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Thema: Homöopathie & alternative Heilmittel

  1. #1
    Redakteur Avatar von Angeni
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    Homöopathie & alternative Heilmittel

    Intensivpatienten überleben nach einer
    homöopathischen Behandlung länger!


    Homöopathie in der Intensivmedizin Zusammenfassung 70 schwerkranke Sepsispatienten wurden randomisiert mit homöopathischen Einzelmitteln oder Placebo behandelt. Nach 1 Monat lag der Anteil der Überlebenden in der Homöopathiegruppe mit 81,8% bereits höher als in der Placebogruppe (67,7%), nach einem halben Jahr erreichte der Unterschied die Grenze der statistischen Signifikanz (75,8% vs. 50,0%).

    Allgemeine Einschätzung
    Klein aber recht fein, dieses könnte der Leitsatz zu der Studie sein, die M. Frass und Kollegen zur Wirksamkeit individuell verordneter homöopathischer Einzelmittel vorgelegt haben. Klein ist die Studie in doppelter Hinsicht: zum einen sind die Fallzahlen (35 Patienten je Therapiegruppe) so gering, dass man bei Studienbeginn mit einer realistischen Einschätzung der Therapieerfolge eigentlich keine positiven (statistisch signifikanten) Ergebnisse hätte erwarten können. Zum anderen ist auch der Aufwand, der innerhalb der Studie betrieben wurde, recht überschaubar. Die Autoren konzentrieren sich ausschließlich auf ein Erfolgskriterium, das Überleben; Laborparameter, ein zusätzlicher konventioneller Medikamentenverbrauch oder tägliche Beurteilungen des Krankheitsverlaufs wurden nicht erhoben!
    Aus formaler Sicht sind diese Beschränkungen zu begrüßen, besagt die statistische Theorie doch, dass eine Vielzahl von Zielparametern die Ergebnisse eher verwässern als aufwerten. Aus medizinischer Sicht ist es aber etwas unbefriedigend, zwar zu wissen, dass die Patienten überlebt haben, aber nicht zu erfahren, wie sie überlebt haben. Sinnvoll wären Angaben zu Begleittherapien bzw. begleitenden Pflegemaßnahmen gewesen, sowohl in der Phase der akuten Sepsis und des Organversagens als auch in der halbjährigen Langzeitbeobachtung.
    Zudem belasten einige Kleinigkeiten den insgesamt guten Gesamteindruck der Studie: der gewählte statistische Test, mit dem die Unterschiede zwischen beiden Therapie-gruppen herausgearbeitet wurden, ist inadäquat und es wurden drei Patienten bei der Auswertung nicht berücksichtigt, die gemäß internationaler Richtlinien eigentlich hätten berücksichtigt werden müssen. Beide Fehler sind leicht auszumerzen und eine revidierte Auswertung würde zu gleichen Ergebnissen kommen wie die Originalanalyse. Dennoch bleibt ein ganz kleiner bitterer Beigeschmack ...

    Weiterführender Kommentar
    Die Studie berichtet von einem im Vergleich zu Placebo statistisch nachweisbar höheren Überleben unter hochpotenzierten (C200) homöopathischen Einzelmitteln bei lebensgefährlich erkrankten Patienten einer Intensivstation. Dabei wurden die Patienten randomisiert der homöopathischen oder der Placebotherapie zugeführt, weder Ärzte noch Patienten wussten davon, in welcher Therapiegruppe die Patienten sich befanden. Damit sind zwei der wichtigsten Kriterien erfüllt, die heutzutage an eine Therapiestudie gestellt werden, die Studie muss daher als methodisch relativ hochwertig gelten.

    Ein drittes wesentliches Kriterium wird allerdings nicht erfüllt: nicht alle der 70 randomisierten Patienten wurden in die statistische Analyse einbezogen, zwei Patienten der Homöopathiegruppe und ein Patient der Placebogruppe wurden ausgeschlossen, weil von Ihnen Daten fehlten. Dieses widerspricht internationalen Richtlinien!
    Dieses Manko überrascht, da die Autoren als Zielkriterium die reine Überlebensrate wählten. Nirgendwo ist es so einfach, auch unvollständige Daten in die statistische Analyse zu integrieren, die Technik der Zensierung macht es möglich. Noch überra-schender ist allerdings, dass die Autoren behaupten, alle drei ausgeschlossenen Patienten hätten überlebt. Damit fehlen die relevanten Daten überhaupt nicht, es ist sogar eine einfache Reanalyse möglich. Für die Autoren und die Anhänger der Homöopathie beruhigend: auch in der Reanalyse bleiben die Gruppenunterschiede statistisch signifikant (Überlebensraten 77,1% vs 51,4%, p=0.0449, Fishers exakter Test).

    Hierbei ist anzumerken, dass in der Reanalyse mit Fishers exaktem Test ein Verfahren gewählt wurde, dass den Daten (binär skalierte Messwerte) angemessen ist. Das von den Autoren gewählte Verfahren (Kruskal-Wallis-Test) ist in dieser Situation nicht ange-messen, da es für den Gruppenvergleich ordinal skalierter Parameter entwickelt wurde.
    Aus medizinischer Sicht liegen die wesentlichen Versäumnisse der Studie darin, dass viel zu wenig über den Krankheitsverlauf der Patienten nach Randomisation gesagt wird: Welche intensivmedizinischen Maßnahmen erhielten die Patienten, welche Pflege, welche Medikamente? Und vor allem, welche Komplikationen sind aufgetreten?
    Auch Homöopathen können mit der Studie nicht ganz zufrieden sein: das Manuskript sagt nahezu nichts darüber aus, wie die beteiligten Homöopathen die für den Patienten individuell zugeschnittene Arznei wählten. Eine Replikation der Studie oder gar die Integration der Therapie in die therapeutische Praxis ist damit nicht möglich.
    Fazit: Alle, Methodiker, konventionelle Mediziner und Homöopathen, können nicht ganz mit der Studie zufrieden sein, sie ist dennoch ein wichtiger Baustein in dem Bestreben, die Wirksamkeit homöopathischer Arzneien unvoreingenommen wissenschaftlich zu evaluieren.
    Die Meinung anderer:
    Die Münchner Medizinische Wochenschrift hat zu dieser Studie einen Kommentar von E. Ernst, Exeter, UK veröffentlicht: „Warum erfährt der Leser nichts über die vielen anderen Interventionen, die auf der Intensivstation zwangsläufig notwendig waren? Fazit: dies sind provokante Daten, die dringend von unabhängiger Stelle wiederholt werden sollten.“


    Quelle

    LG Angeni

  2. #2
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    Homöopathie: Gute Wahl bei Rückenschmerz und Co.

    Homöopathie: Gute Wahl bei Rückenschmerz und Co.

    Mit homöopathischen Mitteln bei orthopädischen Beschwerden Kosten sparen

    Eine in Frankreich durchgeführte Kohortenstudie untersuchte die Effekte der ärztlichen Verordnungspraxis auf Krankheitsverlauf, Arzneimittelkonsum, Nebenwirkungen und Zuversicht bei den Patienten hinsichtlich des Therapieerfolgs. In die Studie eingeschlossen wurden Patienten mit spinalen und nicht-spinalen Symptomen. Patienten mit entzündlichen, infektiösen oder neoplastischen Gelenkserkrankungen wurden nicht in die Erhebung miteinbezogen.

    Nach dem Zufallsprinzip wurde auf der Basis des nationalen Ärzteverzeichnisses eine Population von behandelnden Ärzten für die Befragung ausgewählt und in drei Gruppen unterteilt:
    • Ärzte mit ausschließlich konventionellmedizinischer Präferenz
    • Ärzte, die zusätzlich auch komplementärmedizinische Verfahren anwenden
    • registrierte homöopathische Ärzte

    Auch die in den entsprechenden Praxen behandelten Patienten wurden befragt. Die Aussagen von 825 Ärzten und 930 Patienten, die ausgewogen auf die drei Gruppen verteilt waren, standen den Wissenschaftlern zwecks Analyse zur Verfügung.

    Patienten der homöopathischen Arztpraxen wiesen einen höheren Altersdurchschnitt auf, bestanden zum großen Teil aus gebildeten Frauen mit einem niedrigeren Erkrankungsrisiko, resultierend aus dem gesünderen Lebensstil. Zudem waren in dieser Gruppe auch mehr chronisch erkrankte Patienten zu finden. Die Unterschiede zu den anderen beiden Gruppen könnten somit eine leichte Verzerrung im direkten Vergleich bewirkt haben.

    Insgesamt kommen die Wissenschaftler jedoch zu dem Schluss, dass Patienten in homöopathischer Behandlung einen ähnlichen Krankheitsverlauf wie konventionell oder nach einem integrativen Konzept behandelte Betroffene aufweisen. Gleichzeitig war bei den homöopathisch therapierten Patienten aber ein niedrigerer Verbrauch konventioneller Arzneimittel zu beobachten (Homöopathie: um 4 %, Integrativ: um 20 %), womit auch weniger Nebenwirkungen wie z.B. gastrointestinale Ereignisse zu verzeichnen waren. Die Einnahme psychotroper Arzneimittel im Zuge einer krankheitsbedingten Angst bzw. Depression war allerdings in allen drei Gruppen ähnlich hoch.
    Einschätzung
    Bei Beschwerden des Bewegungsapparates einen homöopathischen Arzt zu konsultieren, scheint von Vorteil zu sein – der Patient profitiert, aber auch das Gesundheitssystem, werden doch kostenintensive Arzneimittel wie nichtsteroidale Antirheumatika (z.B. mit dem Wirkstoff Diclofenac) eingespart. Gleichzeitig sind weniger gastrointestinale Beschwerden bei diesen Patienten zu beklagen, die möglicherweise bei Berufstätigkeit zu einer erhöhten Krankheitsrate führen könnten.

    Allerdings wurden eventuelle Komorbiditäten offensichtlich ungenau betrachtet, was hinsichtlich des Verbrauchs konventioneller Medikamente zu einer Verzerrung führen könnte. Ähnlich verhält es sich mit dem von den Patienten selbst dokumentierten Verbrauch rezeptfreier Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel, der von den Wissenschaftlern nicht hinterfragt wurde. Des Weiteren wäre eine ähnlich gestaltete Befragung unter Berücksichtigung eines vergleichbar häufigen Krankheitsbildes interessant.

    Fazit: Homöopathie scheint laut vorliegender Studie bei Leiden des Bewegungsapparates eine kostengünstige, ähnlich wirksame und nebenwirkungsfreie Alternative darzustellen.
    Quelle

    LG Angeni

  3. #3
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    Angstlösende Küchenschelle

    Forschung zur Homöopathie: Angstlösende Küchenschelle


    Experiment bestätigt traditionelles Einsatzgebiet

    Obwohl die Wiesen-Küchenschelle (Pulsatilla pratensis) erfolgreich zur Behandlung von Angstzuständen eingesetzt wird (1), gibt es bisher keine Versuche aus der Grundlagenforschung, die diese Erfahrung zusätzlich untermauern. Dies ist jetzt in einer Studie mit Mäusen nachgeholt worden (2).
    In zwei Tests, die standardmäßig genutzt werden, um angstlösende Effekte von Arzneimitteln zu untersuchen, wurde die Wirkung von Pulsatilla-Tiefpotenzen (D3 und D6) auf Mäuse mit dem konventionellen Psychopharmakon Diazepam und mit Placebo verglichen. In beiden Tests war die angstlösende Wirkung von Pulsatilla vergleichbar mit der von Diazepam und immer signifikant unterschiedlich im Vergleich zur Placebogruppe.


    Einschätzung
    Die Anzahl der verwendeten Mäuse ist mit 24 zwar klein, dennoch zeigen die Autoren in einem randomisierten Studiendesign einen deutlichen, angstlösenden Effekt von Pulsatilla pratensis.
    Quelle

    LG Angeni

  4. #4
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    Behandlung von Heuschnupfens

    Die Behandlung des Heuschnupfens mit
    homöopathischen Tiefpotenzen von Galphimia glauca


    Baum-, Gräser- oder Kräuterpollen sind die Hauptauslöser des Heuschnupfens [a]. Ursache der Erkrankung ist eine Überempfindlichkeit des Körpers auf diese Stoffe. Der Körper erkennt beim ersten Kontakt mit den Pollen diese als Fremdkörper und bildet Antikörper [b] aus. Bei weiteren Pollenkontakten markieren die Antikörper die Pollen als fremd und veranlassen die Mastzellen des Körpers, bestimmte Botenstoffe auszuschütten, nämlich Histamine. Histamin erweitert die Blutgefäße und es kommt zu einer erhöhten Drüsentätigkeit. Dieses führt in der Nase zu Juckreiz, Niesattacken und Fließschnupfen, in den Augen zu Juckreiz, Rötung und Tränenfluss. Bei starken Reaktionen schränken diese Symptome die Lebensqualität des Patienten ein, weil der seinen Alltag nicht mehr problemlos bewältigen und seine Freizeit nicht mehr genießen kann.

    Man kann den Heuschnupfen am besten dadurch behandeln, dass man sich den auslösenden Stoffen nicht mehr aussetzt, also zum Beispiel in geschlossenen Räumen bleibt. Dieses ist aber nur selten möglich, zudem schränkt es die Lebensqualität deutlich ein. Schulmedizinisch wird daher oft zu einer Hyposensibilisierung geraten, die Behandlung des akuten Heuschnupfenanfalls erfolgt durch Antihistaminika, Cromoglicinsäure oder Kortikosteroide [c].

    Naturheilkundlich wird oft die Einnahme von Vitamin C und Vitamin A empfohlen, prophylaktisch versprechen außerdem die Eigenbluttherapie, Akupunktur und Bioresonanztherapie Erfolge. Vor pflanzlichen Mitteln wird dagegen eher gewarnt, da sie selbst zum Allergieauslöser werden können. Die Homöopathie arbeitet, entsprechend dem Simileprinzip, mit Stoffen, die beim Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen können wie sie beim Heuschnupfen auftreten können. Dieses sind, je nachdem wie die Symptome beim einzelnen Patienten aussehen, z.B. Euphrasia, Luffa operculata, Allium cepa, Formica rufa oder Acidum formicicum, aber auch die homöopathisch aufbereiteten Pollen selbst (dann würde man von Isopathie sprechen).

    Wissenschaftlich sind vor allem homöopathische Tiefpotenzen von Galphimia glauca erforscht, einer in Mittel- und Südamerika beheimatete Pflanze. In einer Serie von insgesamt elf Studien hat M. Wiesenauer die Wirksamkeit dieser Therapie untersucht. Sieben dieser elf Studien waren randomisiert [d] und placebokontrolliert [e]. Deren Ergebnisse wurden 1997 von Lüdtke und Wiesenauer zusammengefasst [1]. Die beiden Autoren konnten anhand der Daten von 752 Patienten zeigen, dass sich die typischen Augen- und Nasensymptome unter einer Galphimia-Behandlung statistisch signifikant [f] häufiger bessern als unter einer Placebotherapie, und zwar durchschnittlich um dem Faktor 1,25. Demzufolge hat ein Patient, der Galphimia glauca zur Behandlung seines Heuschnupfens einnimmt, eine 1,25 mal höhere Chance seine Symptome loszuwerden als ein Patient, der mit Placebo behandelt wird. Die Autoren geben an, dass zwei Wochen nach Therapiebeginn etwa 60% bis 90% aller mit Galphimia glauca behandelten Patienten eine deutliche Linderung der Symptome verspüren, unter Placebo waren die Erfolgsraten entsprechend geringer.

    In den Studien wurden ausschließlich Tiefpotenzen von Galphimia glauca verwendet, nämlich die D4, D6 oder C2. Unterschiede zwischen den Potenzen waren nicht erkennbar, was Wiesenauer und Gaus auch in einer weiteren Studie bestätigen konnten [2].

    Derzeit empfiehlt Wiesenauer sieben Wochen vor Ausbruch der Symptome über drei Wochen einmal täglich fünf Globuli Galphimia glauca D12 zu nehmen und dieses nach einer einwöchigen Pause zu wiederholen. Bei akuten Beschwerden sollte man je nach Beschwerdegrad 2-3- oder 4-6-mal täglich fünf Globuli D6 auf der Zunge zergehen lassen [3].

    Eine neuere Arbeit von Lüdtke bestätigt, dass sich an den Schlussfolgerungen von 1997 nichts Wesentliches verändert hat, seit dieser Zeit wurden keine weiteren Studien mit Galphimia glauca durchgeführt [4].

    Nebenwirkungen wurden in keiner der Studien berichtet, in Ausnahmefällen berichteten Patienten über Übelkeit oder Unwohlsein, wobei ein Zusammenhang zum homöopathischen Medikament aber nicht herzustellen war.

    Galphimia glauca ist Bestandteil homöopathischer Komplexmittel [g], für die allerdings keine eigenständigen Wirksamkeitsnachweise vorliegen. Dagegen hat sich auch der isopathische Ansatz, den Heuschnupfen mit homöopathisch potenzierten Pollen [h] zu behandeln, als erfolgreich erwiesen [5].

    Aus Sicht der Carstens-Stiftung ergeben sich aus der bisherigen Forschung folgende Schlussfolgerungen:

    Die Datenlage zur Wirksamkeit von Galphimia glauca bei Heuschnupfen ist gut, die Ergebnisse können als aussagekräftig gelten. Ein Therapieversuch ist Erfolg versprechend.
    Die veröffentlichten Studien haben teilweise Mängel und sind nicht alle frei von leichten Fehlern. Das positive Bild ist daher möglicherweise etwas zu schön gezeichnet.

    Die wissenschaftlichen Aussagen basieren ausschließlich auf homöopathischen Tiefpotenzen, ob auch homöopathische Hochpotenzen von Galphimia glauca wirken, ist nicht bewiesen.

    Aus wissenschaftlicher Sicht ist nicht geklärt, ob eine homöopathische Einzelmitteltherapie, in der für jeden Patienten das nach der Simile-Regel passende Medikament ausgesucht wird, erfolgversprechender ist.

    Es ist ein aus allen Wissenschaftsbereichen bekanntes Phänomen, dass Studien mit eher negativen Ergebnissen seltener veröffentlicht werden als solche mit positiven Ergebnisse. Dieses ist auch bei der homöopathischen Behandlung des Heuschnupfens möglich. Daher wurde in dieser Zusammenfassung möglicher Weise die Güte der Therapie etwas überbewertet.

    Auch wenn Sie mit wenigen und milden Nebenwirkungen rechnen können, sollten Sie auf den Rat eines Arztes nicht verzichten.

    Infos und Bilder zur Pflanze

    LG Angeni

  5. #5
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    Homöopathie – Potenzen und Bedeutung

    Viele haben bereits Ihre Erfahrungen mit der Homöopathie gemacht, oder zumindest mit dem, was Ihnen unter dem Deckmantel der Homöopathie verkauft wurde. Aber was genau steckt dahinter und wie funktioniert eigentlich Homöopathie?Dazu betrachten wir die Bedeutung des Wortes einmal näher. Die Wortkreation kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Ähnliches Leid“, bzw. „Ähnliches heilt Ähnliches“ von Homoion = das Ähnliche und Pathos = das Leid.
    Der Wortschöpfer und Initiator der heutigen Homöopathie, Samuel Christian Hahnemann (*1755 in Meißen), war seinerzeit promovierter Arzt. Während er eine medizinische Arbeit eines schottischen Kollegen übersetzte, stieß er auf die Behandlung Malaria-Kranker mit der Rinde des sogenannten Chinarindenbaums (Cinchona). In einem Selbstversuch nahm er, obwohl gesund, mehrmals täglich diese Rinde zu sich und entwickelte daraufhin typische Symptome des Wechselfiebers. Sorgfältig schrieb er seine Erfahrungen nieder, beendete die Einnahme und kehrte zu seinem gesunden Zustand zurück.


    Wenn nun also diese Substanz beim Gesunden typische Symptome auslösen und diese beim Kranken heilen kann, so muss doch eine gewisse Gesetzmäßigkeit dahinter stecken. In der Folge testete er viele weitere Substanzen auf deren ihnen typische Symptomatik beim Gesunden und schrieb diese in immer umfangreicheren Werken nieder, um sie bei Erkrankten mit den entsprechenden Symptomen einzusetzen.
    Das Prinzip der Homöopathie nahm Form an. Zeitgleich entdeckte und entwickelte er noch eine weitere Feinheit den ohnehin schon leidenden Menschen „schnelle, sanfte und dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit… auf dem kürzesten, zuverlässigsten, unnachtheiligsten Wege…“ (Organon der Heilkunst; Samuel Hahnemann) zu bringen. Die Potenzierung!
    Wie er bereits bei seiner Entdeckerarbeit bemerkte, sollten die durch schulmedizinisch angewandte Chinarinde behandelten Patienten entweder in kurzer Zeit genesen, oder aber daran versterben. Na klar! Wenn doch die Chinarinde im Stande ist beim Gesunden solche Symptome zu erzeugen, so wird ein ohnehin geschwächter Organismus daran ordentlich zu kämpfen haben.

    So fing er an die Ursubstanz nicht nur zu verdünnen, sondern gleich zu potenzieren
    . Er nahm ein Teil gute China auf hundert Teile frischen Milchzucker und verrührte und verklopfte die Mischung während einer ganzen Stunde und erhielt so die C1-Potenz (C =centisemal = 1/100). Ein Teil aus der C1 mit weiteren hundert frischen Teilen ergibt die C2. Dies wiederholte er insgesamt dreimal, über je eine Stunde bis zur C3. Danach übernahm er einen Teil der C3, fügte nun hundert Teile Alkohol hinzu = C4 und verschüttelte die Mischung rhythmisch-dynamisch mit hundert Schüttelschlägen auf einem Buch. Diesen Vorgang wiederholt man heute bis in schwindelerregende Höhen z.B. der C10.000.

    Man kann sich heute dank der Erkenntnisse der Quantenphysik vorstellen, wie Schwingungsmuster übertragen werden. Jedes Element des uns bekannten Universums schwingt auf seine eigene Weise. Der neutrale Trägerstoff übernimmt die Schwingungsmuster des Heilstoffes. Durch die zunehmende Verdünnung verliert die Arznei jedoch materiell toxische Wirkungen auf den Organismus. Man entfernt sich also von chemischen Dosen in Richtung „geistig gemachter Arznei“.
    Nun kann man sich vorstellen, dass bei hunderten und tausenden Mitteln aus der Welt der Minerale, Pflanzen und Tiere viele dabei sein werden, die einige Gemeinsamkeiten aufweisen werden. Man darf in der Homöopathie nicht den Fehler machen und ins Schubladendenken verfallen. Jeder Fall ist gesondert und mit der Aufmerksamkeit die jedem leidenden Individuum zuteilwerden sollte, zu betrachten.


    Nehmen wir z.B. einen Patienten mit den Anzeichen einer Erkältung. Er klagt über Schluckbeschwerden, Müdigkeit und Schnupfen. Sieht man in den entsprechenden Rubriken des Repertoriums nach, wird man sich mit über 200 möglichen Mitteln konfrontiert sehen. Welches ist nun aber das „Simile“ (=Das dem Krankheitsbild ähnlichste Heilmittel)?
    Dazu muss man „…die auffallendern, sonderlichen, ungewöhnlichen und eigentlichen (charakteristischen) Zeichen und Symptome des Krankheitsfalles, besonders und fast einzig ins Auge … fassen. …“ (§153 Organon der Heilkunst; Samuel Hahnemann).

    Berichtet der Patient beispielsweise, er habe die Erkältung plötzlich mit heftigen Niesen bekommen und ein Fließschnupfen mit scharfen Sekret habe sich eingestellt, so gibt dies erste Hinweise in Richtung „Natrium-muriaticum“ – dem gewöhnlichen Kochsalz. Soll man nun viel Salz zu sich nehmen, wenn man eine solche Erkrankung bekommt? Nein!

    Wie gesehen, ruft beinahe jeder Naturstoff ihm eigene Symptome am Gesunden hervor. „Die langfristige Einnahme von zuviel Salz bewirkt tiefgreifende Veränderungen im Organsystem…“ (Konkordanz der Materia medica).
    Typischerweise hier mit trockenen Schleimhäuten; oder dicke, weiße, oder klare (wässrige), scharfe Ausscheidungen. In unserem Beispiel deckt Natrium-mur. die Akutsymptomatik des Patienten ab und wird diese in einer C30-Potenz in Kürze kurieren. Auch hier gilt das homöopathische Prinzip der Ähnlichkeit.
    Akute Symptome werden unter Einfluss des Pharmakons (=griechisch; gleichermaßen für Gift und Arznei) innerhalb weniger Minuten bis maximal weniger Stunden ausheilen, während chronische Fälle, wie der Name schon sagt, sich über Wochen, Monate und in schweren Fällen Jahre hinziehen können.


    Wichtig hier ist, dass die homöopathische Arzneimittelgabe auswirken darf. Die sogenannte Erstverschlimmerung – durch den Ähnlichkeitsanstoß – ist durchaus ein Zeichen für die passende Mittelwahl. Ergeht es dem Patienten danach Stück für Stück besser, bedarf es keiner Mittelwiederholung, bis der Heilungsprozess stagniert.
    Spricht der Patient nicht auf das Mittel an, gibt es keinen Grund dieses zu wiederholen. Im schlimmsten Fall würde der Patient nach ständiger Wiederholung dasselbe machen wie Hahnemann und viele andere Homöopathen – eine Arzneimittelprüfung. Das Mittel würde seine Symptomatik dem Patienten aufprägen und die Situation weiter verkomplizieren. Viel hilft NICHT viel! Also bitte mit Bedacht anwenden, oder wie Hahnemann sich verständlich machte: „Macht es nach. Aber macht es genau nach!“
    An dieser Stelle ist eine Betrachtung der sogenannten „Komplexmittel“ angebracht. Diese frei erhältlichen Mittel sind aus einer Vielzahl (oftmals über 10) Einzelmittel zusammengesetzt. Der Hersteller und Anwender möchte es sich möglichst leicht machen bestimmten, meist häufig vorkommenden Symptomen zu begegnen. Man nehme die bestvertretensten Mittel aus den Rubriken Schlucken, schmerzhaft; Allgemeinbefinden, abgeschlagen; und Nase, Fließschnupfen und mische daraus eine universaltaugliche „homöopathische“ Mischung. Wie oben jedoch beschrieben, kann es nur ein passendes Mittel zu einer bestimmten Person bzw. Situation geben. Jeder weitere Impuls wird vom Organismus aber beantwortet. Folge: Völliges Symptomchaos bei Dauereinnahme!
    Wie man sieht ist die homöopathische Fallaufnahme sehr darauf bedacht den Patienten in seiner Individualität zu erkennen und zu behandeln. Die Anschauungsweise und Techniken dazu sind nicht gerade Bestandteil unseres heutigen schnelllebigen Alltags und damit oft schwer nachzuvollziehen und folgedessen oft missverstanden.
    Ich beobachte eigentlich nur zwei Meinungen in der Gesellschaft. Entweder völlige Ablehnung durch Misserfolg, bzw. falsches Verständnis, oder Begeisterung durch positive Erfahrungen. Demnach liegt der Erfolg in den Händen von Behandler und Patient. Die Homöopathie allein ist ein universales Heilprinzip, das keiner menschlichen Zustimmung bedarf!


    Sie kennen vielleicht dieses Phänomen aus dem Beispiel der Bundeswehr. Die vom Kommandeur befehligte Truppe wird vor dem betreten einer Brücke dazu aufgefordert nicht mehr im Gleichschritt zu marschieren. Warum? Trifft nämlich der gewaltsam geladene Gleichschritt die Resonanzfrequenz der Brücke, schaukelt sich das System in kürzester Zeit auf und droht einzustürzen. Diese Aufgabe übernimmt nun der Homöopath, um krankhafte Schwingung im Patienten gezielt durch Resonanz – der Simile-Arznei – auszuschalten.
    Ein anderes Veranschauungsbeispiel ist das Bild eines ruhigen Weihers. Durch Erschütterungen wird die Wasseroberfläche konzentrische Wellenkreise bilden. Der Homöopath wirft nun gezielt einen Stein in den See um dieses Wellenmuster zu löschen. Nicht die leichteste Aufgabe, aber wie vielfach belegte Patientenberichte bestätigen, durchaus machbar und mit resultierender dauerhafter, sanfter Wiederherstellung der Gesundheit.
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    LG Angeni

  6. #6
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    Schweizer Übersichtsstudie beweist Wirksamkeit
    und Wirtschaftlichkeit der Homöopathie


    Die Homöopathie ist ein eigenständiges System der Arzneitherapie, aber nicht unwissenschaftlich, esoterisch und wirkungslos wie DER SPIEGEL in seiner Ausgabe 28/2010 vom 12. Juli 2010 unter dem Titel „Der große Schüttelfrust“ deklariert. „Keinen Schüttelfrust, aber Schüttelfrost kann man sich einfangen, wenn man die dort angeführten Thesen und Fakten auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft“, stellt Monika Gerhardus, Präsidentin der Union Deutscher Heilpraktiker e.V., fest. „Homöopathie ist aktive Hilfe zur Selbsthilfe, die immer mehr Menschen als kostensparenden Weg zur Gesundheit wählen, als natürliche Ganzheitsbehandlung, gut verträglich und ohne Gewöhnungsgefahr“, so ihr Fazit aus eigener jahrelanger Praxis.

    „Ein eklatantes Beispiel für selektive Wahrnehmung, bewusste Ignoranz und völliges Missverstehen der Grundlagen der Homöopathie“, bezeichnet Carl Classen, Vorstandsmitglied im Verband klassischer Homöopathen Deutschland e.V. (VKHD) die jüngste SPIEGEL-Story. Er verweist auf die „Heusser-Studie“ aus dem Jahr 2005, die im Rahmen des „Programms Evaluation Komplementärmedizin“ des Schweizer Bundesamt für Gesundheit erstellt wurde. Ihr Ziel war, fünf wichtige Methoden der Komplementärmedizin, darunter auch die Homöopathie, wissenschaftlich zu bewerten. Die wissenschaftliche Begleitung war heterogen und international aufgestellt. Als Übersichtsarbeit nach höchsten wissenschaftlichen Standards wertete sie nicht nur Doppelblindstudien, sondern auch Anwendungsstudien zur Homöopathie aus und kam zu dem Fazit, „dass es ausreichend Belege für eine präklinische Wirkung und klinische Wirksamkeit der Homöopathie gibt“, und dass sie absolut und insbesondere im Vergleich zu den konventionellen Therapien eine sichere und kostengünstige Intervention darstelle. „Obwohl sich die Ausgaben für Homöopathie mit rund 30 Mio. Euro pro Jahr im Promille-Bereich der gesamten finanziellen Gesundheitsleistungen bewegen, konnte die Heusser-Studie auch die Wirtschaftlichkeit der Homöopathie belegen“, so Classen. Rund 28 Milliarden Euro betrugen in 2009 die Gesamtkosten der Krankenkassen für Arzneimittel.

    Die Homöopathie als Teil der traditionellen Naturheilkunde leistet gute Dienste bei der Gesundheitsvorsorge, wozu auch die ausführlichen Anamnese-Gespräche zwischen Therapeut und Patient beitragen. „Patienten, die offen für eine naturheilkundliche Behandlung sind, sind insgesamt gesünder und verursachen weniger Kosten für die Krankenkassen“, argumentieren Gerhardus und Classen unisono. Homöopathie ist keine „Luxusmedizin“, denn die eingesetzten Mittel sind kostengünstiger als konventionelle Medizin.

    Die gesundheitsfördernden Anwendungen und Behandlungen der rund 15.000 praktizierenden Heilpraktiker in Deutschland, zu denen auch die Homöopathie gehört, reduzieren neben den Kosten der Solidargemeinschaft auch unnötige Krankmeldungen und erhalten Arbeitsplätze in durchweg kleinen und mittelständischen naturheilkundlich ausgerichteten Unternehmen. „Die überwiegend von den Patienten privat bezahlten Behandlungskosten und Medikamente des Heilpraktikers entlasten das Gesundheitssystem so um mindestens eine Mrd. Euro pro Jahr“, so das Fazit der UDH-Präsidentin.
    Weiterführende Informationen zur Studie von Dr. med. Peter Heusser innerhalb des Schweizer Programms Evaluation Komplementärmedizin (PEK).

    Liebe Grüsse
    Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  7. #7
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    Renommee: 184404
    Ein grosser Skandal bei uns in der Schweiz.
    Es ging darum, dass die Alternativmedizin, somit auch Homöopathie,
    bei uns in der Grundversicherung der Krankenkasse aufgenommen und somit
    bezahlt werden würde. Kam nicht soweit, da unser Bundesrat (und kein Alternativ-
    medizin Kenner) keine Studien vorlag, die die Wirksamkeit eindeutig angab.
    Diese Studie gab es, aber es wurde alles verdreht und manipuliert...

    Heute ist dies so, dass wir separat eine Zusatzversicherung (also plus ca. 50 Euro
    im Monat) haben "dürfen" (und die Grundversicherung kostet locker 250-350 Euro
    im Monat!), diese übernimmt dann einen Kostenanteil Jährlich für alternative
    Behandlungen. Klar wollte man diese nicht in der Grundversicherung, steht ja auch
    die Pharma als Maipulator im Hintergrund! Sie hätten an Umsatz verloren!

    Aber lest selber um was es geht...

    Ein Jahr nach dem Ende der Homöopathie

    Der große Bluff

    Ende August letzten Jahres erschien in der britischen Fachzeitschrift The Lancet die angeblich "größte Homöopathiestudie" - und das Ergebnis war vernichtend. Die Wirkung sei nicht größer als Placebo und das Editorial wurde mit "The End of Homeopathy" überschrieben. Ein Jahr danach ist es sehr still geworden um den Schweizer Studienleiter Matthias Egger.

    Die Studie schlug ein

    In Deutschland und in anderen europäischen Staaten griffen Medien das Thema auf und fassten zusammen, was The Lancet veröffentlicht hatte und was ihnen Prof. Matthias Egger der Universität Bern im Interview erzählte. Unkritisch war die Berichterstattung in der Publikumspresse. Spiegel-Onlinevom 26. August 2005: "Medizinische Studie: Homöopathie beruht auf Einbildung". Oder die Süddeutsche Zeitung vom 13. September 2005: "Chronischer Mangel an Beweisen". Der Studie wurde die Rolle einer Überstudie zugedacht, die das Ende der über 200jährigen - doch recht erfolgreichen Geschichte - der Homöopathie bereiten sollte. In der Fachpresse kamen nach und nach Fakten auf den Tisch, die zeigten, dass diese Studie nichts als eine „statistische Operation" ist, so die Schweizerische Ärztezeitung. Am Anfang standen 110 Studien verschiedener Bereiche der Homöopathie - es wurden Einzelmittel- und Komplexmittelverordnungen gemischt (!) - und 110 Studien der Schulmedizin. Das Ergebnis war positiv für die Homöopathie, sprich höher als Placebo. Dieses positive Ergebnis wurde weder in der Publikumspresse noch im Lancet Editorial auch nur erwähnt. Dann wurden die insgesamt 220 Studien zunächst auf 21 homöopathische und acht konventionelle Studien „höheren Standards" reduziert, schließlich wurde noch einmal reduziert, es blieben nun acht Homöopathie-Studien und sechs konventionelle. Durch statistische Hochrechnung wurde "die größte Homöopathiestudie aller Zeiten" erreicht, mit dem Ergebnis, dass „die klinischen Effekte der Homöopathie Placeboeffekte sind."

    Weder die Auswahlkriterien noch die Studien wurden genannt

    Einige Studiendaten wurden am 23. Dezember 2005 nach vielen internationalen Protesten auf der Universitätswebseite genannt. „Die Studie ist das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben wurde"; urteilt Peter Mattmann, Mitglied der Expertengruppe, die das vom Schweizer Gesundheitsministerium 1999 in Auftrag gegebenen Programm Evaluation Komplementärmedizin (PEK) von Anfang an begleitet hatte. Mattmanns Begründung: „Die Berner Wissenschaftler haben einen völlig falschen Ansatz gewählt, der der Homöopathie nicht gerecht wird. Ihre Studie ist mit grundlegenden Fehlern behaftet. Die Aussagekraft ist gleich null." Für Gesundheitsminister Pascal Couchepin sah das anders aus. Die Studie diente ihm dazu, die Homöopathie im Juni 2005 aus der Regelversorgung des schweizerischen Gesundheitssystems zu streichen, in die sie und vier weitere Therapierichtungen probeweise aufgenommen waren. Die PEK-Hauptstudie durfte nicht veröffentlicht werden. Das Ministerium hatte unter Androhung rechtlicher Schritte ein Verbot im April 2005 ausgesprochen. Denn der erste Schlussbericht war nicht im Sinne Couchepins. Er enthielt die Empfehlung, anthroposophische Medizin, Phythotherapie und Homöopathie in der Grundversicherung zu belassen. Dies wurde auf Veranlassung vom Minister gestrichen. Der wissenschaftliche Beirat mit Forschern aus verschiedenen europäischen Ländern wurde zunächst vom Ministerium aufgelöst. Per Mail wurde den anerkannten Professoren mitgeteilt, dass ihre Aufgabe beendet sei. Erst auf öffentlichen Druck kam es zu einer abschließenden Sitzung - die dann jedoch erst nach der Entscheidung von Couchepin stattfand. Einen gedruckten Schlussbericht aber gibt es bis heute nicht. Dann würde laut Peter Mattmann öffentlich, dass „eine homöopathische Praxis nur die Hälfte der Kosten einer durchschnittlichen Grundversorgungspraxis verursacht". Die Langzeitstudie hat gezeigt, dass homöopathisch behandelte Patienten seltener stationär behandelt werden müssten, weniger teure Spezialbehandlungen in Anspruch nehmen würden und weniger an Nebenwirkungen von Arzneimitteln litten als konventionell behandelte Patienten. „Vergleicht man die Kosten pro Patient, sparen wir gegenüber der Schulmedizin rund 60 Millionen Franken (ca. 38 Millionen Euro) ein", sagt der Arzt Mattmann.
    Quelle

    Ausführliche Informationen finden Sie auf der Webseite des Schweizerischen Vereins homöopathischer Ärzte unter den Punkten "Lancet-Artikel" und "Ja zur Komplementärmedizin". www.svha.ch
    Wie die mit Naturheilmedizin arbeiten, hätten nie gedacht das dies so abgelehnt wird!
    Es gibt eine eindeutige Studie über die Wirksamkeit von Homöopathie, nur past dies
    nicht in die Firmenphilosophie der Pharma.

    Der Skandal ging weiter bei uns im Lädle...
    ...hintergründig wurden diese Studien manipuliert und die Wirksamkeit herabgestuft,
    bis...ja...bis eine Mitarbeiterin Courage zeigte und den Mund aufmachte...
    Publikumspreis für Caroline Kramer

    Sie deckte 2006 auf, dass das Bundesamt für Gesundheit mit einer teuren PR-Kampagne
    die Volksinitiative zur Alternativmedizin torpedieren wollte − finanziert aus
    Steuergeldern. Caroline Kramer wurde entlassen. Für ihren Mut erhielt sie nun den Publikumspreis des Prix Courage.

    Frau Kramer war sechs Jahre lang eine geschätzte und bestens qualifizierte Mitarbeiterin im Bundesamt für Gesundheit. Dass weder Bundesrat Couchepin noch BAG-Direktor Thomas Zeltner grosse Anhänger der Alternativmedizin sind, war ihr natürlich bekannt. Doch dass das Bundesamt heimlich einen 300'000 Franken schweren «Kampffonds» gegen die Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin» organisierte, erstaunte sie doch. Steuergelder zur Manipulation der öffentlichen Meinung? Dabei hatte das Parlament über die Volksinitiative noch gar nicht debattiert.
    Quelle

    Frau Kramer machte die Pläne des BAG publik, die Parlamentskommission rügte das Bundesamt, der PR-Auftrag wurde gestoppt und Frau Kramer verlor ihre Stelle. Denn
    für die BAG-Vorgesetzten war «das Vertrauensverhältnis gestört»: Unrecht schien ihnen nicht das demokratiefeindliche Verhalten des eigenen Bundesamtes, «unrecht» war die Indiskretion darüber.

    Die Leserinnen und Leser des Beobachters sind anderer Meinung. Sie belohnen das Verhalten von Caroline Kramer mit dem Publikumspreis 2007.


    Laudatio von Balz Hosang, Chefredaktor Beobachter

    Interview mit Caroline Kramer

    Beobachter: Frau Kramer, Sie haben den Publikumspreis des Prix Courage gewonnen. Wie fühlen Sie sich?
    Caroline Kramer: Ich fühle mich einfach super. Und fühle mich bestätigt in dem, was ich gemacht habe.

    Beobachter: Sie haben mit dem Publikumspreis 10'000 Franken gewonnen. Wissen Sie schon, was Sie mit dem Geld machen werden?
    Kramer: Ich werde mir eine schöne, grosse Werbetafel für meine Praxis leisten, denn diese steht ein Stück abseits der Strasse. Und vielleicht lasse ich einen Gärtner kommen, damit der mir hilft, meinen eher unordentlichen Garten schöner zu machen.

    Beobachter: Hatten Sie damit gerechnet, dass Sie gewinnen könnten? Immerhin hatten Sie mit dem Berufsstand der Alternativmediziner eine grosse Lobby hinter sich.
    Kramer: Nein. Ich dachte, dass Margrit Kessler den Jurypreis gewinnt und Marina und Ruedi Suter den Publikumspreis. Aber natürlich freut es mich ungemein, dass so viele Leute für mich abgestimmt haben.

    Beobachter:Wegen Ihnen wurden Thomas Zeltner, Chef des Bundesamtes für Gesundheit, und Bundesrat Pascal Couchepin von einer Untersuchungskommission gerügt. Wie fühlt es sich an, wenn man der Auslöser einer solchen Rüge an höchste Stelle ist?
    Kramer: Extrem gut! Aber eigentlich genügt eine Rüge nicht, schliesslich wollten sie das Volk manipulieren, und dies sogar mit Steuergeldern. 300'000 Franken wurden dafür einfach so budgetiert. Jeder kleine Angestellte würde in so einem Fall viel härter zur Kasse gebeten.

    Beobachter: Sie waren von Thomas Zeltner, Ihrem Chef, wegen Vertrauensbruch und Amtsgeheimnisverletzung «in gegenseitigem Einvernehmen» entlassen worden. Wie lange waren Sie arbeitslos?
    Kramer: Ganze neun Monate. Dann hatte ich eine Stelle, die ich nach wenigen Monaten kündigte. Ich hatte das Gefühl, dass man mir nicht traute. Ein Abschlussgespräch bestätigte meinen Verdacht. Jetzt bin ich selbständig und sehr glücklich dabei.

    Beobachter: Wie ging Ihr Umfeld damit um, dass Sie quasi Ihr Amt verpfiffen haben?
    Kramer: Gut. Meine Bekannten und Verwandten bestärkten mich darin, dass ich das Richtige getan hatte. Das tat gut, schliesslich hat man auch Selbstzweifel.

    Beobachter: Wurden Sie je offen angefeindet?
    Kramer: Nein, Gott sei Dank nie. Das muss sehr schlimm sein.

    Beobachter: Ihr Fall beschäftigte eine ganze Weile die Presse, sogar im Fernsehen traten Sie auf. Wurden Sie danach von Passanten auf der Strasse erkannt?
    Kramer: Im Dorf schon, sonst nicht. Ich verlasse mein Dorf aber auch nicht gerade häufig, bewege mich vor allem zwischen Arbeitsplatz und Zuhause.

    Beobachter:Und wie war es, von fremden Leuten erkannt zu werden?
    Kramer: Lässig!

    Beobachter: Würden Sie beim nächsten Mal etwas anders machen?
    Kramer: Ich würde auf jeden Fall dafür sorgen, dass ich schnell einen Rechtsvertreter zur Hand hätte, der mir beratend zur Seite steht - für alle Fälle.

    Beobachter: Vor drei Tagen hat der Nationalrat zur Alternativmedizin-Initiative ein «Nein» herausgegeben. Sowohl Umfragen wie auch Ihre Wahl zur Prix-Courage-Preisträgerin deuten aber darauf hin, dass das Volk bei der Abstimmung anders entscheiden wird. Freut Sie das?
    Kramer: Das freut mich extrem. Es scheint mir aber auch normal: Immerhin haben 70 Prozent der Bevölkerung eine Zusatzversicherung für Komplementärmedizin.
    http://www.beobachter.ch/leben-gesun...roline-kramer/




    Liebe Grüsse
    Angeni
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  8. #8
    Susi
    Gast
    Zitat Zitat von Angeni Beitrag anzeigen
    Ein grosser Skandal bei uns in der Schweiz.
    Es ging darum, dass die Alternativmedizin, somit auch Homöopathie,
    bei uns in der Grundversicherung der Krankenkasse aufgenommen und somit
    bezahlt werden würde. Kam nicht soweit, da unser Bundesrat (und kein Alternativ-
    medizin Kenner) keine Studien vorlag, die die Wirksamkeit eindeutig angab.
    Diese Studie gab es, aber es wurde alles verdreht und manipuliert...

    Heute ist dies so, dass wir separat eine Zusatzversicherung (also plus ca. 50 Euro
    im Monat) haben "dürfen" (und die Grundversicherung kostet locker 250-350 Euro
    im Monat!), diese übernimmt dann einen Kostenanteil Jährlich für alternative
    Behandlungen. Klar wollte man diese nicht in der Grundversicherung, steht ja auch
    die Pharma als Maipulator im Hintergrund! Sie hätten an Umsatz verloren!

    Stimmt nicht - seit Ende 2011 ist Euch zugesichert, dass bis mindestens 2017 die Krankenkassen für Homöopathie übernehmen .....lies hier: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/...story/16218290
    Geändert von Susi (07.04.2013 um 21:50 Uhr)

  9. #9
    Redakteur Avatar von Angeni
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    207 Post(s)
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    Dann Lese auch mal das Kleingedruckte:

    Die Rechnungen für Behandlungen mit Homöopathie, Neural- und
    Phytotherapie, anthroposophischer oder traditioneller chinesischer Medizin
    bezahlt nun wieder die Krankenkasse – sofern sie von einem Arzt mit
    schulmedizinischer Ausbildung vorgenommen werden.
    Wer solche Behandlungen
    über eine Zusatzversicherung abdecken liess, kann nun wieder auf eine solche
    Versicherung verzichten. Quelle
    Das ist mehr als lächerlich, denn es ist eine kleine Zahl an Ärzten die so arbeiten
    und was es an Möglichkeiten sonst gibt in der Alternativmedizin. Bleibt also doch
    die Zusatzversicherung! Alles ein berechnetes Spiel um etwas Ruhe zu halten und
    doch im Interesse der Pharma zu handeln!
    Ich bekomm das also bezahlt wenn ich zum Arzt gehe - sonst nicht! Was also
    kommt teurer? Meine Globoli (die ich weiter noch so gerne selber aus meiner eigenen
    Tasche bezahle) oder einen Arzt aufsuchen und sein Honorrar auch noch über die
    KK zu berappen? Sauerei-einfach eine trügerische Sauerei was hier läuft. Es geht
    hier schlussendlich um ein Milliarden Geschäft im "Gesundheitssystem" was
    manipuliert wird und das bestehen bleiben soll....
    Es geht hier nicht um Wahlfreiheit in der Alternativmedizin - sondern um Kontrolle.


    LG
    Angeni
    Geändert von Angeni (07.04.2013 um 22:39 Uhr)
    Sonnige Grüsse
    Angeni



    Die Wissenschaft hat die Ganzheit getrennt und je detaillierter man das Atom in seinem
    Kern erforscht hat, desto weiter sind wir von uns selber weg gekommen
    - Angeni

  10. #10
    Susi
    Gast
    ohjeee.......

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