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Thema: HARTZ und 1€ Job

  1. #311
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    Atypische Beschäftigung: Weitere Zunahme bei Teilzeit und Leiharbeit, Zahl der Mini-Jobs geht leicht zurück

    Wie "deutlich" denn??? Da hat man wohl die Zahlen vergessen .......

    Der Arbeitsmarkt hat sich im Jahr 2016 positiv entwickelt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Vollzeit ist deutlich gewachsen. Noch stärker hat allerdings die atypische Beschäftigung zugenommen. Daher ist der Anteil von Teilzeitstellen, Leiharbeit und Minijobs an der Gesamtbeschäftigung erneut ein wenig gestiegen und befindet sich auf dem höchsten Stand seit 13 Jahren. Unterm Strich waren 2016 rund 39,6 Prozent aller abhängigen Hauptbeschäftigungsverhältnisse (ohne Beamte und Selbständige) solche atypischen Jobs, 2015 lag die Quote bei 39,3 Prozent. „Insbesondere die Zahl der Teilzeit- und Leiharbeiter hat 2016 weiter zugenommen“, beschreibt Dr. Toralf Pusch, Arbeitsmarktexperte des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, den aktuellen Trend. Die Zahl der oft besonders schlecht bezahlten und abgesicherten Minijobber im Haupterwerb habe hingegen um etwa 46.000 Beschäftigte abgenommen – auf 5,14 Millionen.

    Am stärksten verbreitet ist atypische Beschäftigung in den westdeutschen Flächenländern. Schleswig-Holstein hat mit 43,3 Prozent den höchsten Anteil, gefolgt von Rheinland-Pfalz (42,6 Prozent) und Niedersachsen (42,1 Prozent). In manchen westdeutschen Städten und Landkreisen liegt die Quote sogar bei mehr als 50 Prozent. Die höchsten Anteile weisen Delmenhorst mit 55,9 Prozent sowie die Kreise Kusel (51,6 Prozent) und Plön (50,9 Prozent) auf. Insgesamt beträgt die Quote der atypischen Beschäftigung im Westen 39,9 Prozent, im Osten fällt sie um etwa einen Prozentpunkt geringer aus. Das ergeben die soeben aktualisierten Zahlen der WSI-Datenbank „Atypische Beschäftigung“. Über die Datenbank sind die neuesten Zahlen für die gesamte Bundesrepublik, die einzelnen Bundesländer, alle Landkreise und kreisfreien Städte online abrufbar. Die Datenbank beruht auf Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (BA), die als einzige Quelle alle abhängigen Beschäftigungsverhältnisse regional differenziert.
    Den WSI-Daten zufolge arbeiteten 2016 etwa 23 Prozent aller abhängig Beschäftigten in Teilzeitjobs. Diese Gruppe machte damit den größten Anteil der atypischen Beschäftigung aus. Längst nicht jede Teilzeitbeschäftigung sei prekär, betont Pusch. Allerdings sind Stundenlöhne unter der Niedriglohngrenze von 9,75 Euro brutto bei den Teilzeitbeschäftigten mit einem Anteil von gut 28 Prozent weit verbreitet. Zum Vergleich: bei den Vollzeitbeschäftigten beträgt diese Quote nur etwa 11 Prozent, wie neueste Zahlen aus dem Sozio-ökonomischen Panel für 2015 zeigen. Zudem entspricht der Umfang der Teilzeitarbeit in vielen Fällen nicht den tatsächlichen Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten, was auch mit den niedrigen Verdiensten zusammenhängen dürfte.
    Einen Minijob als Hauptverdienst hatten laut WSI 14,1 Prozent der Beschäftigten. Als Minijobs wurden die geringfügig entlohnten und die kurzfristigen Beschäftigungsverhältnisse erfasst, die steuer- und abgabenrechtlich ähnlich behandelt werden. Bei den geringfügig entlohnten Beschäftigten, die den Löwenanteil dieser Gruppe stellen, ist der Niedriglohnanteil mit gut 70 Prozent der Beschäftigten stark erhöht. Für die kurzfristigen Beschäftigungsverhältnisse, die häufig in der Landwirtschaft eingesetzt werden, sind vergleichbare Zahlen nicht verfügbar.
    Der Anteil der Leiharbeiter an den abhängig Beschäftigten lag im Jahr 2016 bei 2,6 Prozent. Auch für Leiharbeiter gilt eine starke Betroffenheit von niedrigen Löhnen (46 Prozent), zumindest nach den neuesten verfügbaren Zahlen aus dem Sozio-ökonomischen Panel für 2015.
    Zur Methodik: Bei der Berechnung der Quote der atypischen Beschäftigung folgt das WSI der Systematik der Bundesagentur für Arbeit. Die so ermittelten Anteile sind höher als die vom Statistischen Bundesamt berichtete Quote. Dies liege vor allem an einer umfangreicheren Erfassung von Teilzeitarbeitsverhältnissen durch die BA, erklärt Pusch. Die BA, deren Daten das WSI nutzt, stütze sich auf die Meldungen von Arbeitgebern, für die wiederum die gesetzliche Definition von Teilzeitbeschäftigung gilt. Demnach liegt Teilzeitbeschäftigung dann vor, wenn die regelmäßige Wochenarbeitszeit eines Arbeitnehmers kürzer ist als die einer vergleichbaren Vollzeitkraft. Das Statistische Bundesamt spreche hingegen nur dann von Teilzeit, wenn die wöchentliche Arbeitszeit weniger als 21 Stunden beträgt, so Pusch. Außerdem seien Schüler, Studenten und Rentner bei den Zahlen des Statistischen Bundesamtes ausgeklammert, in der amtlichen Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur seien sie dagegen berücksichtigt, nur Beamte und Selbstständige seien hier nicht erfasst.
    Weitere Informationen:
    Startseite der Datenbank


    Quelle: https://www.boeckler.de/cps/rde/xchg...575_108744.htm
    LG
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  2. #312
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    26-Jahres-Tief Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter

    Rekordverarschungsgehudel!!!

    Die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland ist unter 2,5 Millionen gefallen, das ist der niedrigste Wert seit 26 Jahren. Die Bundesagentur für Arbeit zeigt sich außerordentlich zufrieden.

    weiter hier: http://www.t-online.de/finanzen/boer...kt-weiter.html
    7,19 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen

    Über 2,66 Millionen Arbeitslose gab es im März 2017. Doch mit knapp 7,19 Millionen lebten mehr als zweieinhalbmal so viele Menschen in Deutschland von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen, darunter knapp zwei Millionen Kinder und Jugendliche. Denn nur ein Teil derer, die staatliche Unterstützung benötigen, gilt auch als arbeitslos im Sinne der Statistik.

    weiter hier: http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-t...-iv-leistungen
    Die einen schreiben so, die anderen so!

    Ich frage nicht, was Ihr darüber denkt, sondern was Ihr rein intuitiv fühlt?
    Der Bauch hat Recht!

    LG
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  3. #313
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    AW: HARTZ und 1€ Job

    Tanu es werden seid jahren hartz 4 ler nicht als arbeitslos gerechnet!
    Man weiss das es um die 8 millionen arbeitslose gibts,und von der regierung verrarscht werden
    Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 – “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Hiermit distanzieren ich mich ausdrücklich von den verlinkten Seiten, dafür sind ausschließlich die Urheber bzw. Betreiber verantwortlich.)

  4. #314
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    Neues aus den Unterklassen: Hartz-IV-Empfänger härter bestraft als Straftäter

    Sozialverbände, Richter, Anwälte und Gewerkschafter halten Hartz-IV-Sanktionen für verfassungswidrig. Der Staat verteidigt dagegen auch harte Strafen vehement. Sie seien nötig, um ein bestimmtes Verhalten zu erzwingen.

    weiter hier: https://deutsch.rt.com/inland/53518-...ssungskonform/
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  5. #315
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    Öffentliche Fördergelder - kreativ verwendet: Jobcenter leitet 766 Millionen Euro in Verwaltung um

    Im Jahr 2016 haben Jobcenter Millionen an Fördergeldern nicht für die vorgesehenen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen verwendet, sondern in den Verwaltungshaushalt umgeschichtet. So ineffizient viele Förderprogramme sein mögen - so fragwürdig ist diese Praxis.

    weiter hier: https://deutsch.rt.com/inland/54149-...in-verwaltung/
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  6. #316
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    7,07 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen

    Knapp 2,5 Millionen Arbeitslose gab es im Mai 2017. Doch mit knapp 7,07 Millionen lebten mehr als zweieinhalbmal so viele Menschen in Deutschland von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen, darunter über zwei Millionen Kinder und Jugendliche. Denn nur ein Teil derer, die staatliche Unterstützung benötigen, gilt auch als arbeitslos im Sinne der Statistik.

    weiter hier: http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-t...-iv-leistungen
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  7. #317
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    Neues aus den Unterklassen: Das Geschäft mit der Wohnungsnot

    Explodierende Wohnkosten, niedrige Mietobergrenzen: Tausende Familien im Hartz-IV-Bezug finden keine bezahlbare Wohnung. Die Kommunen müssen sie behelfsmäßig unterbringen. Das kostet sie Millionen.

    weiter hier: https://deutsch.rt.com/inland/55511-...t-wohnungsnot/
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  8. #318
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    Hartz-IV-Sätze stiegen Bundeskabinett beschließt neue Regelsätze

    Kann es ein, das gerade Wahlen anstehen oder so etwas???

    Der Regelsatz für alleinstehende Langzeitarbeitslose soll zum 1. Januar 2018 von 409 Euro auf 416 Euro angehoben werden. Die Grundsicherung für Paare soll von 368 Euro auf 374 Euro pro Partner steigen. Die Regelbedarfsstufen-Fortschreibungsverordnung 2018 sieht auch höhere Sätze für Kinder aus Hartz-IV-Haushalten vor: Bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres werden künftig 240 Euro statt 237 Euro im Monat gezahlt.
    Die Grundsicherung für Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren erhöht sich um fünf Euro auf 296 Euro. Der Satz für Jugendliche unter 18 Jahren soll ebenfalls um fünf Euro auf 316 Euro angehoben werden. Nichterwerbstätige Erwachsene unter 25 Jahren, die im Haushalt der Eltern wohnen, erhalten ab Januar 332 Euro statt 327 Euro. Dieser Satz gilt auch für erwachsene Behinderte in stationären Einrichtungen.


    weiter hier: http://www.t-online.de/nachrichten/d...gelsaetze.html
    Und kann es sein, dass man die Leute so richtig schön vera.......???

    Diese nahezu unglaubliche Erhöhung von ca. 1,7% deckt genau was ab?

    Die durchschnittliche Inflationrate! http://www.inflation-deutschland.de/

    Das ist aber nun gerade mal ganz blöd! Da kann man sich ja doch nichts mehr kaufen, als vorher!

    LG
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  9. #319
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    Deutschland: Obdachlosigkeit steigt um sechzig Prozent

    Alle etablierten Parteien versprechen im zu Ende gehenden Bundestagswahlkampf Maßnahmen gegen die Wohnungsnot, steigende Mieten und die damit einhergehende Armut. Wie jüngste Untersuchungen zur Obdachlosigkeit und zu den Mietsteigerungen beweisen, hat jedoch die Politik derselben Parteien diese Probleme erst geschaffen. Dazu zählen auch SPD und Linke, die dort, wo sie regieren oder mitregieren, eine Politik gegen die Mieter und für die Immobilienspekulanten betrieben haben.
    Die neuesten Zahlen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe offenbaren ein erschreckendes Ergebnis: Laut ihren Schätzungen werden 536.000 Menschen in Deutschland im Jahr 2018 ohne Wohnung sein. Das wäre seit 2015 eine Steigerung um rund sechzig Prozent.
    Vor allem Osteuropäer und Frauen sind von Obdachlosigkeit betroffen. Bundesweit rechnet der Caritasverband in den kommenden Jahren mit bis zu 160.000 obdachlosen Frauen, insbesondere älteren Frauen. Sie würden wegen ihrer Kinder oft nur Teilzeit arbeiten, bekämen später eine geringe Rente und könnten deshalb schneller obdachlos werden. Unter ihnen gibt es zunehmend auch kranke und pflegebedürftige Frauen.
    Viele osteuropäische Arbeiter, meist aus Rumänien oder Bulgarien, die zwar im Rahmen der EU-Freizügigkeit in Deutschland arbeiten dürfen und sich meist für Minilöhne verdingen, aber keinerlei Ansprüche auf Sozialleistungen oder Krankenversicherung haben, landen ebenfalls auf der Straße. Auch die Zahl obdachloser Jugendlicher zwischen 18 und 23 Jahren wächst. Nach Angaben der Wohnungslosenhilfe sind dies bundesweit schätzungsweise 20.000, wie schon im Mai gemeldet wurde.
    Obdachlose unter einer Brücke im Zentrum Berlins
    Ein Musterbeispiel für diese Entwicklung ist Berlin. Aktuell leben hier 20.000 Menschen ohne festen Wohnsitz, davon 6.000 dauerhaft auf der Straße. Nach aktuellen Schätzungen haben in Berlin etwa 2.400 Frauen keine Wohnung.
    Die Hauptstadt mit dem zweifelhaften Ruf als „Hauptstadt der Obdachlosen und der Armut“ wird seit siebzehn Jahren in wechselnden Koalitionen von der SPD regiert, darunter von 2002 bis 2011 zehn Jahre lang zusammen mit der Linken und seit einen Dreivierteljahr erneut mit der Linken und den Grünen.
    Die Reaktion der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach (Die Linke), auf die Obdachlosenzahlen besteht aus lächerlichen, rein kosmetischen Maßnahmen. Die Zahl der Plätze für die über zweitausend obdachlosen Frauen und Familien will sie um 70 auf 100 erhöhen, die Schlafplätze in Notunterkünften für den kommenden Winter nur um knapp hundert Plätze, von 920 im letzten Winter auf rund 1000.
    Dafür will die Sozialsenatorin der Linken auch Notunterkünfte nutzen, in denen bisher unter menschenunwürdigen Bedingungen Flüchtlinge leben mussten, wie Traglufthallen oder auch die Flughafen-Hangars am Tempelhofer Feld.
    Für die Wohnungslosenhilfe sollen im nächsten Haushalt 2018/19 zusätzliche 2,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Zum Vergleich: Für Aufrüstung und Aufstockung der Polizei plant die rot-rot-grüne Koalition weit über 100 Millionen Euro zusätzliche Investitionen. Allein die neuen Maschinenpistolen der Polizei, die die Koalition schon im Januar beschlossen hatte, kosten fast 9 Millionen Euro.
    Hauptgrund für die steigende Obdachlosigkeit sind die wuchernden Mietsteigerungen vor allem in Großstädten. Eine jüngst veröffentlichte Studie der Humboldt Universität Berlin (HU) und der Hans-Böckler-Stiftung offenbarte, dass vierzig Prozent der Haushalte in den 77 deutschen Großstädten, also rund 9 Millionen Menschen, mehr als dreißig Prozent ihres Einkommens für die Miete ausgeben müssen.
    Während besser verdienende Haushalte im Durchschnitt gut 17 Prozent ihres Einkommens für die Bruttokaltmiete ausgeben, „sind es bei den Haushalten an der Armutsgrenze 39,7 Prozent“, heißt es in der Studie, die auf einer Haushaltsbefragung (Mikrozensus) im Jahr 2014 beruht.
    Rund eine Million müssen sogar mehr als die Hälfte ihres Einkommens für die Wohnung ausgeben, und etwa 1,3 Millionen haben nach Abzug der Miete weniger als die Hartz-IV-Regelsätze zur Verfügung, also um die 400 Euro.
    Diese Studie zeigt auch, wie die Wohnungsnot schon die unteren Mittelschichten erreicht hat. Ein mittlerer Haushalt in den Großstädten liegt mit durchschnittlich 27 Prozent Ausgaben für die Wohnung nur wenig unter der Grenze von 30 Prozent.
    Diese Situation spiegelt sich auch in der Verteilung von Wohneigentum wider. Während von den einkommensschwachen Haushalten lediglich 7,5 Prozent in selbstgenutztem Wohneigentum leben, sind es bei Haushalten mit hohen Einkommen fast 42 Prozent. Vermögende Oberschichten sind zudem in den Immobilienmarkt eingestiegen. Sie kontrollieren als „Kleinvermieter“ nach Angaben des Instituts für deutsche Wirtschaft inzwischen 15 Millionen Wohnungen oder 60 Prozent aller Wohnungen, und üben zusätzlich Druck aus, die Mieten und damit ihre Rendite zu erhöhen.
    Die Wohnungsfrage ist Spiegelbild einer immer tiefer gespaltenen Gesellschaft in Deutschland. Die Entwicklung hänge mit dem Rückgang oder der vollkommenen Beendigung des „sozialpolitisch gesteuerten Wohnungsbaus“ zusammen, erklären die Autoren der HU-Studie. „Die Wohnbedingungen sind damit nicht nur ein Spiegel bestehender Ungleichheit, sondern tragen auch selbst durch die hohe Mietkostenbelastung zu einer wachsenden Ungleichheit bei“, resümieren sie.
    Ein Beispiel dafür liefert wiederum Berlin. Hier sind die Mieten in den letzten Jahren besonders stark gestiegen. Dies ist das direkte Ergebnis der rot-roten Wohnungspolitik zwischen 2002 und 2011, die 150.000 öffentliche Wohnungen privatisiert, die verbliebenen städtischen Wohnungsgesellschaften auf Renditeorientierung verpflichtet, den staatlichen Wohnungsbau völlig eingestellt und durch den Ausstieg aus der Anschlussförderung für Sozialwohnungen extreme Mietsteigerungen ermöglicht hat.
    Während der Berliner Wohn-und Immobilienmarkt dadurch zum El Dorado für private Investoren und Spekulanten wurde, sanken die Einkommen vieler Berliner Familien auf Armutsniveau. Die erbärmlichen Wohnverhältnisse in Mietskasernen zu Beginn des 20. Jahrhunderts kehren zurück.


    Quelle: http://www.wsws.org/de/articles/2017.../obda-s23.html
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