürger völlig machtlos ist. Und
    auch als Bürgerin. Völlig machtlos. Und das gibt einem schon zu
    denken.'

    'Dass die kleinen schwarzen Löcher zerstrahlen, wie Professor Hawking
    postuliert ist eine Theorie, eine theoretische Berechnung. Das heisst
    ja nicht, dass es so ist. Das wird ja oft so dargestellt - als
    Tatsache.'

    'Wesentlich finde ich nicht ob die Wahrscheinlichkeit 1:12 ist oder 1
    zu einer Million. Wesentlich ist für mich, wenn die Wahrscheinlichkeit
    1 zu einer Million ist, dass irgendein Experiment mein Leben kostet,
    dann kann ich sagen 'Stopp, das will ich nicht!'. Also auch wenn die
    Wahrscheinlichkeit so gering ist. Darum geht es mir hier nicht.
    Solange eine Wahrscheinlichkeit da ist, dass das Leben auf der Erde
    und das Leben der Erde selber gefährdet ist, dann darf das meiner
    Haltung nach nicht passieren.'

    'Menschen, mit denen ich persönlich reden konnte, die waren meist sehr
    angetan und haben sich zum Teil auch bedankt für die Arbeit, die ich
    da auf mich nehme - virtuell war das ganz anders. Da waren die
    wirklich allermeisten Einträge erstens anonym und zweitens angriffig
    bis - und das hat mich also sehr erschüttert - bis hasserfüllt ... Was
    ich persönlich nicht besonders gut vertrage ist, wenn man mich anonym
    angreift. Ich stehe zur Verfügung, ich stehe jedem zur Verfügung, mit
    mir zu reden, zu kommunizieren, zu emailen, was auch immer, aber ich
    mag anonyme Angriffe unter der Gürtellinie nicht.'

    'Es ist ja auch nicht so, dass ich jetzt sage, nach dieser abgelehnten
    Klage vom Bundesverfassungsgericht - sage ich nicht, es war alles
    umsonst. Im Gegenteil. Ich sage, die 2 Jahre, die ich bisher
    investiert habe, die Zeit und die Energie, die ich investiert habe,
    war sehr gut. Es war für mich sehr gut. Ich habe sehr viel gelernt.
    Und für mich ist es auch noch nicht zu Ende.'

    'Das heisst jetzt aber nicht, dass die Entscheidung der Klage
    unanfechtbar ist, sondern es geht nur um die Zurückweisung der Klage.
    Das Bundesverfassungsgericht beschäftigt sich nicht mit dem Inhalt und
    hat 13 Seiten lang beschrieben, warum es sich nicht mit dem Inhalt
    beschäftigt.'

    'In der Natur passieren diese Kollisionen in einem freien Umfeld. Im
    LHC passieren diese Kollisionen - ich sage jetzt mal ein Bisschen
    pointiert - durch eine Vergewaltigung der Laufbahn der Protonen. Die
    Protonen werden gezwungen, durch diese starken Magnete, durch dieses
    Runterfrieren und durch ganz viel Energie, die natürlich gebraucht
    wird - werden sie in eine Kreisbahn gezwungen, die sie von Natur aus
    nie so einnehmen würden und auch nicht tun. Und sie werden zu einer
    Kollision gezwungen.'

    'Es ist eine Vergewaltigung der Bahn der Protonen. Die würden nie so
    laufen. Und deswegen ist nicht voraussehbar, was passiert.'

    'Was das bei mir ausgelöst hat, ist, dass ich mich nicht mehr
    aufgehoben fühle in den Gesetzen. Ich glaube nicht mehr dran. Ich sage
    sogar immer wieder vielleicht ein Bisschen überspitzt: 'Das Papier,
    auf dem das Grundgesetz geschrieben ist, ist nicht das Papier wert,
    auf dem es steht'. Also von da her hat sich einiges geändert in meiner
    Einschätzung. Und ich habe gemerkt, ich darf nicht mehr alles glauben,
    was ich so höre und lese. Was ich noch gelernt habe in den 2 Jahren,
    ist genauer hinzuhören, wenn wissenschaftliche Texte veröffentlicht
    werden. Und genauer hinzugucken. Und was ich gelernt habe, ist, dass
    ich mich von meiner Intuition und von meiner Stimme nicht abbringen
    lasse. Egal, was mir entgegen kommt.'





    A-R-M-I-N A-L-B-A-R-R-A-C-I-N, Senior Investigative Journalist,
    Mitglied Deutscher Verband der Pressejournalisten e.V. (Reg ID:
    BD-0742 1055-017)

    notepad (= notepad publishing) ist eine non-profit News Agentur
    domiziliert in Montreux, Schweiz.

    notepad publishing ist spezialisiert auf investigativen Journalismus.
    notepad publishing ist die Montreux News Agentur (Reg ID: FD7 902
    00224) für die European News Agency domiziliert in Florida, USA.


    Kontaktieren Sie bitte für weitere Informationen zu diesem Interview,
    diesem Interviews oder für Interviews mit notepad oder notepads
    Interview Partnern: A-R-M-I-N A-L-B-A-R-R-A-C-I-N@notepad.ch (Bitte
    '-' entfernen)
    Tel:: +41 22 548 08 07



    http://www.stopcern.com
    http://www.notepad.ch
    http://www.notepad.TV


    PS:
    notepad publishing führte am 13. März 2010 bereits ein Interview mit
    einem bekannten Kritiker des CERN LHC in seiner Heimatstadt, in
    Tübingen, Deutschland:
    Prof. Otto. E. Roessler
    'Ich will widerlegt werden': Interview mit Professor Otto E. Rössler
    über die Gefahren am CERN LHC
    http://www.stopcern.com/blog1.php/2010/03/18/breaking-news-interview-with-professor-o


    ja,is ja der Hammer.Und wenn ich da noch an das denke was W.F. schrieb (siehe viewtopic.php?f=23&t=187)
    macht Euch mal ein Bild davon.Da stinkts auch , aber richtig.



    LG Joe
    sut Yahusha ilu samesa

  6. #6
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    Re: CERN

    @ all,

    Mit CERN habe ich auch so meine PROBL: hab da kein gutes Gefühl dabei,

    die Wissenschaftler und Konzerne die daran beteiligt sind, wissen hoffentlich
    was sie da tun
    Hoffentlich gibt es da mal hein grösseres Erdbeben
    Wir wohnen ca. 100km davon entfernt, Freiburg
    Und an der Urknalltheorie glaube ich nicht, SIE sind nicht Gott :? :? :? :? :? :? :?

    Minus 270 Grad ist es doch runtergekühlt und heisser auf der Sonne, Temperatur weiss
    ich gerade nicht

    lg kassandra

  7. #7
    Susi
    Gast

    Re: CERN

    @ all

    habe interessante Neuigkeiten von unserem geliebten Teilchenbeschleuniger :

    Vulkanasche aus Island stiehlt dem Teilchenbeschleuniger LHC am CERN die Show
    20.04.2010

    Nach dem Medienspektakel zur Monatswende ist es um den Teilchenbeschleuniger auffällig ruhig geworden. Dabei geht es jetzt erst richtig los

    Voraussichtlich noch in dieser Woche soll die Intensität der Teilchenpakete von rund 2 Milliarden Protonen pro Paket auf 20 Milliarden Protonen erhöht werden. Heute früh fanden die ersten Kollisionen mit einer Energie von 0,4 TeV statt, was 11% der maximalen Leistung entspricht. Diese soll sukzessive erhöht werden.

    Doch momentan sind die großen Medien durch den isländischen Vulkanismus regelrecht paralysiert. Flugverbot, Hunderttausende von gestrandeten Touristen, Chaos auf den Flughäfen waren und sind die beherrschenden Themen. Wer interessiert in solch einer Situation ernsthaft für die Versuche am CERN?

    Kritiker weisen indessen mit Nachdruck darauf hin, dass bei einer weiteren Steigerung der Intensität am CERN ein kleines Schwarzes Loch entstehen könnte. Dieses sollte der Theorie zufolge zwar rasch zerfallen, jedoch gibt es andere Kalkulationen, denen zufolge kleine Schwarze Löcher stabil sind.

    Wie sich ein unkontrollierbar wachsendes Schwarzes Loch innerhalb weniger Monate eine gefährliche Masse einverleiben könnte, wird in dem Buch „Sekunde Null. Das Urknall-Experiment“ beschrieben...
    Quelle:
    http://www.firmenpresse.de/pressinfo190926.html

    LG

  8. #8
    Susi
    Gast

    Re: CERN

    Ein neues Cern

    Guten Abend @all,

    nachdem es über Cern außer einer weiteren Steigerung der Kollisionsintensität ja nicht so viel Neues mom. zu lesen gibt, finde ich diesen soeben gefundenen Artikel äußerst interessant :

    Anlieferung eines haushohenTeilchenbeschleunigers
    10.05.2010

    Einziges deutsches 6-Megavolt-Massenspektrometer erreicht Kölner Institut für Kernphysik und dient der Klimaforschung
    Spätestens seitdem der weltgrößte Teilchenbeschleuniger am europäischen Forschungszentrum CERN in Genf in Betrieb ist, sind nicht nur Physiker auf der ganzen Welt, sondern auch die Öffentlichkeit von solch großen Geräten fasziniert. Etwas kleiner und damit einer Universität angemessener erhält die Universität zu Köln ein neues Massenspektrometer, dessen Kernstück ein 6-Megavolt-Teilchenbeschleuniger ist.

    Die letzten Komponenten des Systems werden am 18. Mai am Institut für Kernphysik angeliefert. Alle Beteiligten erwarten mit Spannung den Moment, wenn der 18 Tonnen schwere und zehn Meter lange Beschleunigertank über der Wiese zwischen den Instituten der Geologie und Kernphysik schweben wird, und dann langsam durch eine enge Bodenöffnung in den unterirdischen Beschleunigerbereich des Instituts für Kernphysik abgesenkt wird, um im neu geschaffenen „Accelerator Mass Spectrometry“-Bereich (AMS) seinen endgültigen Standplatz zu finden. Der Aufbau und die Inbetriebnahme der gesamten Anlage sollen bis Ende 2010 abgeschlossen sein.

    Die Kölner Universität konnte sich nach Aussagen der Deutschen Forschungsgemeinschaft bei der Ausschreibung für das Massenspektrometer gegen andere Universitäten durchsetzen.
    Für die Beschaffung des Geräts stellte die Forschungsgemeinschaft 5,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das neue Zentrum für Beschleuniger-Massenspektrometrie „CologneAMS“ an der Universität wird als zentrale deutsche Einrichtung der Wissenschaftsgemeinschaft ab 2011 zur Verfügung stehen.
    „Neben wissenschaftlichen Fragestellungen auf den Gebieten der nuklearen Astrophysik, Medizin und Pharmakologie werden Geo- und Umweltwissenschaftler die neuen Messmöglichkeiten in der experimentellen Grundlagenforschung nutzen“, erklärt Dr. Alfred Dewald, leitender Nuklearphysiker des CologneAMS. Beispielsweise wird das Alter von Ablagerungen auf der Erdoberfläche bestimmt.

    Derart große Beschleuniger-Massenspektrometer werden immer wichtiger, denn die Gewinnung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse hängt zunehmend davon ab, bestimmte in der Erdatmosphäre gebildete Nuklide mit höchster Empfindlichkeit und Auflösung untersuchen zu können. Die Nuklide entstehen durch kosmische Strahlung und dienen dazu, Materialien der Erdoberfläche zu datieren.
    So erlauben die Massenspektren den Forschern Rückschlüsse über Verläufe von Ozean- und Atmosphärenzirkulationen zu ziehen. Dies zusammen mit der Untersuchung der zeitlichen Entwicklung unserer Sonne ist von zentraler Bedeutung für die Erforschung des globalen Klimas und dessen Wandels.
    Bisher gab es in Deutschland keine Beschleuniger-Massenspektrometer, die für solche Untersuchungen ausreichten. Die deutschen Forscher mussten deshalb vielfach ins Ausland für ihre Messungen reisen, etwa nach Zürich oder Livermore/Kalifornien.

    Vor Ort haben die Physiker als Information diverse Poster aufgehängt, die die Anlage selbst, den Umbau des Beschleunigerbereichs sowie diverse Anwendungen vorstellen, die die neue Messtechnik nutzen werden.
    http://idw-online.de/pages/de/news368637

    LG

  9. #9
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    Re: CERN

    HAbe langsam das Gefühl, dass der Wahnsinn unendlich ist und hoffe, dass bevor die Teilchen beschleunigen, beschleunigt noch was andere und dem Wahnsinn ein Ende setzt
    Große Geister
    sind immer auf den
    erbitterten Widerstand
    Mittelmäßiger gestoßen.

    - Albert Einstein –


    http://stores.ebay.de/steinreiki

  10. #10
    Gast

    Re: CERN

    Auf der Suche nach der neuen Physik




    Langsam nähert sich der Large Hadron Collider am Kernforschungszentrum Cern seiner energetischen Dienstgipfelhöhe. Derweil präsentieren Physiker eine Wunschliste für zukünftige Versuche: Einige führen zu einer neuen, bizarren Physik.


    Dass man das Higgs-Boson, den vermuteten Spender aller Massen im Universum, mit dem LHC zu finden gedenkt, ist hinlänglich bekannt. Ebenso oft berichtet wurde in den letzten Monaten über die sogenannte Supersymmetrie, eine Erweiterung des Standardmodells der Teilchenphysiker. Sie sagt eine ganze Latte an neuen Partnern der bislang bekannten Partikeltypen voraus - auch das soll demnächst mit dem größten Teilchenbeschleuniger der Welt überprüft werden.

    "Das Standardmodell ist falsch"

    Aber es gibt auch exotischere Theorien und Teilchen, die in den nächsten Jahren ins Rampenlicht rücken könnten. Ab morgen besprechen Fachleute bei der Internationalen Konferenz für Hochenergiephysik in Paris (ICHEP 2010) die weitere Vorgangsweise.

    Bereits im Vorfeld argumentierten einige Physiker, man müsse die ausgetretenen Pfade verlassen - und Versuchen jenseits aller Konventionen eine Chance geben. Zoltan Ligeti vom Berkeley National Laboratory in Kalifornien votierte etwa dafür, nachzusehen, ob es das "Diquark" gibt, dessen Existenz von speziellen Varianten der Stringtheorie vorhergesagt wird.

    Er sagte kürzlich gegenüber der Zeitschrift "Nature": "Selbst mit relativ geringen Daten könnte man zeigen, dass das Standardmodell falsch ist." Damit ist gemeint, dass das Modell streng genommen nur bis zu moderaten Energiebereichen funktioniert, bei extrem hohen Energien (wie sie etwa zu Beginn des Universums vorhanden waren) versagt es jedoch. Greg Landsberg von der Brown University kommentierte die Angelegenheit wie folgt: "Aus mathematischer Perspektive wissen wir, dass das Standardmodell falsch sein muss." Nur: Wer oder was soll es ersetzen?


    "Echo der vierten Dimension"
    Studien hierzu:

    Vanishing Dimensions and Planar Events at the LHC, Preprinteserver "arXiv" (1003.5914v1).

    The Hunt for New Physics at the Large Hadron Collider, Nucl.Phys.B, Proc.Suppl. (Bd. 200-202, S. 185).


    Landsberg glaubt, dass nur eine völlig neue Physik die Probleme der alten lösen kann. Er verordnet seinem Fach eine Radikalkur, und zwar in Form eines Modells, das die Kategorien von Zeit und Raum neu ordnet. Landsberg zufolge wächst mit der Größe des Universums auch die Anzahl seiner Dimensionen. Anfangs, so meint er, habe es lediglich eine Raum- sowie eine Zeitdimension gegeben: "Stellen Sie sich das Universum als eindimensionalen Faden vor, der sich, während er wächst, Schritt für Schritt in einen zweidimensionalen Teppich verwandelt, und sich später zu drei Dimensionen einwickelt."

    Der US-Physiker und seine Kollegen haben berechnet, dass der Schritt zu vier Dimensionen sich via einer intrinsischen Energie bemerkbar machen müsste, die das Universum auseinander zieht. Und dieser Effekt entspricht zumindest grob jener beschleunigten Ausdehnung, die Physiker gegenwärtig messen können. Üblicherweise wird dieser Effekt der (ebenfalls noch nicht nachgewiesenen) Dunklen Energie zugeschrieben, Landsberg meint: "Die Dunkle Energie ist ein Echo der vierten Raumdimension."

    Auch wenn sich Beiträge wie diese noch im spekulativen Feld bewegen, werden sie in der Fachgemeinde durchaus ernst genommen. Cern-Forscher Albert de Roeck meinte gegenüber "Nature": "Landsbergs Theorie ist etwas, das wir unbedingt bestätigen oder wiederlegen wollen."


    science.ORF.at

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